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31.12.2005

Silvester Marathon in Lilienthal. Siehe unter Laufberichte .

30.12.2005

Viel Arbeit. Nur kleine Runde gelaufen.

29.12.2005

Viel Arbeit. Nur kleine Runde gelaufen.

28.12.2005

Viel Arbeit. Nur kleine Runde gelaufen.

27.12.2005

Viel Arbeit. Nur kleine Runde gelaufen.

26.12.2005

Pünktlich zum Start fängt es an zu schneien. Soll uns recht sein, wir lieben jedes Wetter. Unsere Kanalrunde steht wieder auf dem Programm. Locker und gelassen geniessen wir den Lauf.

Der Hafen in Rusbend.


                        Blick nach Meinsen und zum Berg         

25.12.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie. Kaum einer Menschenseele begegnet.

24.12.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie.

23.12.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie.

22.12.2005

Mit Bonnie eine kleine Dorfrunde.

21.12.2005

Mit Bonnie zur Mainstraße und dort an den Kanal. Bis Rusbend zum Hafen. Von dort neue Strecke gelaufen. Rechts rum durch die Feldmark nach Meinsen. Der Kirchturm zeigte uns den Weg, da er wegen des nahen Hubschrauber Flugplatzes in Achum erleuchtet war. An der Kirche liefen wir vorbei und wieder Richtung Hauptstraße. So hatten wir den bürgersteiglosen Abschnit der Kreisstraße umgangen, was zwar einen etwas längeren Weg brachte, aber der war auch sicherer in der Dunkelheit. Von Warber liefen wir dann über freie Strecke nach Scheie und dann in Bückeburg ein. Ein herrlicher Lauf, von leichten Nieselregen und gelegentlichen Windböen begleitet, erreichten wir den Bückeburger Weihnachtsmarkt. Wunderschön gemacht. Da hielt uns nichts mehr. Der Lauf kam uns bis hier wie ein Sonntagsspaziergang vor. Das Jahr klingt aus, Bonnie war immer treu an meine Seite. Spontan hielt ich an der nächsten Bratwurstbude an und spendierte Bonnie eine Bratwurst und mir einen Glühwein. War das eine Freude für Bonnie, als ich sie Stückchen für Stückchen mit der Bratwurst fütterte. Ich glaube, sie läuft jetzt jedesmal in Rusbend rechts, statt links herum weiter. Aber auch mir schmeckte der Glühwein besonders lecker und ich genoß die Weihnachtsstimmung. Knapp 10 km liegen nun noch vor uns. Aber auch diese Kilometer waren einfach herrlich. Das tägliche Laufen zahlt sie wieder aus. Abwechselungsreich gestaltet ist es für uns einfach ein wunderschönes "Läufer" Leben. 

20.12.2005

Eine regenerative Dorfrunde mit Bonnie.

Gestern Abend bekam ich eine Einladung zum 100 Meilen Lauf in Sibesse. Da fühle ich mich natürlich sehr geehrt und kann auch nicht "Nein" sagen, denn der Lauf ist auf mich zugeschnitten, richtig nach meinem Geschmack und findet auch sozusagen vor "meiner Haustür" statt. Da kann ich am Wochenende mühelos hinfahren und die Strecke erkunden. So wie ich das im Deister und Solling auch gemacht habe. Da werden wieder neue Kräfte frei.

19.12.2005

Eine regenerative Dorfrunde mit Bonnie.

18.12.2005

Mit Bonnie um 12:00 Uhr zur Kanalrunde gestartet. Sonnenschein und wolkenloser Himmel, genau das Gegenteil von Gestern. Bonnie zog mich wieder mächtig vorwärts, kaum Zeit zu Schnüffeln. So ließen wir uns treiben und nach 2:09 Std. waren wir schon wieder zu Hause

17.12.2005

Kurz nach 13:00 Uhr setzte Schneefall ein. Das kam mir sehr gelegen. Ich weiß gar nicht, wann ich das letztemal bei Schneefall gelaufen bin. Trotzdem mich seit zwei Tagen Magenprobleme quälen, will ich mit Bonnie laufen. Also raus in das Schneegestöber. Ist das herrlich, es macht richtig Freude. Kurz vor dem Kanal müssen wir auf einem matschigen Landwirtschaftsweg abbiegen, der uns zur Uferböschung hochführt. Aber nach knapp 100 Metern rutsche ich aus und ehe ich mich versehe, liege ich in einer dreckigen Pfütze. Naß und mit Matsche durchtränkt, dreckig wie ein Mindener Butscher, laufen wir weiter. Das kann uns nicht erschüttern, die Knochen sind ja heile geblieben.


Schon bald kommen wir in den Hafen von Berenbusch. Dort hat man letzte Woche einen Erdöltank ausgebuddelt. So lange wie ich denken kann, lag er hier vergraben. Ca. ½ Meter schaute aus dem Erdreich raus. Nun liegt er hier, 12,5 m Lang und 2,65 m hoch. Arbeiter sind damit beschäftigt, ihn zu zerschneiden. Er tritt seine letzte Reise an.

Wir laufen weiter am Kanal entlang um dann in den Meinser Kämpen wieder in den Schaumburger Wald zu kommen. Der Schneefall läßt deutlich nach, aber die Landschaft sieht schon ein bißchen weiß aus.



Erstaunlich, was hier im Wald los ist. Überall stehen Autos mit Anhängern und es wird Brennholz gemacht. Die Energiepreise sind für die Forstbetreiber ein Grund zur Freude, denn die Kamine und Öfen erleben einen zweiten Frühling.

Die Magenprobleme zwingen mich zweimal in die Büsche, aber ansonsten läuft es noch recht gut. Bonnie ist top drauf und läßt wieder keine Pfütze aus und muß immer mitten durch.

So kommen wir dann auch wieder an den Kanal zurück, über die Brücke in Berenbusch. Dann mache ich noch einige Fotos des Öltanks. Dann geht es weiter in Richtung Heimat.

Nach 2:18 Std. stehen wir vor der Haustür, Bonnie und ich, dreckig und speckig wie lange nicht mehr. Aber Spaß hat es gemacht.

Ach ja, heute ist mein 200. Streaktag in dieser dritten Serie.

16.12.2005

Magenprobleme. Darum nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

15.12.2005

Die Freude auf eine 22 km Kanalrunde war heute schon wieder da. Trotz des miesen Wetters sind wir um 15:30 Uhr losgelaufen. Als wir am Kanal ankamen, da trieb uns ein heftiger Westwind vorwärts. Aua, das wird auf dem Rückweg sicher ganz schön schwer werden. Dann hab ich gute 7 km den Wind von vorne. Egal, in Berenbusch geht es ab in den geschützten Wald. Hier ist es ziemlich ruhig und wir spulen gelassen die Kilometer runter. Ich habe mir von Paul Owens das Buch "Der Hundeflüsterer" gekauft und gestern schon viel darin gelesen. Eine spannende Anleitung zur Hundeerziehung auf die sanfte Art. Die dort beschrieben Verhaltensweisen des Hundes versuche ich zu deuten und mit mir in Einklang zu bringen. Vieles, was darin beschrieben steht, praktizieren wir schon von Anfang an. Also kann meine Hundeerziehung nicht so falsch sein. Diese Gedanken kommen mir heute so durch den Sinn.

In Rusbend kommen wir dann wieder an den Kanal und schon nach wenigen hundert Metern treffen wir erstmalig auf ein Lebewesen. Es ist ein Mensch, ein Tierarzt, mit seinem Schäferhund. Wir kennen uns vom Sehen und sprechen auch immer kurz zusammen. Er wurde von einer wilden Kuh traktiert und brach sich dabei einen Wirbel. Aber nun wandert er schon wieder mühelos und mit frischen Schwung am Kanal entlang.

Mein lieber Neffe Thomas, Dich soll ich ganz besonders von Ihm grüßen. Das sei hiermit auch geschehen.

Hier merkten wir dann auch sofort den heftigen Gegenwind, der uns doch ganz schön ausbremst. Die Sturmböen trieben uns den Regen ins Gesicht und trotzdem hatte ich ein wunderbares Laufgefühl. Der Wind, der Regen, es machte mir nichts aus. Selbst Bonnie ließ sich dadurch nicht beeindrucken. Sie lief wie immer kreuz und quer, jagte die Enten ins Wasser und freute sich Ihres Lebens.

Ist es nicht herrlich, noch solch harten Läufertagen heute schon wieder mühelos laufen zu können. Ich könnte die ganze Welt umarmen, so glücklich bin ich, trotz des miesen Wetters.

Auch die letzte Runde dann durch das Dorf kommt mir wie ein Triumphzug vor. Wer von den hier ca. 6000 Einwohnern kann wohl solch eine Laufleistung vollbringen? Ich glaube, keiner. Und das macht mich doch stolz, das ich das geschafft habe. So sieht die Welt hier in meinen Augen doch auf einmal ganz anders aus.

Nach 2:28 Std. kommen Bonnie und ich überaus glücklich und zufrieden wieder zu Hause an.  Es war ein schöner Lauf.

14.12.2005

Mit Bonnie eine regenerative 3 km Dorfrunde. Keine Probleme.

13.12.2005

Der dritte und entscheidende Tag heute. Schaffe ich es, auch heute wieder mindestens 66 km zu laufen? Beim Start sind die Beine noch etwas schwer, aber schon nach wenigen Kilometern hab ich den gewohnten Schlappschritt wieder drauf.

Bisher hab ich keinen Muskelkater, keine Schmerzen an Sehnen, Bändern oder Gelenken. Keine wund gescheuerten Stellen, alles ist im grünen Bereich.

Bonnie hab ich noch nicht dabei und während dieser Runde beschließe ich, die zweite direkt ranzuhängen. Keine große Pause, nur den Wasservorrat nachfüllen und dann weiter.

Ideales Laufwetter herrscht heute Vormittag und nach 2:32 Std. ist die erste Runde vorbei.

Die Getränkeblase auffüllen und weiter. Die Laufbekleidung wird auch nicht gewechselt, einfach wieder weiter.

 

Auf der zweiten Runde begleitet mich nur mein Heimatsender NDR 1 und stimmt mich mit einer schönen Melodienfolge alter Weihnachtslieder auf die Weihnachtszeit ein. So wird mir wenigstens nicht ganz so langweilig.

Diese Runde bin ich sogar noch drei Minuten schneller als auf der ersten Runde. Das erfreut mich doch mächtig. Dieses Tempo so um 7:00 Minuten pro Kilometer scheint mir auf den langen Strecken gut zu liegen.

 

Zur dritten Runde nehme ich Bonnie mit. Sie ist ganz aus dem Häuschen, vor Freude, das sie nun auch noch laufen darf. Als lockeren Ausklang betrachte ich diese Runde. Kein Streß mehr, nur locker laufen. Bonnie genießt diese Runde mit viel Schwimmen und Enten jagen. Ich habe mir einen dicken Apfel mitgenommen, den ich nun unterwegs verputze. Da hatte ich schon in der zweiten Runde so richtig Biß drauf. Und selten schmeckte mir ein Apfel so gut wie heute Abend.

Während gestern noch der fast volle Mond am Himmel stand und uns freundlich den Weg wies, so ist er heute durch die dicke Wolkendecke kaum zu sehen. Aber die Stirnlampe vertritt ihn würdig. Weil wir auch heute wieder den längeren und in der Dunkelheit weitaus sicheren Weg zum Kanal wählten, wurde diese Runde dann auch wieder 24 km lang. Wir ließen uns dafür 3:12 Std. Zeit und ich betrachtete es als die Auslaufrunde.

 

Es waren drei harte Tage, das will ich nicht abstreiten. In 23:20 Std. reiner Laufzeit hab ich 202 Kilometer gelaufen. Ich bin davon nicht kaputt, mancher 22 km Tempolauf zehrt da durchaus mehr. Körperlich fehlt mir nichts, außer das ich wieder zwei blaue Zehnägel habe. Mental bin ich schon etwas müde. Sich täglich für drei Runden á 22 km zu motivieren, das erfordert einen starken Willen und da ich das geschafft habe, können nun neue Aufgaben kommen. Mit den letzten drei Tagen im Rücken, da kann mich nichts mehr aus der Ruhe bringen.

12.12.2005

 

Da ich heute Morgen noch einmal zur Arbeit mußte, startete ich zur ersten Runde erst um 10:30 Uhr. Das brachte meinen Zeitplan doch ganz schön durcheinander.

Aber mit Bonnie an der Seite liefen wir diese Runde in 2:25 Std.

 

Zur zweiten Runde startete ich dann alleine um 13:50 Uhr. Bonnie hatte sich schön satt gefressen und schlummerte in ihrer Ecke. Woher sollte sie auch ahnen, daß ich schon wieder laufen wollte. Also ließ ich sie ruhig schlafen und schlich mich heimlich aus dem Haus.

Als ich das Dorf verließ, ertönte von Ferne der Sirenenalarm eines Rettungswagens. Mir sträubten sich die Nackenhaare, denn zu oft ist er in letzter Zeit auch bei uns gewesen.

Zuletzt am 05.12.2005 in unserem Kindergarten, als unser Enkel Phil für eine halbe Stunde nicht ansprechbar war, und die Erzieherinnen uns und den Notarzt benachrichtigten.

Warum Phil so tief weggetreten war, konnte auch eine genaue Untersuchung nicht klären.

So kamen mir gleich wieder die schlimmsten Gedanken. Auch der Gedanke an meine schwerkranke Schwester beschäftigte mich sofort wieder.

So wurde diese Runde vom Thema Gesundheit geprägt.

Nach 2:31 Stunden nahm auch dieser Lauf ein Ende.

Als ich dann zu Hause ankam, erfuhr ich sofort, daß meine Schwester diejenige war, die mit dem Notarztwagen ins Klinikum gebracht wurde.

Eine schwere Hypothek für den nächsten Lauf.

 

Ich kann nichts helfen. Wir müssen es tragen wie es kommt. So war die Gesundheit meiner Schwester für mich das Thema dieser Runde. Ich betete viel für Sie und all die schönen Erinnerungen an vergangene Zeiten kamen mir vor die Augen.

Es bedrückt mich doch sehr, daß ich hier so wild rumrenne während Sie kaum einen Schritt alleine gehen kann. Eine heimtückische Herzkrankheit hat sie geschwächt, Ihr alle Kraft geraubt. Was würde ich geben, wenn ich Ihr von meiner Herzkraft, die ich gerade heute wieder deutlich spürte, etwas abgeben könnte. Ach Ille, wenn ich Dir nur helfen könnte.

Bonnie merkt von meinen schweren Gedanken nichts. Sie freut sich immer wieder, wenn sie Enten ins Wasser jagen kann. Ihr größtes Hobby.

Da wir heute Abend nicht den direkten Weg zum Kanal genommen haben, denn sonst hätten wir wieder über die bürgersteiglose Rennpiste laufen müssen, und noch eine Dorfrunde einlegten, kamen wir mit dieser Runde auf deutlich über 24 km, die wir in 2:42 Std. schafften.

Ich bin erstaunt, wie gleichmäßig ich bisher doch all die Runden gelaufen habe. Auch, daß ich keine körperlichen Beschwerden verspüre, freut mich besonders.

Schwer ist es aber immer wieder, sich zur nächsten Runde aufzuraffen. Aber nach einen Kilometer ist man wieder voll dabei.

 

11.12.2005

Um 6:00 Uhr trieb es mich auf die Strecke. Die 22 Km Runde wollte ich vor dem Frühstück schon einmal ablaufen. Aber es fiel mir verdammt schwer, die Beine waren schwer wie Blei und es wollte nicht rund laufen. Ich erinnerte mich an Ulis Worte: „Lauf  7-8 Minuten Tempo, dann kommst Du gut über die Runden“.

Aber in der Dunkelheit wurden die Kilometer durch das langsame Tempo doch ganz schön lang. Ein Rebhuhn, das plötzlich neben mir mit dem fürchterlichen Geräuschen aufstieg, brachte meinen Puls dann richtig auf Touren.

Kalt und nebelig war es dazu, eigentlich beste Vorraussetzung, im Bett zu bleiben. Aber nein, ich will es ja nicht anders.

Nach 2:32 Stunden bin ich wieder zu Hause und komme noch pünktlich zum Frühschoppen beim Bäcker, wo mein spezieller Salatteller schon auf mich wartet.

 

Um 11:40 sind Bonnie und ich dann zur nächsten Runde gestartet. Bonnie legte gleich wieder Tempo vor, so das ich sie immer wieder ausbremsen mußte. Mir war nämlich gar nicht nach Tempolauf zumute. Trotzdem wurde es heute die schönste Runde. 2:23 Std. brauchten wir dafür.

 

Gegen 16:30 brach ich dann zur dritten Runde auf. Nieselregen und auffrischender Wind waren nicht gerade die besten Vorraussetzungen für einen Lauf durch die Dunkelheit. Bonnie blieb zu Hause, so das ich dann alleine diese Runde laufen mußte.

Besonders besch…. Ist es, wenn man so langsam läuft, dann kann man auf dem geschotterten Streckenabschnitt keinen Ultraschlappschritt laufen, da man dann sehr schnell über Ecken und Kanten stolpert. Da war ich dann immer richtig froh, wenn ich wieder Asphalt unter den Füßen hatte.

Ausgerechnet jetzt verabschiedet sich auch noch die Pulsuhr. Akku leer. Egal, laufe ich eben eine Zeit lang ohne Pulsuhr. Werde sie morgen gleich einschicken. Ob die dann von Polar vor Weihnachten wieder da ist? Glaub ich kaum.

Als ich dann zu Hause eintrudele, da hab ich fast auf die Minute genau die gleiche Zeit wie heute Morgen gelaufen. 2:31 Std. sind es geworden, gestoppt von Ulrike, die immer aufpaßt, wann ich starte und wann ich wiederkomme.

10.12.2005

Geschafft. Wieder im Rennen. Mit Bonnie hab ich heute die 22 km in richtig lockeren 2:15 gelaufen. Der Urlaub motiviert mich. Ob ich mal einen "Tripple" laufe? Drei Tage "Tripple", je 3 mal die 22 km Runde. Das wären 198 km in 3 Tagen. Ich glaube, ich versuch es einfach mal. Start am Sonntag um 6:00 Uhr.

09.12.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Wochenende und keine Bereitschaft mehr. Endlich komme ich auch in den Genuß des Resturlaubs. Was heißt das wohl?

08.12.2005

Heute haben wir doch mal wieder 11 km am Kanal geschafft. Langsam nähern wir uns dem Bereitschaftsende, dann schlagen wir wieder zu.

07.12.2005

Wie gestern, wieder nur 3 km geschafft. Um 23:00 Uhr.

06.12.2005

So wie Gestern. Die Rufbereitschaft schlaucht doch immer wieder. Abends noch viel Büroarbeit.

05.12.2005

Viel Arbeit, wenig Zeit. Nehme ich als Regenerationswoche an. Nur 3 km mit Bonnie gelaufen.

04.12.2005

Nachdem wir die Woche über nicht viel laufen konnten, wollte ich heute einen gemütlichen langen Lauf am Kanal machen.

Daraus wurde nichts, denn vom ersten Moment an legte Bonnie das Tempo vor. Ich ließ sie gewähren, in der stillen Hoffnung, sie würde schon langsamer werden.

Die lange Rampe hoch zur Brücke, über die wir die Bahnstrecke Minden-Hannover queren, zog sie immer noch im Höllentempo voran. „O.K.“, denke ich, spätestens am Kanal kommt sie zu Verstand.

Ich wundere mich nur, wieso sie sich nicht einmal für die vielen Raben interessiert, die hier massenhaft auf den Feldern sitzen und deren Geschrei nicht zu überhören ist.

Bonnie stürmt immer weiter vorwärts. Am Kanal angekommen, nur ein kurzer Blickkontakt, in welche Richtung wir weiterlaufen. Mit ausgestrecktem Arm weise ich ihr den Weg rechts herum, weiter. Den Walkerinnen, die wir kurze Zeit später überholen, würdigt sie keinen Augenblick an Zeit. Sonst bleibt sie schon einmal stehen und läßt sich kraulen. Heute nicht, heute heißt es nur: schnell weiter.

Die Brücke in Berenbusch unterqueren wir. Der Blick auf die Uhr sagt alles. Normale Zwischenzeit liegt hier zwischen 26-30 Minuten. Heute sind es 21 Minuten.

Diese Zeit läßt es bei mir „Klick“ machen. Gut, Bonnie, ich nehme das Rennen an. Heute laufen wir Tempo, solange wie du mitmachst.

Dieser Gedanke beflügelt mich. Auf einmal geht ein Ruck durch den Körper, die Beine werden frei, und ich spüre förmlich, wie das Laufen mit einem Schlag leichter geht. Es läuft runder.

Die Kilometerschilder fliegen an uns vorbei. Bei Stromkilometer 110 tummeln sich immer sehr viele Enten. Da kann Bonnie natürlich nicht widerstehen. Nach und nach werden sie alle in das Wasser gescheucht. Das läßt sie noch einmal aufdrehen und sie wird wieder etwas schneller.

Mir kommt es schon fast unheimlich vor, wie sie heute drauf ist.

Dann kommt die letzte Brücke. Hier verlassen wir den Kanal und über die Brücke geht es dann rechts ab in den Schaumburger Wald.

Auf der Brücke ist wieder eine Zwischenzeit fällig. Normal zwischen  56 – 63 Minuten.

Ich traue meinen Augen nicht: 50:08 Minuten. Es kommt mir gar nicht so vor, als ob wir dieses Tempo wirklich gelaufen hätten. Unglaublich, ob da die läuferisch ruhige Woche schuld dran ist? Ich glaube ja, der Körper hatte mehr Zeit zur Regeneration.

Mitten auf der Brücke treffen wir dann auf Familie Schlüter, die Eltern von Boris, meinem Lauffreund.

Sie hatten uns schon mit dem Auto überholt und freuten sich nun mächtig, daß Sie uns hier schon wieder begegneten. Ich freute mich, daß Herr Schlüter seine schwere Krankheit überwunden hat und nun auch wieder zu Fuß unterwegs ist. Ich wünschte Ihm auch weiterhin die beste Gesundheit und dann zog Bonnie auch schon wieder weiter.

Hier im Wald trafen wir dann doch noch einige Wanderer und Radfahrer, aber Bonnie würdigte keinen eines Blickes. Unbeirrbar zog sie weiter und ich folgte ihr gerne.

Leichter Nieselregen setzte ein, aber der störte nicht. Wir waren auf der richtigen Betriebstemperatur und die Freude ließ uns die Welt um uns herum vergessen.

Nach 1:24 Std. kamen wir wieder auf die Brücke in Berenbusch, wo es dann runter an den Kanal geht und dann am Sperrtor vorbei bis zur Mainstraße.

Hier von der Brücke aus brauchen wir normalerweise maximal 30 Minuten bis nach Hause. Da wußte ich, nun wird es eindeutig Bonnies neue Bestzeit geben. Vorrausgesetzt, es passiert nichts Unvorhergesehenes.

Es blieb alles gut, Bonnie hielt immer noch das Tempo und selbst im Park an der Bahnstraße, wo sie sonst noch einige Mal kräftig schnüffelt, da zog sie heute voll durch.

Dann standen wir auch schon vor der Hofeinfahrt, die Stopuhr macht piep-piep.

Ich traue den Augen nicht: 1:47 Std. Glückwunsch, Bonnie, dein neuer Streckenrekord. Ich bücke mich runter zu Ihr und knudele sie erst einmal kräftig. Stolz schaut sie mich an, als ob sie sagen wollte: Alter, jetzt weißt Du, wo die Meßlatte hängt.

Ich bin glücklich mit diesem Tier. Sie ist einfach toll. Ich brauche nicht einmal was sagen, sie stellt sich gleich vor die Badezimmer Tür. Denn so matschig, wie wir Beiden aussehen, so läßt uns Frauchen nicht in die Wohnung.

Nach der gemeinsamen Dusche fällt Bonnie dann aber erst einmal über ihren randvoll gefüllten Freßnapf her, den sie genau so schnell leergefressen hat, wie sie heute gelaufen ist.

 

 

03.12.2005

Für mehr als 12 km reichte heute nicht die Zeit. Aber es waren angenehme Kilometer in der Dunkelheit am Kanal.

02.12.2005

6 km mit Bonnie durch das Dorf.

01.12.2005

Wie gestern. Der Job läßt zur Zeit nicht mehr zu. Selbst Urlaub konnte ich nicht antreten.

30.11.2005

Zügig 5 km durchs Dorf.

29.11.2005

Wie gestern, lockere 6 km Dorfrunde mit Bonnie.

28.11.2005

Regenerative 6 km Dorfrunde mit Bonnie. Vom gestrigen Lauf merke ich nicht viel. Ich glaube, so Runden laufen liegt mir ganz gut. Das hab ich schon nach dem Lilienthaler Marathon, der über vier Runden ging, gedacht. Vielleicht sollte ich daran arbeiten und das etwas ausbauen. So bis 5 Runden,sonntags. In der letzten Woche bin ich nicht so oft lang gelaufen. Das hat sich auch bemerkbar gemacht. Das werde ich auch mal genauer unter die Lupe nehmen und mein Training neu ausrichten,.

27.11.2005

Heute Morgen um 8:00 Uhr saß ich beim Frühschoppen bei meinem Bäcker. Hier treffen wir uns oft, eine kleine Gemeinschaft, Läufer, Motorradfahrer, Oldtimer Liebhaber. Die meisten Freunde und Freundinnen waren schon da als ich kam. Die Mädels hatten meinen besonderen Salatteller schon fertig. Mit einem trockenen Roggenbrötchen dabei genoß ich das Frühstück. Natürlich kamen wir dann auch auf das Laufen zu sprechen. Ich erzählte vom „Tripple“ in Lilienthal und was der Carsten da sonst noch so alles anbietet.

Dabei kam mir dann auch der Gedanke, heute einen „Tripple“ zu laufen. Der Gedanke fesselte mich sofort. Das wäre es noch für den heutigen Tag. Ein herrlicher Wochenabschluß.

Ich tat meinen Entschluß kund, heute dreimal die 22 km Strecke zu laufen. Kurzerhand wurde ich für verrückt erklärt. Bei dem Wetter 66 km nur so. Man war sich einig, das ich bestimmt am Vorabend zuviel Glühwein getrunken hätte.

So gegen 09:30 verließ ich dann die gemütliche Runde und fuhr nach Hause.

Bonnie begrüßte mich gleich freundlich, der Rest der Familie war auch schon auf.

Ich schaute einmal ins Internet und dann zog ich die Laufsachen an. Bonnie war schier begeistert und ließ mich nicht mehr aus den Augen.

Um 10:50 Uhr liefen wir los. Eine Trinkflasche mit Kamillentee dabei, denn Trinken hatte nun oberste Priorität. Da durfte ich heute nicht schludern.

So machten wir uns auf die 22 km Runde. Das Wetter war super, kein Regen, nur ein leichter Wind. Vom Schnee nicht mehr viel zu sehen. Lediglich entlang des Leinpfades waren viele Äste verstreut. Die größten beförderten wir gleich an die Seite, damit sie uns in der Dunkelheit heute Abend nicht als Falle im Weg liegen.

Die letzten hier verbliebenen Enten wurden von Bonnie in das Wasser gescheucht, entgegen kommende Hunde und ihre Führer wurden freundlich begrüßt. So verlief diese erste Runde in rasenden Tempo und nach 2: 05 Std. waren wir schon wieder zu Hause. Verdammt schnell, dafür daß ich diese Strecke noch zweimal laufen wollte.

Zu Hause wurden dann gleich die Laufklamotten ausgetauscht und die liebste aller Ehefrauen beförderte sie gleich in die Waschmaschine.

Dann gab es ein Wiener Schnitzel mit „einer-einzigen“ Pommes zum Mittagessen.

Um 13:32 Uhr starte ich dann zur zweiten Runde. Bonnie bleibt zu Hause und verdaut ihre Riesenportion Hundefutter.

Diese Runde fällt mir doch schwerer als die erste. Aber ich bin dann nach 2:08 Std. wieder zu Hause. Bonnie freut sich, das ich wieder da bin. Sofort umzingelt sie mich und ich verspreche ihr, daß sie bei der nächsten Runde wieder dabei ist.

Nach einer Pause von etwas über einer Stunde, einer Handvoll selbstgebackener Weihnachtskekse, von Marina nach Omas Rezept gebacken, gehen wir dann um 18:00 Uhr wieder auf die Strecke.

Beleuchtet wie ein Tannebaum, ziehen wir von dannen. Von Anfang an läuft es super. Besser als jede vorherige Runde. Bonnie genießt auch diese tiefe, dunkle Stille. Hin und wieder stöbert sie eine Ente auf, aber ansonsten trifft man niemanden mehr. Es ist, als wären wir alleine auf der Welt. Ich bin erstaunt, wie leicht und flüssig alles abläuft. Keine Schmerzen am Bewegungsapparat, nichts hindert mich, zu laufen. Lediglich der kalte Wind ist etwas unangenehm. Mein Buff hab ich schön um den Hals geschlungen, damit der nicht kalt wird.

So schaffen wir dann mühelos auch diese dritte Runde. Nach 2:20 Std. trudeln wir zu Hause ein. Ich bin überglücklich, das ich ohne Mühe diese drei Runden laufen konnte. Nach dem Frust der letzten Wochen geht es nun deutlich aufwärts.

Bonnie fiel gleich wie verrückt über ihren Freßnapf her, der in Null Komma nichts leer war und verlangte Nachschub. Super Bonnie, das war dein längster Lauf bisher. Ich bin stolz auf dich.

26.11.2005

Regenerative Dorfrunde mit Bonnie.

25.11.2005

Regenerative Dorfrunde mit Bonnie.

24.11.2005

Heute Mittag erreichte mich die Nachricht, das Basia um 11:41 Uhr Ihrem schweren Krebsleiden erlegen ist. Das erfüllt mich mit tiefer Trauer. Noch im September letzen Jahres lief Sie nach Ihrer Operation beim Hamelner Rattenfänger Ultra Lauf mit. Sie strahlte immer Freude und Zuversicht aus und ich war tief ergriffen von Ihrem Glauben an das Gute. Nun hat Sie Ihren letzten Lauf beendet, während wir uns hier noch quälen und mühen.

Mein Mitgefühl gilt der Familie und besonders den Kindern, die nun ohne Mutter weiter leben müssen. Ganz besonders danken möchte ich Dr. Christian Hottas, der in selbsloser, unübertrefflicher Art und Weise alles für Barbara menschenmögliche gemacht hat. Christian, für mich bist Du ein Vorbild. All jene, die Dir in dieser schweren Zeit noch Steine vor die Füße geworfen haben, bitte ich, doch einmal wach zu werden und sich noch einmal zu bedenken. Was sind Urkunden oder Zieleinlaufzeiten wohl wert ? Mehr wert, als die Arbeit, die ein Mensch sich mit so einer kranken Person macht ? Muß ich dann noch so auf eine Laufurkunde pochen? Kann man da nicht mal "alle Fünfe gerade sein lassen"? Der Egoismus läßt grüßen.

Christian, es war vollkommen richtig, wie Du es gemacht hast. Ich kann nur darum beten, das ich auch einmal so einen hilfreichen Menschen an meiner Seite habe, wenn es mir einmal so dreckig geht.

Bei unserem abendlichen 22 km Lauf kam dann auch so langsam richtig Wut auf. Wut darüber, das die liebsten Menschen immer zu erst gehen. Warum wird ein Mensch in den besten Jahren mit solch einer Krankheit so bestraft. Diese Frage und die Frage nach Leben und Tod beschäftigten mich doch mächtig. Bonnie merkte, das ich elektrisch geladen war und lief ganz brav vor mir her. Ich hatte richtig das Gefühl, sie merkt, wie sehr ich trauere.

Als wir am Sperrtor ankommen, fängt es auch noch an zu regnen. Als ob die Stimmung nicht schon so tief genug wäre. Aber die Fragen nach dem Sinn des Lebens kann ich auch nicht lösen. Langsam kehrt wieder Ruhe ein. Die Bibel gibt mir dann doch wieder Kraft, das unbegreifliche ein wenig zu verstehen. Die Hoffnung, die Jesus mir gibt, die läßt den Druck ein wenig fallen. Auch Basia war sehr gläubig und hat daraus viel Kraft geschöpft. Am Ende dieses Laufes bin ich wieder zu mir gefunden. Ich weiß nun, das Sie es jetzt besser hat als wir hier unten. Unsere schweren Stunden liegen noch vor uns. Gut, das wir nicht wissen, wann die Stunde da ist. Ich hoffe nur, das wir dann auch so tapfer sind wie "die kleine Blondine " es bis zum Schluß gewesen ist.


23.11.2005

Mit Bonnie eine regenerative Dorfrunde.

22.11.2005

Selten bin ich in einer so tiefen Dunkelheit gelaufen, wie heute Abend. Dazu kam im Schaumburgerwald auch noch Bodennebel, der die Sichtweite trotz der starken Stirnlampe doch ganz schön einschränkte. Die tiefe Ruhe hier im Wald war schon fast beängstigend, aber ich hatte ja meine treue Bonnie dabei. Sie kennt den Weg genau und mir ihr könnte ich mich hier nicht verlaufen, sie findet immer den richtigen Weg.

21.11.2005

Mit Bonnie nue eine Dorfrunde gelaufen.

20.11.2005 Abends

Heute Nachmittag waren wir Geschwister bei meiner "großen" Schwester zum Kaffetrinken eingeladen. Es wurde ein schöner Nachmittag. Traurig nur, zu sehen , wie ein sonst so starker Mensch, innerhalb kurzer Zeit durch ein heimtückische Herzkrankheit so schwach wird.

Dazu paßt dann auch Christian´s Bericht über Basia´s schlechten Gesundheitszustand, und schon verfällt man in trübe Totensonntags Stimmung.

Das gab dann auch den Ausschlag, heute Abend noch mit Bonnie eine Runde zu laufen. So trieb es uns dann um 19:00 Uhr noch an den Kanal. Bei Kilometer 3 am Sperrtor setzte natürlich auch noch Regen ein. Aber ich registrierte es kaum. Zu sehr beschäftigten mich die Gedanken mit den kranken Menschen. Ich kann laufen, bin doch eigentlich gesund, ärgere mich mächtig über meine Erkältung und andere Menschen ringen mit dem Leben. Nein, so geht es nicht. Ich besinne mich, werde dankbar. Dankbar, das ich laufen kann. Ich bedanke mich bei "Ihm", bete für die kranken Menschen. Besonders für Basia, die mit ihrem Leben ringt. Ich bete für Christian, das Er die Kraft für diese schweren Stunden behält und danke ihm für alles, was er in so aufopferungsvoller Weise bisher für Basia geleistet hat. Ihm gilt ein ganz besonderes Dankeschön.

Warum wird meine Schwester plötzlich so krank? Gedanken, die mich quälen. Schlimm, wenn man selber nichts daran ändern kann. Ich laufe hier durch eine verregnete Nacht, während sie kaum alleine vom Sofa den Weg in die Küche schafft. Warum ist die Welt so ungerecht?

Ich kann nichts daran ändern. Ich werd mir nur bewußt, das wir alle nur ein Sandkorn im großen Getriebe sind. Der Herr alleine weiß, warum Er uns solche Prüfungen auferlegt. Die Gebete und der Glaube an unseren Erlöser geben mir die Ruhe, wieder zu mir zu finden. So kommen wir dann nach unglaublichen 2:04 Std. von unserer 22 km Runde wieder zu Hause an. Läuferisch hab ich den Lauf garnicht bemerkt, zu sehr hatten mich die Gedanken im Griff. Aber nun bin ich mit mir ins Reine gekommen. Ich weiß, da ist etwas, was immer bei uns ist. Das ist die Liebe Jesus.


20.11.2005

Nachdem ich vor 14 Tagen wegen meiner Erkältung nicht beim Start der Winterlaufserie dabei sein konnte, merkte ich aber gestern schon, daß ich diesmal starten könnte. Dazu kam der glückliche Zufall, daß auch mein laufbegeisterter Schwager zu Besuch bei uns verweilt. Auch mein Cousin Gephard, früher sehr aktiver Handballspieler (1. Bundesliga), nun aber nur noch Trainer, ebenso laufbegeistert, fand die Idee super, daß wir mal zusammen laufen könnten.

Um 7:15 Uhr sammelte ich die Beiden ein und wir fuhren zur Winterlaufserie nach Hörkamp Langenbruch. Das Wetter sah trübe aus. Es regnete den ganzen Weg über.  Kurz vor 8:00 Uhr waren wir dann am Sportplatz.

Wir begrüßten zuerst die liebenwerte Thekenmannschaft und begutachteten schon einmal das Kuchenbuffet. Albert war ganz begeistert über den Käsekuchen, den er am Liebsten schon gleich verputzen hätte. Aber vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Eine Tasse Kaffee durfte er wohl trinken, dann ging es raus, an die herrliche Herbstluft.

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Der Regen hatte aufgehört.

Ich beschrieb Albert die vor uns liegende Strecke, die uns 20 Minuten lang nur bergauf führt. Er als Rheinländer hat kaum Gelegenheit im Berg zu laufen. Seine Begeisterung wuchs mit jedem zurückgelegten Meter. Gephard frotzelte immer zu über den Käsekuchen und das Albert nur so schnell liefe, damit er noch etwas von dem Kuchen abbekäme.

Rechts und links des Weges begleiteten uns fröhlich plätschernde Flüßchen, die hin und wieder in Wasserrückhaltebecken mündeten. Wirklich eine wunderschöne Gegend.

Albert ließ seiner Begeisterung freien Lauf und tanzte teilweise wie ein Zinshase vor uns her. Schön, wenn einer noch so eine Freude in sich hat.

Hin und wieder begegneten wir Läufern und auch Walkern, die uns entgegen kamen. Dabei waren auch ab und zu mal Hunde. Albert als ewiges, auserkorenes Beutetier, blieb dann jedesmal in unserer Mitte. Wie sich herausstellte, auch zu recht. Die Tiere wollten wirklich immer nur Albert stellen, so daß die Herrchen doch ganz schön in Streß kamen.

Aber all das hinderte den Albert nicht, sich immer wieder über diese wirklich wunderschöne Natur zu freuen. Das tat er dann auch laut und ausgiebig mit fröhlichen Rufen und Lachen.

Die vielen langen Steigungen hatten es Ihm besonders angetan und er gab sich jedesmal Mühe, uns dort abzuhängen. Das gelang ihm natürlich nicht, denn wir Bergziegen kannten ja die Besonderheiten dieser Strecke ihrer Trainingsreize.

An der Spitzkehre beim Schützenhaus haben wir dann erst einmal ein paar Fotos gemacht, die auch deutlich Alberts Freude ausdrücken.

Die dann folgende lange Steigung meisterten wir auch vorbildlich, überholten noch einen Läufer. Albert und Gephard stachelten sich immer wieder mit Erzählungen über den Kuchen, der uns ja erwartet, gegenseitig an und liefen so zur Höchstform auf.

Nach dieser unendlich erscheinenden Steigung kamen wir dann langsam an den Punkt, wo die 10 km Strecke auf unsere 18 km Strecke mündet. Die Anzahl der Läufer und Walker nahm nun mächtig zu.

Gephard und ich beschrieben nun die kommende Steigung, bei Forsthaus Halt, die es wirklich in sich hat. Albert konnte es kaum erwarten, diese Steigung zu laufen.

Wie aus dem Nichts lag sie dann plötzlich vor uns. Fassungslos blieb Albert stehen. „Genial“, sein Ausdruck, „wie eine Sprungschanze, du schaust vom Absprung hoch“. Dann gab er Gas und schoß davon. Gephard und ich schauten uns verdutzt an. Wir behielten unseren Tritt und folgten ihm. Nach Hälfte der Strecke waren wir wieder dicht aufgeschlossen, oben kamen wir dann fast zeitgleich an.

Albert sprudelte wieder einmal vor Freude über. Für jemanden, der sonst nur flach läuft, ist es natürlich etwas Besonderes, so einen Berglauf mitzumachen. Dementsprechend ist natürlich die Freude über so eine Strecke  auch deutlich größer, als bei jemanden, der hier schon über einhundert mal lang gelaufen ist. Aber Albert seine Freude löste bei mir mindestens ebenso eine große Freude über die Freude aus  J

Nun lagen noch knapp 2 km vor uns, meist abwärts führend. Viele Walker kamen uns nun entgegen, die wir alle freundlich begrüßten und über die sich Albert besonders freute. Er walkt nämlich auch ab und zu mit seiner Frau, meiner Zwillingsschwester, wenn er Regenerationstraining macht.

So kamen wir dann wohlgelaunt zurück zum Sportheim. Schnell wurde geduscht und dann startete der große Auftritt am Kuchenbuffet. Es war schon beeindruckend, was man an Kuchen verputzen kann, nach so einem schönen Lauf. Da konnte auch ich nicht widerstehen und sündigte ohne Reue. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dann saßen wir noch fast eine Stunde zusammen, klönten noch mit anderen Läufern und genossen diesen wunderschönen Sonntag Vormittag.

Ein wunderschöner Lauf liegt hinter uns und einstimmig beschlossen wir, hier in Zukunft öfter gemeinsam zu laufen.

Noch einen besonderen Dank an Nicole und Ihre Partnerin an der Kuchentheke für Ihre immer nette und freundliche Bedienung.

19.11.2005

Mit Bonnie eine Morgenrunde durch das Dorf getrabt. Heute kommt meine Zwillingsschwester über Wochenende zu Besuch. Albert, mein Schwager und Gephard mein Cousin, wollen dann mit mir die Winterlaufserie mitlaufen.

18.11.2005

Ein wunderschöner Lauf durch die Dunkelheit und im dicken Bodennebel am Kanal entlang. Eine unheimliche Stille umgibt uns. Zeit, die Gedanken zu sammeln.

17.11.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde.

16.11.2005

Mit Bonnie die "alte" fünf Kilometer Dorfrunde gelaufen. Bei dem Wetter muß man "Schweini" schon ganz schön überlisten. Aber es ist uns dann wunderbar gelungen. Wenn man erst unterwegs ist, dann sieht die Welt schon ganz anders aus.

15.11.2005

Mit Bonnie durch die Dunkelheit zum Kanal. Bis nach Meinsen gelaufen und dann über die Kreisstraße zurück nach Berenbusch. Dort wieder an den Kanal und auf der gewohnten Strecke ging es dann nach Hause. Neue Wege, den alten Trott abschütteln.

14.11.2005

Lockerer Regenerationslauf über 5 km mit Bonnie. Eine Dorfrunde, ganz neue Strecke. Mehr Abwechselung in das Training bringen.

13.11.2005

Zurück zu den Wurzeln. Ein wunderschöner Laufabend liegt hinter uns. Alle sonst gestoppten Zwischenzeiten haben uns heute nicht interessiert. Wir sind einfach los gelaufen. Es war schon fast total dunkel. Bonnie hatte ihr neues Halsband mit rundum Beleuchtung, Leuchtdiode an der Leine, und ich mit Stirnlampe.

Kurz vor der Kanalüberführung an der Mainstr. trafen wir auf das "Mainstrassen Rudel", junge, nette Leute mit ihren vierbeinigen Lieblingen. Es ist immer wieder schön, wie die Tiere sich verstehen und sich freuen.

Dann liefen wir weiter in die schnell zunehmende Dunkelheit. Hinter dem Hafen in Berenbusch schmiß Bonnie sich plötzlich zu Boden und wälzte sich in einem toten, ca. 60 cm langen Aal. In der Dunkelheit hatte ich das Tier übersehen, aber Bonnie nutzte gleich die Gunst der Stunde. Die Badewanne ist nun natürlich fällig.

Wir liefen weiter. Nun wurde es so dunkel, das ich die Stirnlampe aktivierte. Auf der gegenüber liegenden Seite leuchteten ab und zu die Lampen der Angler. Aber hier auf dieser Kanalseite, da traf ich keinen Menschen mehr. Gelegentlich riß die Wolkendecke auf und der fast volle Mond erleuchtete für kurze Zeit die Felder und den Leinpfad. Ein Gefühl von Ruhe kam auf. Bonnie trabte so schön gleichmäßig neben mir her, ich vergaß Zeit und Raum. Ein leeres Binnenschiff überholte uns, aber selbst Bonnie ließ sich davon nicht beeindrucken. Sonst legte sie sofort im Tempo zu, aber heute behielt sie ihren Törn, kein Zeichen von Tempoverschärfung. Sie ließ sich nicht aus ihren Trott bringen. Ich glaube, sie fühlt besser als jeder Mensch, wie ich mich fühle und was ich momentan brauche. Nämlich Ruhe und Gelassenheit. Kein Streß. Und so läuft sie und ich dann natürlich auch.  In Rusbend verlassen wir den Kanal und der Weg führt uns in den stockdunklen Wald. Herrlich, ich fühle, wie die Ruhe einkehrt und geniesse jeden Schritt. Hier sind wir vollkommen alleine. Es ist einfach wunderschön. Zu schnell geht dieser Streckenabschnitt zu Ende. Über die Kreisstraße führt uns der Weg wieder an den Kanal. Hier leuchtet uns der Mond und heißt uns willkommen. Noch knapp 5 km, dann sind wir zu Hause. Den restlichen Weg treffen wir auch auf keine Menschenseele und  nach 2:22 Std. kommen wir zu Hause an. 

12.11.2005

Kleine Dorfrunde mit Bonnie. Aber mit der Gesundheit wird es deutlich besser.

11.11.2005

Heute beginnt die neue Jahreszeit für die Jecken. Auch für mich Laufjecken beginnt eine neue Zeit. Die Grippe ist hoffentlich ausgestanden. Darum sind Bonnie und ich zur großen Kanalrunde aufgebrochen. Es war schon nicht so einfach, wieder in den Rythmus zu kommen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Die Freunde und Bekannten, meist Hundebesitzer, freuten sich, uns wieder zu treffen. So führten wir manch nettes Gespräch. War auch gut so. Die kleinen Pausen kamen mir doch sehr gelegen. Die lange Pause merkt man doch. Aber nach 2:29 Std. waren wir dann wieder zu Hause. Auch Bonnie merkte man den Lauf an. Es dauerte nicht lange und sie lag in ihrer Ecke. Tiefes Schnarchen sagt alles. Glücklich ist sie, das zumindest deutet ich aus ihren gelegentlichen tiefen Grunzen.

10.11.2005

Um 22:30 zum Laufen gekommen. Es war 23:12 Uhr, als das Telefon klingelte. Der letzte Einsatz in der Bereitschaft. Ab morgen Mittag ist eine Woche Urlaub angesagt.

09.11.2005

Bereitschaft, platt, kaum Zeit zum Laufen. Vier km mit Bonnie.

08.11.2005

Ja, es geht aufwärts. Heute sind Bonnie und ich schon acht Kilometer gelaufen. Ohne Fehl und Tadel. Es macht wieder richtig Spaß.

07.11.2005

Heute Abend bin ich das erste mal wieder beschwerdefrei gelaufen. Gut vier Kilometer und es war wunderschön. So kann es weiter gehen.

06.11.2005

Mehr als 2 km will ich so nicht laufen. Lieber dann noch etwas wandern mit Bonnie. Der Husten schwindet täglich mehr. Hoffentlich geht es so weiter. Start der Winterlaufserie in Hörkamp-Langenbruch diesmal leider ohne mich. 

05.11.2005

Mehr als 2 km will ich so nicht laufen. Lieber dann noch etwas wandern mit Bonnie.

04.11.2005

Urlaub zu Ende. Gleich wieder Rufbereitschaft und Einsätze.

Mehr als 2 km will ich so nicht laufen. Lieber dann noch etwas wandern mit Bonnie.

03.11.2005

Mehr als 2 km will ich so nicht laufen. Lieber dann noch etwas wandern mit Bonnie.

02.11.2005

Urlaub und krank. Wunderbar, so hab ich mir das vorgestellt  ;-(

01.11.2005

Wie gestern. Die Erkältung bremst mich immer noch aus.

31.10.2005

Bei herrlichsten Herbstwetter sind Bonnie und ich heute Nachmittag mal wieder im Wesergebirge gewesen. 6 km sind wir gewandert und zum Schluß dann die letzten 3 km gelaufen. Nach den Halsschmerzen folgt nun verstärkt der Husten. Es bleibt mir nichts erspart. Urlaub und nicht laufen können. Der Alptraum eines Ultraläufers. Hier wird er wahr.

30.10.2005

Früh morgens mit Bonnie eine kleine Dorfrunde. Halschmerzen werden deutlich weniger.

29.10.2005

Kleine Dorfrunde mit Bonnie.

28.10.2005

Wie gestern. Lieber erst wieder richtig fit werden.

27.10.2005

                 
Ein herrliches Panorama bietet sich uns auf dem Rückweg im Hafen Berenbusch.

Mit Bonnie eine kleine 4 km Runde am Kanal. Dabei mal wieder Jochen und seinen Onkel Herbert getroffen. Lange hatten wir uns schon nicht mehr gesehen, dabei haben wir unsere gemeinsame Jugend hier am Kanal verbracht, hier gezeltet und gespielt.

26.10.2005

4 km Runde mit Bonnie am Kanal. Halsschmerzen und Husten bremsen mich aus.

25.10.2005

Nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie.

24.10.2005

Da ich einen Teil meines Resturlaubes angetreten habe, haben Bonnie und ich die Zeit, nachmittags zu laufen. Trotz strömenden Regens sind wir zum Kanal und dort bis Hiddensaborn gelaufen. Zurück haben wir den herrlichen Weg durch den Schaumburgerwald genommen. Trotz Dauerregen war es ein wunderschöner Lauf. Auch Bonnie ließ sich nicht durch das schei..... Wetter beeindrucken. Sie lief ihren Törn wie gewohnt. Sie ist doch die trteueste Begleiterin, die man sich wünschen kann.

23.10.2005

Teichwiesen


Teichwiesen Marathon wollte ich heute laufen. Hatte dazu gestern noch mit Christian Hottas telefoniert. Die mindest Teilnehmerzahl schien gesichert.

So bin ich dann um 6:30 Uhr nach Hamburg aufgebrochen. Schon unterwegs schwante mir Übles. Heftige Regenfälle und stellenweise starke Böen waren mein Begleiter.

In Volksdorf angekommen, sah es aber noch etwas besser aus. Ich hatte noch Hoffnung, daß der Lauf stattfindet. Aber mit zunehmender Dauer schwand die Hoffnung. Lediglich Christian   erschien. Bepackt mit Klapptisch, heißen Wasser für den Tee und sonstigen Zubehör, erschien er pünktlich zum Marathonstart. Aber sonst keiner.

Wir beide treuen Kämpfer an der Front gaben nicht auf. Brav warteten wir, ob nicht noch jemand käme.

In der Zeit plauderten wir viel über die momentane Situation. Basias Krankheit war dabei ein Hauptthema. Das, was die Beiden da momentan durchstehen müssen, das ist schon eine Prüfung auf Herz und Nieren. Da kann ich nur den Hut ziehen und eine ganz tiefe Verbeugung machen. Christian, ich bete für Euch und das Euch nicht der Mut verläßt.

Du bist nicht nur ein läuferisches Vorbild für mich, Deine menschliche Art steht da sogar noch deutlich drüber. Ein Trost für mich war heute, daß ich in Deinen Augen noch einen Glanz sah, als Du von den Läufen erzähltest, die Du noch gerne laufen und veranstalten möchtest.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld für die schwere Zeit, die noch vor Euch liegt.

Du warst und bist für mich immer noch die Seele des 100 MC, das was Du da geleistet hast, das müssen andere erst einmal schaffen.

Es war trotz allen wetterbedingten Widrigkeiten ein schöner Gedankenaustausch mit Dir.

Halte den Kopf oben.

22.10.2005

Mit Bonnie zum Mittellankanal und dort ein kleines Stück dran entlang. Zusammen 8 km.

21.10.2005

Auch heute nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

20.10.2005

Wieder nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie.

19.10.2005

Wieder nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie.

18.10.2005

Nur kleine Dorfrunde mit Bonnie.

17.10.2005

Mit Bonnie eine ruhige Kanalrunde gelaufen. Die Bissatacke von gestern hat sie wohl vergessen. Sie läuft jedenfalls, als ob nichts gewesen wäre. Meine Halsschmerzen sind auch weg, lediglich die Nase läuft noch ziemlich kräftig. Aber sonst ist alles in Ordnung.

16.10.2005


Morgens um 9:00 Uhr trafen wir uns am Steinzeichen in Steinbergen. Von dort liefen wir bei schönsten Herbstwetter hoch zum Klippenturm, um den Klippenturm und um die Lange Wand. Gespannt lauschte ich Davor´s Erzählungen vom Deutschlandlauf. Den hat er dieses Jahr mitgelaufen und gefinisht. Bravo, Davor. Eine tolle Leistung.

Vor lauter Erzählen verflog die Zeit wie im Nu. Nach 1:54 Std. waren wir wieder am Startplatz. Es war ein toller Lauf.

Nachmittags bin ich dann mit Bonnie noch die Kanalrunde über 20 km in 2:17 Std. gelaufen. Dabei wurde Bonnie ganz hinterhältig von einen Münsterländer angefallen und gebissen. Zum Glück konnte sie weiter laufen. Das Frauchen des Münsterländers schmiß ihr Tier zu Boden und trat es immer wieder in den Bauch und Rücken. Am Liebsten hätte ich es mit Ihr genauso getan. Solche Menschen dürften keinen Hund besitzen.

15.10.2005

Den Rothaarsteig Marathon hab ich abgeschrieben. Mit Halsschmerzen laufe ich keinen Marathon. Aber Davor Bendin hat angerufen, er wäre wieder in der Heimat. So verabreden wir uns für einen lockeren Trainingslauf am Sonntag. Heute sind Bonnie und ich auch nur die kleine Dorfrunde gelaufen.

14.10.2005

Wie gestern. Nur die kleine Runde.

13.10.2005

Morgens mit Halsschmerzen aufgewacht. Daher mit Bonnie nur eine kleine Runde gelaufen.

12.10.2005

Das Arbeitsprogramm hab ich heute hervorragend beendet. Alles ist bestens gelaufen. Nun kann ich mich wieder auf den Alltag konzentrieren. Bonnie fühlt wohl richtig, das das Leben in gewohnte Bahnen läuft. Von Anfang an gibt sie Gas. Sie merkt, das wir heute wieder lang laufen wollen. Keine Sekunde gibt sie nach, sie muß immer vorne laufen und mich ziehen. Es ist eine wahre Freude. Auch mir springt das Läuferherz über. Die Last der letzten Tage ist von den Schultern genommen, das beflügelt. So merke ich garnicht, wie schnell die Kilometer dahinfliegen. Das herrliche Herbstwetter, der Sonnenschein, das farbenprächtige Laub. Wir saugen sie förmlich ein, diese Stimmung. Der Herbst kommt richtig rüber. Es ist schön, hier zu leben und hier laufen zu dürfen. Bonnie gönnt sich keine Pause. Zwei mal nur geht sie schwimmen, dafür nimmt sie jede Ente, die so schon von weiten erkennt, aufs Korn. Und das heißt: Volle Kraft vorraus, Tempo, Tempo, bloß das Vieh nicht entkommen lassen. Aber sie hat nie Erfolg. Die Enten sind doch immer schneller. So schaukelt sie sich immer höher, das Tempo wird immer schneller. Ich hatte die letzten Tage immer das Gefühl, das eine Erkältung im Anflug ist. Aber heute war alles Makkulatur. es paßte einfach alles. Als wir dann am Sperrtor in Berenbusch ankommen, da stößt ein Läufer auf uns zu. Vor uns erreicht er den Leinpfad, aber es ist ein Kucken, und ruck zuck sind Bonnie und ich dran vorbei. Der zweite Wind kommt und wir legen noch einen drauf.

Der letzte Kilometer vergeht wie im Flug. Schon haben wir den Dorfeingang erreicht. Das Tempo bleibt gleich hoch. Bonnie läßt nicht locker. Durch die Spielstraße und unter den Bahnunterführung hindurch, nähern wir uns dem Heimatgehöft. Keine Spur mehr von Erkältungsanzeichen, das Tempo bis zum Schluß mühelos gehalten. Ich fühle, das Bonnie eine neue Bestzeit gelaufen hat. Ohne Brille kann ich die Zeit auf der Uhr nicht erkennen. Aber als wir dann zu Hause sind und ich die Brille aus dem Rucksack hole, um die Zeit zu lesen. Da bin ich doch erstaunt. 1:50:43 Std. für die 22 km Strecke. Das ist ein neue Bestzeit für Bonnie. Suuuuuper, Bonnie. Es war ein toller Lauf mit Dir.

Dafür hat sie auch eine extra Portion ihres Lieblingsfutters bekommen. Danach tollt sie noch mit den Kindern herum. Nun aber liegt sie neben mir in ihrer Ecke und ein gleichmäßiges Schnarchen zeigt mir, das sie mit sich und der Welt doch sehr zufrieden ist. Bonnie, du bist doch meine Beste.

11.10.2005

Die Arbeit ist so gut wie beendet. Alles ist gut gelaufen. Morgen noch einmal Gas geben. Dann kehrt wieder Ruhe ein. Dorfrunde mit Bonnie. Phil wird heute 4 Jahre alt. Da hab ich mir doch glatt 3 Bratwürste drauf gegönnt.

10.10.2005

Dank der antrainierten Ausdauer und Gelassenheit kann ich auch den deutlich erhöhten Arbeitsaufwand und Bereitschaftsdienst überleben. Aber wenig Zeit zum laufen. Paßt auch ganz gut, denn vor dem Marathon kann ich so das Training nicht überziehen. Darum nur die Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

09.10.2005

Heute Morgen traf ich Bernd beim Bäcker. Während ich meinen obligatorischen Salatteller leerfutterte, unterhielten wir uns. Natürlich übers Laufen. Beide wollten wir heute noch im Schaumburger Wald laufen. Ein gemeinsamer Termin wurde schnell gefunden.

Um 16:10 liefen Bonnie und ich zu Hause los, damit wir pünktlich am Waldparkplatz eintreffen. Wir hatten kaum die Hälfte des Weges hinter uns, als das Handy klingelte. Bernd war dran, um uns mitzuteilen, das er wohl schon 10 Minuten eher da wäre. Kein Problem für uns, Tempo anziehen und dann klappt das mit uns auch. So war es dann auch. Fast gleichzeitig trafen wir am Waldparkplatz ein. Nach kurzer Begrüßung liefen wir dann auch los. Wunderbares Herbstwetter mit ungewöhnlich warmen Temperaturen war heute angesagt. Ein Genuss, laufen zu können. Viel Laub liegt schon auf den Waldwegen und man muss aufpassen, das man nicht auf Kastanien tritt und sich die Bänder reißt.

So laufen wir dann in Richtung Julianes Grabstätte und biegen ca 1 km später links ab. Von hier treibt es uns quer durch den Wald bis zum Schloss Baum. Dort führt uns der Weg auf einer nie enden wollenden Teerstraße tief in den Wald. Irgendwann kommen wir dann wieder an den Mittellandkanal. Nun treffen wir wieder auf viele Radfahrer und Walker. Das herrliche Wetter lockt doch viele Menschen raus in die Natur. Der Herbst ist aber auch eine schöne Jahreszeit.

Nach 1:37 Std. erreichen wir wieder den Waldparkplatz. Nach einem kurzen Schnack trennen sich unsere Wege. Er fährt mit dem Auto nach Hause und Bonnie und mich treibt das herrliche Wetter noch einmal in den Wald um dann in Berenbusch wieder an den Mittellandkanal zu kommen. Es wird nun schon rasch dunkel. Genau zum richtigen Zeitpunkt verlassen wir den Kanal und kommen ins Dorf. Nach 3:14 Std. erreichen wir unser Gehöft. Am 131. Streaktag haben wir 31 km gelaufen. Das war aber nun wirklich Zufall.

08.10.2005

Auch heute wieder den ganzen Tag beruflich unterwegs, nur Gelegenheit für eine kleine Dorfrunde. Nächste Woche wird es wieder ruhiger.

07.10.2005

Die fünf Kilometer Dorfrunde spät Abends mit Bonnie.

06.10.2005

Mit Stirnlampe ausgerüstet die 22 km Runde gelaufen. Bonnie war natürlich mit dabei.

05.10.2005

Wie am Vortag.

04.10.2005

Beruflich sehr eingespannt. Nur eine fünf Kilometer Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

03.10.2005

Läuferisch war es kein guter Tag. Die Kilometer wurden immer länger, der Schritt immer schwerer. Was blieb mir anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Mentale Härte zu trainieren. Also verlängerte ich die Strecke um ca. 3 km. Ich lass mich doch nicht von einer körperlichen Krise unterkriegen. Also weiter. Wenn der Schritt auch langsam ist, aber ich halte durch. Unterwegs treffe ich dann noch Bernd auf der anderen Kanalseite.

Irgendwann, nach unendlich langer Zeit, verlasse ich den Kanal und werde dann an der Mainstraße von einem Treffen der Hundefreunde aus der näheren Umgebung überrascht. Gut, das ich die Kamera dabei hatte. So werde ich ein wenig abgelenkt und laufe anschließend wieder locker richtig Heimat. Am Ende überlege ich sogar, eine zweite Runde anzuhängen. Aber das lasse ich dann doch lieber.


























02.10.2005

Was für ein schöner Tag. Als Bonnie und ich heute zur Kanalrunde starten, ahnen wir noch nicht, welche Überraschungen der Tag für uns bereit hält. Denn als wir am Parkplatz im Wald angelaufen kommen, ruft mich dort ein Läufer mit Namen. Als ich genauer hinschaue, erkenne ich Ihn auch sofort. Manfred, ein Lauffreund aus den 100 km Tagen, damals, vor unendlich langer Zeit. Lange hab ich nichts mehr von Ihm gehört und gesehen. Und hier im tiefen Wald steht er plötzlich vor mir. Kräftig schütteln wir die Hände. Dann klönen wir erst einmal ausgiebig. Manfred fährt jetzt ein Sportboot, ist im Vorruhestand und läuft noch regelmäßig 3-4 mal die Woche. Ich freue mich mächtig, das Er noch läuft. Seine Frau läuft auch noch, aber nach Ihrer schweren Krankheit nur noch auf dem Laufband. Von hier die besten Genesungswünsche an Sie. Kopf hoch, es wird alles gut.

Dann verabschieden wir uns und Bonnie und ich laufen weiter, Richtung Grabstätte der Juliane. Dort wartet die zweite freudige Begegnung auf uns, Marina, Sven und die gemeinsamen Kinder stehen plötzlich vor uns. Da kommen Freudenrufe auf, die Kinder wollen ein Stück mit mir zusammen laufen. Ich erfülle ihren Wunsch und dann ist Fotosession.

Da kommen Bonnie und ich um die Kurve gelaufen.

Die Bilder
sprechen
für sich.
Der goldene
Oktober fängt
super schön
 an, So kann
es weiter gehen.
Nach 2:05 Std.
waren wir zu Hause.
Die Strecke fällt
mir immer leichter.
Mit 65 % der HF - Max
laufe ich nun diese Strecke.
Früher lag ich bei der
Endzeit bei
einer HF - Max von
75 %.-80%.
Das konsequente
Abnehmen
und regelmäßige Laufen
zahlen sichaus. Da gibt
es nichts dran zu rütteln.
Dazu Bonnies liebevolle
Begleitung. Kann es mir
 besser gehen?
Ich glaube kaum.
Ich bin darüber sehr
dankbar und freue mich
immer über neue
Erlebnisse beim Laufen.

01.10.2005

Der Tag, gestern, mit schweren Beinen und mentaler Leere, brachte heute wie aus heiteren Himmel ein herrlicher Lauf. Trotz Regenwetter und Wind sind wir die 22 km Runde durch den Schaumburger Wald in 1:59 Std. gelaufen. Bonnie fand wohl nach dem vielen Regen keine richtige Fährte und lief immer nur vorwärts. Mir war es recht, denn so kam ich einmal aus dem Ultra Schlapp-Schritt und wir liefen recht zügig. Auf der anderen Kanalseite bei km 110 rief uns eine Frau zu, die wir schon länger kennen, sie wünschte uns ein schönes Wochende und einen schönen Lauf. Das war es dann auch schon mit Laufbegegnungen. Das schlechte Wetter lockt wohl nicht viele raus. Für uns ist es jedenfalls ideales Laufwetter.


30.09.2005

In so einem Team macht das Arbeiten trotzdem immer noch richtig Freude. Hoffentlich bleibt es so. Trotzdem war ich nach dieser Woche Bereitschaftsdienst mental platt. Bei der heutigen Runde mit Bonnie merkte ich das deutlich. Der Kopf war müde, die Nächte mit halben Schlaf fordern ihr Tribut. Aber Bonnie und ich haben sich durchgeschlagen. Die Kilometer waren heute doppelt so lang wie sonst, Aber da muss man durch.

Unterwegs trafen wir wieder viele Bekannte und auch neue Hundefreunde. So wie hier. Dieser 4 Monate alte Hund freut sich, Bonnie kennen zu lernen.


29.09.2005

Letzter Abend mit Rufbereitschaft. Viel Stress auf der Arbeit. Die Einsätze nach Feierabend erlauben keinen langen Lauf. Darum nur 5 km Runde mit Bonnie.

28.09.2005

Treppenlauf im Wohnhaus ( beruflich ) :-), mit ein- und auslaufen knapp 3 km, dann mit Bonnie noch 2 km durch den Dorfkern.

27.09.2005

Ein super wunderschöner Laufabend. Von Anfang an bestimmte Bonnie das Tempo und ich ging gerne darauf ein. Sie war einfach nicht zu bremsen. Nur drei mal ging sind in den Kanal um zu schwimmen.  Dann trafen wir noch auf zwei junge Männer, die einen Rüden dabei hatten. Der kümmerte sich zwar nicht um Bonnie, aber Bonnie nahm erstmalig von Fremden ein Leckerchen an und forderte sogar noch Nachschlag. Dann lief sie fröhlich weiter. Und wie so los stürmte. Ich folgte ihr natürlich gerne, denn auch ich hatte richtig Lust, etwas schneller zu laufen. Kurz hinter der B 482 trafen wir noch auf Blacky und Frauchen. Wieder ein kleiner Schwatz und Bonnie zog schon weiter.

So erreichten wir nach 1:57 Std. den Heimathafen. Glücklich und zufrieden sind wir angekommen. Der Stress des Tages ist vollkommen vergessen. Es ist herrlich, so laufen zu können. Wir sind sehr dankbar darüber.

26.09.2005

Lange am PC gearbeitet. Anschließend noch ein 5 km Runde mit Bonnie im Dorf gelaufen.

25.09.2005

Bei der großen Kanalrunde nichts mehr vom Knie gemerkt. Es lief wunderbar. Trotz Unterhaltung mit Anglern und anderen Hundefreunden die 22 km Runde in 2:17 Std. gelaufen. Es war wunderschön, besonders das Wetter.

24.09.2005

Noch ein wenig das Knie schonen. Mit Bonnie 15,5 km zum Kanal und wieder zurück. Lief schon wieder ganz gut.

23.09.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Das verletzte Knie schonen. Bin gestern Abend kurz vor der Haustür über eine hochstehende Gehwegplatte gestolpert und hab mir das Knie aufgeschlagen.

22.09.2005

Mit Bernd im Schaumburger Wald getroffen. Dann eine super Strecke mit Crosseinlagen um die Bombenteiche gelaufen. Dann wieder an den Kanal und durch den Schaumburger Wald. Auf dem Rückweg war es schon ziemlich dunkel und erstmals kam die Stirnlampe in Einsatz. Bernd hat erstmalig die 100 Minuten Schallmauer gebrochen. Glückwunsch. Ich war nach 3:11 Std. wieder zu Hause. 29 km lagen hinter uns.

21.09.2005

Unsere Kanalrunde in 02:14 Std. gelaufen, Herrlich war es.

20.09.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie. Regeneration.

19.09.2005

Wieder so ein wunderschöner Altweibersommertag. Ideales Laufwetter. Bernd wollte heute gerne mal mit uns eine Runde im Schaumburger Wald laufen, um die Sehenswürdigkeiten hier im tiefen Wald kennen zu lernen. Also hatten wir uns für halb sechs am Wanderparkplatz verabredet. Bonnie und ich sind dann pünktlich dort angelaufen gekommen. Bernd war auch schon da und wir starteten dann gemeinsam durch. Es dauerte nicht lange, und wir hatten unser Tempo gefunden.

Schon nach knapp einen Kilometer kamen wir zum ersten Schmuckstück, dem Grabmal der Juliane. Wer den Standort nicht kennt, der läuft dort schnell vorbei.

              
Bei den hier herrschenden Lichtverhältnissen  sind die Bilder nicht so besonders geworden.
Dann liefen wir weiter bis zur Pyramide, die auch gut versteckt im tiefen Wald liegt.     
Auch hier wieder schlechte Lichtverhältnisse. Aber in der Natur sieht es alles viel besser aus.
Dann starteten wir wieder durch. Bernd gefiel das Laufen wohl ganz gut. Mutig hängte er noch einen Abstecher zum Kanal ran. Über meine Hausstrecke kamen wir nach Berenbusch und dort wieder in den Wald. Hinter dem Schießstand her liefen wir dann Richtung Kreisstraße wo wir uns dann trennten. Bernd freute sich ebenso über einen schönen Lauf, wie Bonnie und ich auch. Das könnten wir öfter einmal gemeinsam machen. So lernt man Land und Leute kennen.
Bonnie und ich liefen dann noch eine kleine Schleife und der Start in diese Woche lief mit 25 km doch recht gut an.
auf der Topographischen CD hab ich dann die Laufstrecke mit Bernd ausgemessen. Für Ihn kamen exakt 13 km auf das Kilometerkonto. Bei Bonnie und mir wurden es dann bis auf 55 Meter 25 km.

18.09.2005

Heute ist Bonnie zu ihrem Recht gekommen. Um kurz nach fünf liefen wir Beide los. Kanalrunde war angesagt. Ich hatte mir den Walkman mitgenommen, um die Wahlergebnisse und Berichte mitzubekommen. So hatte ich auch gute Unterhaltung. War schon lustig, wie ich entgegen kommende Wanderer und auch Radfahrer mit den Wahlergebnissen einen kurzen Kommentar abluxte.

Das Wetter war ideal zum Ballon fahren. Dementsprechend waren auch viele Ballons unterwegs und wir beobachteten einen bei der Landung. Da freute sich das Herz des "Aufsteigenden Morgenaeronauten Rainer, über dem Morgendunst, hoch über dem Wesergebirge", so mein mir verliehener Name nach meiner ersten Ballonfahrt.

Nach dem gestrigen herrlichen Tag war auch heute wieder ein Traumhafter Altweibersommer Tag. Läuferherz, was willst Du mehr?

Es ist einfach schön, täglich laufen zu können.

17.09.2005

Von zu Hause durch den Schaumburger Wald auf der Fürstenroute nach Wiedensahl und zurück gelaufen. Wunderschönes Laufwetter. Nur Bonnie fehlte mir. Sie ist läufig und da wollte ich sie nicht auf so eine lange Strecke mitnehmen.

16.09.2005

25 km mit Bonnie am Kanal und durch den Schaumburger Wald. Die Strecke des Sparkassen Marathon wird oft gekreuzt. Das Laufen macht wieder richtig Freude.

15.09.2005

Es lohnt sich, etwas Ruhe einzubringen. Heute nur 3 km mit Bonnie. Aber ich scharre schon wieder mit den Hufen. Um 20;30 Uhr ins Bett gegangen, super geschlafen.

14.09.2005

Wie gestern, ruhig Blut, dann wird es wieder. Dorfrunde mit Bonnie.

13.09.2005

Übertrainingssymthome deuten sich an. Strecke und Tempo reduzieren. Die Dorfrunde mit Bonnie reicht.

12.09.2005

Selbst am heutigen 30. Hochzeitstag gelingt es mir, mit Bonnie eine 17,6 km Runde am Kanal zu laufen. Wenn auch in einer indiskutablen Zeit, aber da Bonnie läufig ist, gönne ich Ihr die Zeit.

11.09.2005

Mit Bonnie die Kanalrunde. Leichter Nieselregen begleitet uns. Infolge dessen kaum Menschen unterwegs. Die paar,die ich treffe, verwickeln uns gleich in lange Gespräche. Darum heute keine gute Zeit, aber die Unterhaltung war auch nicht schlecht und der soziale Aspekt ist nicht zu verachten. Was hab ich hier schon an Menschen kennen gelernt.

10.09.2005

Mit Bonnie eine lockere Dorfrunde. Der Arbeitstag im Garten war ganz schön lang und anstrengend.

09.09.2005

1. Luhdener Straßenlauf.  Eine tolle Veranstaltung. Ich war dabei. 


08.09.2005

Ein schöner Tag. Heute ging ein wirklich guter Lehrgang zu Ende, Tochter Marina hat Geburtstag und Bonnie lief mit mir ein tolles Rennen. Dazu hab ich heute den 100. Streaktag in der Dritten Serie. Außerdem ist heute der letzte Tag der Bereitschaft. Über soviel Glück sollte man dankbar sein, und das bin ich auch.

07.09.2005

Mit Bonnie zum Kanal gelaufen. Hin und zurück 8 km. Wollen es mal ruhig angehen lassen.

06.09.2005

Mit Bonnie durch den Wald und am Kanal in die Dunkelheit gelaufen. Fast täglich kann man merken, wie es eher dunkel wird. Aber noch viel schöner fühlt es sich an, mit 13 kg weniger Gewicht zu laufen. Nach den harten letzten 77 Tagen hab ich den größten Meilenstein erreicht. 75 Kg bei 181 cm Größe. Darauf hab ich mir heute zwei Stück Apfelkuchen gegönnt. Das war ein Hochgenuss. Aber trotzdem werde ich mich an diese Ernährungsform weiter halten. Es bekommt mir einfach besser. Sodbrennen und Völlegefühl kenne ich nicht mehr. Kraft und Ausdauer sind geblieben. Gerade heute merkte ich besonders, wie leicht ich doch trotz des Marathons vom Sonntag schon wieder laufen kann. Ich fühle mich einfach viel wohler und fitter.

Zum Rothaarsteig Marathon am 15.10.2005 möchte ich gerne noch 3 Kg an Gewicht verlieren. Ob ich das wohl noch schaffe?

05.09.2005

Der Tag danach. Die Vernunft sagt mir, ich soll mit Bonnie zum Kanal und dann durch das Dorf zurück laufen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Kaum am Kanal angekommen, da bettelt Bonnie, sie möchte doch weiter in Richtung Wald laufen. Ich kann sie nicht bremsen. Da ich mich aber auch noch richtig locker und gut fühle, gebe ich ihr nach. Also weiter. Im Hafen Berenbusch treffen wir wieder unseren Angler, der uns erst einmal freudig begrüßt und dann das Neueste vom Angeln erzählt. Die Barsche werden doch jetzt größer, Zander beißt kaum noch, usw. Geduldig hören wir zu und dann laufen wir weiter. Ein toller Dalmatiner Rüde begegnet uns noch. Er ist ganz von Bonnie angetan. Sie weist ihn jedoch deutlich in die Schranken. Es ist schon fast 20:00 Uhr als wir in den Wald laufen. Ein gespenstische Zwielicht herrscht hier schon. Aber das genießen wir. Und selbst hier treffen wir noch auf Bekannte. Die Frau, die hier immer den Mischlingshund ausgeführt hat, da ihr Sohn in Urlaub war, sie springt vom Rad und unterhält sich freudig mit uns. Das ist meine beste Erfahrung im vergangenen Jahr gewesen, das man als Hundebesitzer doch sehr viele Bekanntschaften auch beim Laufen schließen kann.

Dann geht es weiter. Als wir am Kanal ankommen, da bin ich doch froh, das wir aus dem Wald raus sind. Hier kann man doch noch besser sehen. Aber die letzten 2 Kilometer, da könnte ich doch schon fast die Lampe gebrauchen. Zum Glück kommen wir dann doch noch unbeschadet in Dorf zurück. Nach 2:08 Std. erreichen wir das Gehöft. Vor der Einfahrt parkt ein Bully, der von Steve, dem walisischen Wunderläufer. Das verspricht noch, ein schöner Abend zu werden.

04.09.2005

Heute fand der  Steinhuder Meer  Marathon statt. Natürlich war ich dabei. Liegt ja vor meiner Haustür. Kurz nach Sieben war ich dort. Viele Bekannte traf ich und über das Erzählen verging die Zeit bis zum Start um 9:00 Uhr sehr schnell.

Der Lauf führte uns durch eine wunderschöne Landschaft. Selbst durch Naturschutz Gebiete führte uns der Weg. Nur die Sonne machte mir das Leben schwer. Sonst laufe ich immer erst Abends, wenn die Tageshitze vorbei ist. Das rächte sich heute bei mir. Die Verpflegungsstände ließen bei mir keine Wünsche offen und halfen mir immer wieder über die Krisen hinweg. So kam ich nach 4:11 Std. durch das Ziel gelaufen, stolz, auf den letzten 5 km doch noch manch jüngeren Läufer geputzt zu haben.

Damit war ich trotz der Hitze noch 10 Minuten schneller als in Lilienthal, wo für meine Wünsche die idealen Wetterbedingungen herrschten.



09.2005

Mit Bonnie zum Kanal und durch das Dorf zurück. Acht Kilometer, ganz locker.

02.09.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie.

01.09.2005

Wie gestern. Wieder nur eine kleine Runde mit Bonnie gelaufen.

31.08.2005

Viel Arbeit, kaum Zeit zum Laufen. Nur eine kleine Runde mit Bonnie gelaufen.

30.08.2005

Nur eine kleine Dorfrunde mit Bonnie getrabt.

29.08.2005

Mit Bonnie eine gemütliche Runde im Wesergebirge gelaufen. Beruflich und privat gibt es viel Arbeit, da brauche ich Abends etwas mehr Ruhe. Und die genieß ich mit Bonnie.

28.08.2005

Nach dem gestrigen Tempolauf haben wir es heute deutlich ruhiger angehen lassen. Bonnie musste viel schnüffeln und sich auch mit anderen Hunden beschäftigen. Mir sollte es recht sein. So brauchten wir heute für die 22 km Kanalrunde 2:19 Std.

27.08.2005

Ich hab es ja immer schon gewusst. Bonnie ist genau so wunderbar verrückt, wie ihr Herrchen. Nach den Tagen der Ruhe und Erholung wollte sie es mir heute mal so richtig zeigen.

Als wir an der Aue hoch zum Kanal kommen, da muss Bonnie erst einmal ins Wasser und ihre Bahnen ziehen. Für sie ist heute Duathlon. Dabei merkt sie, das ein Schiff naht und dann an ihr vorbei zieht. Das kann sie sich natürlich nicht gefallen lassen. Also raus aus dem Wasser und die Hufe geschwungen. Das Schiff muss überholt werden. Ich werde regelrecht gezogen und muss schon mächtig Gas geben um ihr folgen zu können. So läuft sie km für km, immer mehr Tempo. Das Schiff ist längst hinter uns geblieben. Gelegenheit, noch einmal zu schwimmen. Dabei holt das Schiff wieder auf. Bonnie macht sich wieder auf die Socke. Das Tempo wird immer schneller. Keine Zeit für entgegen kommende Hunde. Sie lässt sich nicht aus ihren Rhythmus bringen. Mir macht es Freude. Denn auch mir hat die Regenerationswoche gut getan. Die Beine wetzen Meter für Meter, ohne das ich etwas merke. Genial, es rollt so richtig tofte. So macht Laufen Spaß.

Nach gut 6 km Tempolauf erreichen wir den Hafen in Rusbend und queren dort den Kanal. Das Schiff ist noch längst nicht an der Brücke angekommen. Wir winken dem Kapitän von der Brücke aus zu und verabschieden uns von ihm. Dann laufen wir weiter in Richtung Wald. Bonnie zieht mich immer noch vorwärts. Sie macht das Tempo und ich genieße es. So rollt km für km unter unseren Füßen dahin und wir kommen immer tiefer in den Wald. Plötzlich ruft es im Chor: Rainer, Rainer, Rainer. Verdutzt bleibe ich stehen. Dann kommt die Erleuchtung. Ich hatte Angela von dem Pilzvorkommen hier im Wald erzählt. Und nun war sie hier mit der ganzen Familie zum Pilze sammeln aufgelaufen. Das war eine Freude, sie hier begrüßen zu können. Die Kinder freuten sich über Bonnie und verwöhnten sie mit Streicheleinheiten, während Angela doch Respekt vor Bonnie zeigte. Obwohl Bonnie lammfromm ist, traute sie sich nicht, Bonnie zu streicheln.

Nach der kurzen Unterbrechung gab Bonnie sofort wieder Gas. Durch den Wald hindurch. am Kanal entlang, sie war nicht zu bremsen. Dann im Dorf das Gleiche. Immer vorwärts. Ich hatte das Gefühl, sie wollte heute nur einen Tempolauf machen, keine Zeit zum Schnüffeln. Immer nur vorwärts. Eine Kohorte Radfahrer schaffte es nicht, an uns vorbei zu kommen. Waren natürlich auch ein älteres Semester und würdigten unser Tempo mit einem kräftigen "Ahoi", um uns dann nach 1:55 Std. und 22 km auf den Hof abbiegen zu lassen. Ein toller Tempolauf mit Bonnie. Für Bonnie war es die beste bisher gelaufene Zeit auf der Strecke. Fast 10 Minuten schneller als ihre bisherige Bestzeit. Suuuper "Bonnie", ich bin stolz auf Dich.

Nun liegt sie frisch geduscht und vollgefressen auf ihrem Sofa neben meinem Arbeitsplatz, lauscht den Kinderstimmen, die draußen noch erklingen. Hin und wieder kommt ein leiser Schnarchton aus ihrer Kehle. Auch das genieße ich und freue mich.

26.08.2005

Es ist ja Regenerationswoche. Bonnie muss ihre Blessuren auskurieren und ich kann die Ruhe auch gebrauche. Darum nur 2,5 km gemütlich gelaufen.

25.08.2005

Eine gemütliche Runde um das Nammer Lager. Gute Höhenmeter dabei. Bonnie noch schonen.

24.08.2005

Mit Bonnie zum Kanal gelaufen. Ich will sie noch schonen, denn sie hat immer noch ein entzündetes Ohr. Wir haben uns richtig Zeit gelassen und die Langsamkeit genossen.

23.08.2005

Trotz ihrer Probleme mit dem linken Ohr hab ich Bonnie heute mit in den Berg genommen. Ein lockeres Läufchen war angesagt. Unterwegs trafen wir noch insgesamt 5 Läufer/innen aus meinem ehemaligen Verein. Ganz schön klein geworden, die Gruppe, die hier noch läuft. Aber Bonnie hatte nicht lange Ruhefleisch, sie wollte laufen und schnüffeln. So zogen wir beide weiter und freuten uns, das wir so laufen konnten, wie wir wollten und an keiner Strecke oder Tempogeber gebunden waren.

22.08.2005

Mit Bonnie war ich heute bei der Tierärztin. Bonnie hat eine Entzündung im Ohr, die ihr doch stark zu schaffen macht. Darum bin ich dann alleine gelaufen. Von Opa Walter hoch zum Wasserwerk und dann um das Nammer Lager. Ein toller Lauf, Tempo immer an der Obergrenze. Die letzten 1,5 km lief ich in 4:45 Min., allerdings bergab. Es war wie fliegen, die Schotterpiste machte mir nichts aus, ich war wie im Rausch. Nach 38 Minuten war ich zurück am Auto. Diese  Zeit bin ich das letztemal 1997 gelaufen. Nun aus dem Langstreckentraining heraus so ein Ergebnis, das gibt Auftrieb.

21.08.2005

Die Berglaufsaison ist eingeläutet. Mit Bonnie bin ich bei Opa Walter gestartet. Endlich mal wieder im Berg. Die ersten 1,5 km lief Bonnie ganz gut mit. Dann wurde sie immer langsamer und war kaum noch zu bewegen, weiter zu laufen. Ob ihr das Antibiotikum noch quer sitzt ? Ich will sie nicht kaputt laufen. Langsam laufen wir zurück zum Auto. Bonnie quält sich merklich. Ich bin froh, als wir am Auto ankommen. Betrübt liefere ich sie zu Hause ab. Hinterher erzählt Ulrike, Bonnie wäre erst einmal wie verrückt über ihr Fressen hergefallen und seit dem wäre sie wieder fit. Und sie vermisst bestimmt die Kinder, die alle zu Besuch in Dresden sind.

Ich fahre zurück und starte an den Nammer Fischteichen. Von dort laufe ich auf den Portaweg in Richtung Kleinenbremen. An der Absturzstelle des Düsenjägers halte ich kurz inne und gedenke des Piloten, dann geht es weiter. Die Kleinenbremer Crossrunde wird mitgenommen und dann geht es über den Portaweg zurück. Damit es etwas länger dauert, laufe ich noch um das Nammer Lager. Hier gebe ich richtig Gas und laufe mit Höchsttempo zurück zu den Fischteichen. Es hat richtig Spaß gemacht, mal wieder im Berg zu laufen.

20.08.2005

Heute war der letzte Tag unserer Mini Streak. Der 22. Tag mit mindestens 22 km. Den ganzen Tag hatte es geregnet, die Temperaturen lagen um 21°C und es war eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Zuerst lief es sehr schwer aber mit der Streckenlänge wurde es auch immer leichter. Selbst Bonnie lief immer nur vorwärts.  22 Tage immer die selbe Strecke laufen, 22 km lang. Das ist schon eine mentale Leistung, die man erst einmal umsetzen muss. Ich hab es geschafft. In den 22 Tagen bin ich zu den täglichen 22 km  2 mal 44 km gelaufen, 1 mal 26 km, 1 mal 36 km, alles zusammen 546 km. Das ergibt pro Tag durchschnittlich 24,8 km. Bonnie ist dabei einmal mit mir in 2:05 Std. gelaufen, ihre persönliche Bestzeit. Heute brauchten wir 2:10 Std. Nach dem Lauf stand die Waage bei 75,5 kg. Ich bin stolz, das ich das Abnehmprogramm nun schon 60 Tage durchhalte. Alles ohne Kohlenhydrate, mit Eiweiß und Salate. Ich fühle mich dabei pudelwohl und die Laufzeiten geben mir recht. So kann es weiter gehen.

19.08.2005

Mit Bonnie den 21. Tag mindestens 22 km gelaufen. Regen und Gewitter waren unser Begleiter. Trotzdem war es schön.

18.08.2005

Heute bin ich ohne Bonnie 36 km durch den Schaumburger Wald und am Kanal gelaufen. Bei den Temperaturen wäre es für Bonnie Quälerei geworden. Sie hat ja auch Antibiotikum nach ihrer Verletzung bekommen. Da wollen wir mal nicht übertreiben. Ich hab keine Schwächephase gehabt und bin gleichmäßig durchgelaufen. Nach 3:58 Std. war ich wieder zu Hause. Zwei Liter Wasser hab ich aus der Trinkblase gelutscht. Gut, das es soetwas gibt.

17.08.2005

Ich bin überglücklich. Bonnie und ich haben wieder einen schönen Lauf gehabt.  Zuerst begann er damit, das ich Bonnie eigentlich nach 5 km von Marina abholen lassen wollte. Sie fand einfach keinen richtigen Tritt. Ängstlich lief sie bei Fuß. Ob es die Schießübungen auf dem Standort Schießplatz waren, oder ob es etwas anderes war. Ich weiß es nicht, Sie wirkte unglücklich und traurig. Dann stand sie plötzlich Angesicht zu Angesicht mit einem Rebhuhn gegenüber. Beide waren total erschrocken. Im senkrechten Steigflug nahm da Rebhuhn reißaus, Bonnie ebenso, aber in der Horizontalen. Da war der Bann gebrochen. Jede Ente, die in der Nähe war, wurde gnadenlos aufgeschreckt. Man, war ich froh, als wir endlich im Wald waren und uns keine Ente mehr begegnete.

Das war dann so bei km 10 und wir begannen aus der Freude heraus, Intervalle zu laufen. Für jemanden, der so gut wie nie Intervalle gelaufen hat, kein leichtes Unterfangen. Aber so im Wechsel von ca. 500 m richtig Tempo bis zum Anschlag, dann wieder langsam austraben für ca. 1 km, das machte doch irgendwie Freude. Auch das die Beine so locker mitspielen nach den vielen km der letzten Tage. Das macht Lust auf mehr.

So kamen wir nach 02:16 Std. von unserer 22 km Runde nach Hause. Und unterwegs führten wir noch 3 x längere Gespräche mit Hundefreunden und Läufern.

So macht Laufen doch wieder richtig Freude. Hoffentlich hält die Form noch lange an.

16.08.2005

Heute ist der 18. Tag meiner internen Streak. In diesen Tagen bin ich 444 km gelaufen, das sind durchschnittlich 24,67 km jeden Tag. Ziel ist es, 22 mal mindestens 22 km zu laufen. Wenn ich das erreicht habe, dann geht es gezielt an das Berg- und Tempo Training. Die Pfunde purzeln nur so, und heute hab ich auf der 22 km Runde mit Bonnie schon Tempoeinheiten eingelegt. Einmal, als ein Vierer mit Steuermann uns am Kanal überholte. Das konnte Bonnie sich nicht antun lassen, sie gab mächtig Gas. Als wir dann in Rusbend im Hafen einliefen, hatten wir so viel Vorsprung, dass wir noch zur Brücke hochlaufen konnten, um von dort den Ruderern unseren Dank zu zuwinken und sich gebührend zu verabschieden.  Dann liefen wir weiter in den Wald. Auf der langen Betonstraße überkam es uns wieder. Knapp einen Kilometer liefen wir mit guten Tempo. Es machte richtig Spaß. Der Wettkampf mit den Ruderern hatte wohl die Muskeln gelockert und den Kopf aufgeräumt. Hinter dem Sperrtor in Berenbusch trafen wir dann auf Meike. Das ist Bonnies Tierärztin. Sie ging dort mit Mann und Hund spazieren. Ein kleiner Plausch mit Ihnen und dann drehte Bonnie von sich aus auf. Bis zur Abzweigung ins Dorf ließ sie nicht locker und zog mich hinter sich her. Ach, ist das schön. Das Tier fühlt genau, was ich machen muss und sie hilft mir. Nach 2:20Std. liefen wir zu Hause auf den Hof. Mir war nicht danach, das ich in den letzten 18 Tagen so viele km geschrubbt habe. Nein, ich fühlte mich wie neu geboren. Man sollte viel öfter Tempoeinlagen machen, dass baut auf und reißt einen aus den schlapp- schlapp- Schritt.

5.08.2005

Was passiert, wenn man an einem verregneten Sonntag einen guten Mittagsschlaf hält? Mir ging es so, das ich dafür heute Nacht ab 2:30 Uhr topfit war. Schlafen konnte ich nicht mehr. Immer hin und her wälzen im Bett, nicht einschlafen können. Das gönne ich mir eine halbe Stunde lang. Wenn ich dann nicht schlafe, dann gehe ich auf Strecke.

Um 3:16 stand ich vor der Haustür. Bewaffnet mit Rucksack und Stirnlampe lief ich los. Ein leichter Nieselregen, hin und wieder Nebel, der im Licht der Stirnlampe alles unwirklich erscheinen ließ. So begann mein Lauf. Am Kanal angekommen, wurde der Nebel immer dicker. Jeder Busch wirkte gespenstisch, in manchen sah ich Angler, die sich aber beim Näherkommen in Nebel auflösten. Am Kornspeicher in Berenbusch lief mir eine dicke fette Ratte fast über den Schuh, bevor sie im hohen Gras verschwand.

Dann im Schaumburger Wald angekommen, wurde es richtig gespenstisch. Im Lichtkegel der Stirnlampe sah ich rechts und links des Weges immer wieder Augen funkeln. Von Katzen, Füchsen und sonstigen Getier. Alle in gespannter Erwartung, was passiert. Aber nichts geschieht. Alles bleibt friedlich. Bis auf zwei Krähen, die ich mit meinem Lichtkegel in den Bäumen erfasste. Sie nehmenfluchtartig Reiß Aus und sorgten so für Unruhe. Ich genieße die Ruhe und das Alleine Sein, bin nur für mich da. Schön ist das. Schritt für Schritt ein Hochgenuss. Diese Stille in den frühen Morgenstunden habe ich schon immer besonders geliebt und ich erfreue mich daran, es heute wieder erleben zu dürfen. Aber alles hat ein Ende, so auch dieser Lauf. Im stark einsetzenden Regen komme ich nach 2:19 Std. wieder zu Hause an. Froh und glücklich, diesen schönen Nachtlauf gemacht zu haben.

Um 18:00 Uhr überzeugt Bonnie mich, dass ich mit ihr doch auch noch laufen muss. Wir Beide laufen wieder Richtung Kanal und Schaumburger Wald. Mental hab ich überhaupt keine Lust zu laufen. Aber nach zwei Kilometern ist alles vergessen. Es läuft gut und rund. Bis zum Wendepunkt im Hafen bleibt es auch so. Dann schleicht sich ein Gefühl der Müdigkeit ein. Mentale Müdigkeit. Nicht das die Kräfte nachlassen, nein der Geist ist schwach. Mit viel Mühe komme ich da wieder raus. Dann läuft es auch wieder. Mir wird bewusst, das ich in den letzten 17 Tagen 422 km gelaufen bin. Das heißt, durchschnittlich jeden Tag 24,8 km. Das ist eine Bank, die einen auch erdrücken kann. Aber die letzten Kilometer werden zu einem innerlichen Triumph Lauf. Die Beine werden wieder locker, der Kopf ist frei. Nach 2:25 Std. kommen wir erschöpft aber glücklich zu Hause an. Trockenen Fußes.

8.2005

Eigentlich wollte ich heute einen langen Lauf machen. Aber als ich um 04:00 Uhr rausschaue, da sehe ich nur dicken Dauerregen. Nach den vielen verregneten Tagen der letzten zwei Wochen hab ich keine Lust, einen Ultra im Dauerregen zu laufen. Ich lege mich wieder hin. Am Nachmittag laufe ich dann mit Bonnie die Kanalrunde. Bonnie ist glücklich, dass sie wieder laufen darf. Ich freue mich, dass sie wieder dabei ist. 2:19 Std. brauchen wir für die 22 km, obwohl Bonnie viel hin und her läuft und mich oft ausbremst. Es ist schön, das sie wieder dabei ist. Sie hat mir doch sehr gefehlt.

13.08.2005

Heute ist der 15. Tag mit mindestens 22 km. Ein Tempolauf in 2:05 Std und ein Lauf mit  2 x 22 km waren dabei. Dann noch ein Lauf über 26 km. Dementsprechend bin ich heute auch ziemlich müde, geistig und körperlich.

12.08.2005

14 Tage Rufbereitschaft liegen hinter mir. Bonnie verletzt. Keine guten Voraussetzungen zum Laufen. Der Schlaf fehlt. Ich quäle mich über die Runde.

11.08.2005

Trostloses Laufen ohne Bonnie. Als ich los lief war ich richtig platt. Jeder Meter kam mir doppelt so lang vor. Bei jeder Kreuzung säuselte mir Schweini ins Ohr: "Dreh um, lauf nach Hause. Heute ist nicht Dein Tag".  Aber ich ließ mich nicht beeindrucken. Jetzt umkehren. Was soll dann beim Ultra passieren, wenn Aufhören so einfach geht. Nein, da muss ich durch. Ich darf mich nicht beeindrucken lassen. 22 km bleiben 22 km. Und gerade wenn ich platt bin, dann muss ich durchhalten. Egal wie.

Vorbei am Grab der Juliane. Ein leichter Anstieg, der mir vorkommt, als liefe ich zur Treppe hoch. Mir wird bewusst, wie platt ich doch bin. So ein kleiner Anstieg macht mich mürbe. Das ist schon deprimierend. Aber ich meistere ihn und laufe weiter. Die Betonstraße entlang und dann zum Kanal. Ich mache drei Kreuze. Der weiteste Punkt von zu Hause ist überschritten. Nun nähere ich mich der Heimat. Noch 8 km, fein säuberlich am Kanal ausgeschildert. Alle 100 m ein Markierungszeichen. 101 Schritte zwischen den 100 m Marken. Und jeder Schritt kommt mir sooooo.... lang vor. So macht Laufen bestimmt keinen Spaß. Aber da muss ich durch, egal wie. Wenn ich auf Tempo laufe, dann brauche ich 844 Schritte pro km. Einen besseren Maßstab findet man nirgendwo. Und das deprimiert. Aber egal, es geht weiter. Viele Bekannte unterwegs fragen mich, wieso Bonnie nicht dabei ist. Immer muss ich erklären. Auch das bremst aus.

In Berenbusch im Hafen merke ich den Gegenwind besonders. Mein Gegner heute auf dem Nachhauseweg. Immer von vorne. Auch das nervt besonders. Zähne zusammen beißen und durch.

Zwischendurch kommen die Gedanken zur Ernährung. Fehlt mir Zucker, Kohlenhydrate, was machst Du falsch? Aber nein, ich glaube, ich mach es richtig. Gestern lief es super. Gleiche Ernährung wie heute. 77,5 kg zeigte die Waage heute morgen. 10,5 kg minus. Das Abnehmprogramm zeigt deutliche Wirkung. Ich habe Blut geleckt. Noch einmal 10 kg möchte ich abnehmen. Verrückt ? Wahrscheinlich. Aber die Rettungsringe sprechen eine andere Sprache. Beim Rothaarsteig Marathon im Oktober ist jedes überzählige Kilo unnötiger Ballast, der ausbremst.  Ich werde durchhalten und abnehmen. Kann kommen was will.

10.08.2005

Eigentlich wollte ich heute nur locker die 22 km Runde laufen. Aber es kommt immer anders, als man denkt. Nach 5 km lief es so schön, das ich spontan beschloss, länger zu laufen. So lief ich noch die 4 km Zusatzrunde über die Betonstraße. Dabei traf ich meinen Arbeitskollegen mit seiner Frau. Die Beiden machen hier fast täglich ihren Spaziergang.

Bonnie ist mit ihrer Schnittverletzung erst einmal außer Gefecht gesetzt. Sie merkt selber, das sie so nicht laufen kann und lässt mich schweren Herzens ziehen. Aber als ich zurückkomme ist die Freude riesig und mit aller Intensität muss sie erst einmal meine Laufschuhe und meine Beine beschnüffeln. Dann zieht sie sich auf ihre Decke zurück und nach wenigen Minuten schläft sie tief und fest. Hoffentlich schläft sie sich gesund.

09.08.2005

Bonnie ist doch ein tapferes Tier. Gestern Abend, nach dem sie geduscht hatte, haben wir erst bemerkt, das sie am linken Hinterpfötchen verletzt ist. Als sie auf ihrer Decke lag, da sah man Blutflecken. Nach eingehender Untersuchung stellten wir fest, das ihr linkes Hinterpfötchen einen tiefen Schnitt zwischen den Ballen hatte. Heute Morgen ist sie dann bei unserer  Tierärztin gewesen, die die Wunde gut versorgt hat. Allerdings hat sie nun zwei Tage Laufverbot. So trabte ich heute alleine los. Wie trostlos ist das, wenn man sonst immer mit der treuen Begleiterin unterwegs ist. Die km nehmen kein Ende, keiner, der die Enten jagt. Aber es war wenigstens trocken.

Nach 2:12 Std. war ich wieder zu Hause. Spaß gemacht haben mir diese 22 km heute nicht. Meine treue Begleiterin fehlte mir doch sehr.


08.08.2005

Bonnie hat letzte Woche ihre Woche mit den meisten Kilometern hinter sich gebracht. Sie lief 154 km an meiner Seite. Treue Seele. Ich habe dieses Jahr auch wieder eine persönliche Jahresbestleistung an Wochenkilometern geschafft. 176 km stehen bei mir zu Buche.

Darum haben wir uns heute einen gemütlichen Lauf gegönnt. Die Kanalrunde in 2:31 Std. und ohne Regen. Es war ein schöner lockerer Lauf mit kurzen Plauderpausen. Immer mehr Menschen sprechen uns an, weil sie uns täglich laufen sehen. Eine Frau meinte sogar, wir müssten doch bald ins Fernsehen kommen. So oft wie wir liefen, das könnte doch nur etwas ganz Besonderes sein. Als ich ihr dann sagte, dass es noch Menschen gäbe, die das Dreifache und mehr liefen, schüttelte sie nur den Kopf, und meinte, das könne nicht sein.

Bevor wir den Kanal verließen, trafen wir unter der B 482 Brücke auf einen jungen Mann, der uns schon des öfteren aufgefallen war. Gestern liefen wir hier auf Ihn auf, da konnte er schon nicht mehr geradeaus gehen. Wie eine besoffene Seeschlange schwankte er hin und her. So trafen wir Ihn Sonntags schon öfter. Die anderen Tage in der Woche merkte man Ihm nichts an. Heute kam ich mit Ihm ins Gespräch. Er freute sich, uns hier immer laufen zu sehen. Er würde täglich bis zum Sperrtor wandern und manchmal auch lange Strecken mit Rad fahren. Nur laufen, das könne er nicht. Da wären seine Gelenke nicht für geschaffen.

So haben wir wieder eine Bekanntschaft durchs Laufen geschlossen. Vielleicht motivieren wir Ihn ja im Laufe der Zeit doch noch,etwas mehr für sich zu tun.

07.08.2005

Eine lange Woche geht zu Ende. Mit Bonnie noch einmal die Kanalrunde gelaufen und wieder nur Regen, Regen, Regen. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. 176 km sind es diese Woche geworden.

06.08.2005

Mit Bonnie die Kanalrunde gelaufen. Es lief so gut, das ich spontan beschloss, noch eine Runde ran zu hängen. So wurden es 44 km in lockeren 4:31 Std. Aber auch nichts tat mir weh oder bremste mich aus. Zum Schluss hatte ich das Gefühl , ich hätte noch 20 Minuten schneller laufen können. Es war einfach herrlich, obwohl ich die meiste Zeit Regen hatte, lief es einfach wunderbar.

05.08.2005

Mit Bonnie wieder die Kanalrunde. Fast keine Menschenseele getroffen. Bonnie wollte heute mal wieder richtig schnüffeln und grasen. Hab ich ihr gerne gegönnt.

04.08.2005

Das Wichtigste zuerst :  Die HP läuft wieder. T-Online hatte wohl ein Problem, aber die Daten sind wenigstens erhalten geblieben. Das ist das Beste daran.

Also sind Bonnie und ich heute wieder die Kanalrunde gelaufen. Ein kleines Jubiläum, sozusagen. Seit den Aufzeichnungen im PC ab 1997 bin ich diese 22 km Runde heute zum 151 mal gelaufen. Wenn ich dann sehe, wie gut es momentan läuft,  will ich mal ganz zufrieden sein.

Auch der heutige Lauf in 2:13 Std. lief wieder ganz locker. Die fehlenden Kilos an Gewicht lassen mich doch immer schneller werden. Deutlich niedriger wird dabei auch die durchschnittliche Herzfrequenz. Es macht wieder richtig Spaß zu laufen.

03.08.2005

Als wir zu Hause loslaufen bläst durch die Porta Westfalica ein heftiger Wind in die Norddeutsche Tiefebene. Wie durch einen Trichter geblasen folgt ihm eine dicke schwarze Wolkenwand. Regen wird unser Begleiter werden. Aber auf den ersten 5 km bleibt es noch trocken. Wir sind noch nicht bei Stromkilometer 108 als der dicke Regen einsetzt. Zusammen mit dem heftigen Wind kühlt es mich ziemlich schnell aus. Aber ich habe ja den Rucksack dabei, in dem sich eine Regenjacke befindet. Wir bleiben stehen und ich ziehe mir die Jacke über. Auch der Kopf wird ziemlich kalt und ich setze mir die Schirmmütze auf. Jetzt kann mich nichts mehr erschüttern.

Durch die Zwangspause bedingt holt uns das Tankschiff  "Reinfelden" aus Bremen ein. Das wird natürlich eine Herausforderung für uns. Sofort zieht Bonnie das Tempo an. Das Tuckern des Dieselmotors unmittelbar neben ihr, macht sie wohl nervös. Sie wird immer schneller. Von Stromkilometer 108 bis 111,5 bleiben wir immer zusammen. Dann ziehen wir noch einmal das Tempo an und bei km 112 haben wir einen Vorsprung von 50 Metern. Hier verabschieden wir uns mit einem Handgruß von dem Kapitän und über die Brücke laufen wir weiter in Richtung Schaumburger Wald.

Im Hafen von Rusbend hat eine Gruppe Radfahrer vor dem starken Regen unter Bäumen Schutz gesucht. Wir brauchen das nicht, wir laufen fröhlich weiter. Das ist unser Wetter. Frohgelaunt durchqueren wir den Schaumburger Wald und ich bin stolz, wie schön meine Bonnie da mitspielt. Jede Pfütze muss sie durchqueren und jedes Schlammloch wird einmal durchquert. Man merkt richtig, wie fröhlich sie ist.

Als wir dann in Berenbusch den Wald verlassen, hört schlagartig der Regen auf. Egal, ich lass die Regenjacke an, denn der Wind ist doch noch sehr frisch und ich hab keinen Bock, mich noch zu erkälten.

Die letzte Runde durchs Dorf bis nach Hause wird noch einmal richtig schön. Ein toller Regenbogen und eine leuchtend gelbe Sonne begleiten uns. Einfach toll anzusehen.

Nach 2:10 Std. erreichen wir das Gehöft, glücklich, bei diesem Wetter gelaufen zu sein.

02.08.2005

Mit Bonnie wieder die Kanalrunde gelaufen. Dabei habe ich heute soviel alte Bekannte getroffen, wie sonst in einem Jahr nicht. Dadurch sind wir natürlich extrem langsam geworden. Aber das war mir total Schnuppe. Schön, mal wieder so viele alte Freunde zu treffen.

01.08.2005

Nach dem gestrigen Tempolauf wollen Bonnie und ich heute eine gemütliche Kanalrunde laufen. Das gelingt uns auch ganz gut. Bereits kurz hinter dem Hafen in Berenbusch treffen wir auf eine junge Frau, die in Begleitung Ihrer Kinder und eines Hundes unterwegs ist. Wir kommen ins Gespräch und plaudern über die Tiere. Schön, das es so nette Menschen gibt. Die Tiere vertragen sich prima und viel zu schnell geht es wieder auf die Strecke.

Und so läuft es nun den ganzen Weg über weiter. immer wieder treffen wir auf Bekannte und Freunde. Ich weiß garnicht, wieso sie heute alle unterwegs sind. Aber es ist schön.

Und auf dem Rückweg treffe ich kurz vor Berenbusch auf die Kinder, die neulich den Zander gefangen haben. Sie bedanken sich höflich für das Bild, das ich von Ihnen gemacht habe. Das freut mich riesig. Die Kinder sind gut erzogen.

So kommen wir dann nach 2:24 Std. wieder zu Hause auf den Hof getrabt. Den gestrigen Lauf merke ich doch noch ein wenig. Aber alles andere wäre auch nicht normal.

31.07.2005

Die Temperaturen liegen heute so um 20°C, dazu ein kräftiger Wind und zwischendurch etwas Regen. Ideales Laufwetter. So machen Bonnie und ich uns auf die Kanalrunde. Von Anfang an bestimmt Bonnie das zügige Tempo. So macht ihr das Laufen wohl deutlich mehr Spaß. Dreimal war sie auf der Strecke nur zum Schwimmen im Kanal und die Schlammtümpel im Schaumburger Wald ließ sie fast gänzlich links liegen. Auch mir macht es so mehr Spaß. Nach 2:05 Std. liegt die 22 km Strecke hinter uns.

30.07.2005

Mit Bonnie die große Runde am Kanal und durch den Schaumburger Wald. So ist das Wetter schon besser.

29.07.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Unerträgliche Luft.

28.07.2005

Es hat mir zwar weh getan, aber bei 33°C und Luft wie im tropischen Regenwald, da konnte ich Bonnie heute nicht mitnehmen. Die Bäche und Pfützen hier im Berg sind alle ausgetrocknet. Für mich wurde es unter den Bedingungen auch zur Quälerei. Die Runde um das Nammer Lager reichte vollkommen für heute.

27.07.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager. Wieder an den Berg gewöhnen.

26.017.2005

Bonnie und ich sind heute wieder im Wesergebirge gelaufen. Ich werde so langsam das Training auf den  Rothaarsteig Marathon  einstimmen und wieder vermehrt Berge laufen.

Der Anfang wurde heute gemacht. Die Steigungen sind wir schon wieder recht zügig hochgelaufen. Vom Marathon merke ich nichts mehr in den Beinen. Vom Kopf her bin ich nun wieder im Berg. Bis zum Rothaarsteig möchte ich noch 8 kg abnehmen. Ob das klappt? Mal abwarten.

25.07.2005

Nach den vielen Läufen im platten Land sind Bonnie und ich heute mal wieder durch das Wesergebirge getrabt. Der Himmel sah nach Gewitter aus, aber es zog an uns vorbei. Von Tempo können wir immer noch nicht reden, denn der Marathon sitzt doch noch in den Beinen.

Unterwegs lief ich auf diese Läufergruppe auf. Es war schön, zu sehen, wie die Kinder spielerisch das Laufen ausübten. Wenn sie áaus der Puste waren, dann gingen sie ein paar Meter und dann liefen sie wieder. Aber mit großer Freude waren sie dabei.

Der Rückweg über meinen Lieblingsweg gestaltete sich doch etwas schwierig. Mit Brennesseln, die fast bis auf Brusthöhe gewachsen sind,zugewachsen, war von dem Pfad kaum noch etwas zu erkennen.

24.07.2005

Der Tag danach. Ein schöner Tag. Der Marathon klingt noch in mir nach. Zu viele Momentaufnahmen tauchen immer wieder in meinem Blickfeld auf. Ich schreibe meinen Bericht vom Lauf. Dann hält es mich nicht mehr. Um 18:00 starten Bonnie und ich zum Lauf. So 10 km haben wir uns vorgenommen. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf und ich rechne schon mit dem Schlimmsten. Aber nichts Dergleichen. Auch das Laufen selber geht ohne Probleme. Das einzige Problem scheint Bonnie zu sein.50 m vor und dann 10 m zurück. Sie ist vollkommen überdreht. Keine Ente ist vor ihr sicher. Nach dem Motto: Gestern hast Du mich geärgert und bist alleine gelaufen, heute ärgere ich Dich. So geht es dann auch über die ganzen 22 km. Jede erdenkliche Ecke wird ausgiebig beschnüffelt. Stolz zeigt sie mir den jungen Fuchs, der tot zwischen dem Stapelhoz liegt. Sie hat ihn sofort gefunden.


Als Langstrecken Läufer habe ich Geduld gelernt und die übe ich jetzt auch aus. Ich gönne ihr den Lauf, so wie sie ihn sich gestalten will. Ich brauche heute keine Tempo Einheit. Nein, ich genieße diesen Lauf. Der Ultra Schlapp Schritt ist mehr als Ultra schlappig. Häufig fülle ich mir die Schuhe mit kleinen Steinchen. Ich glaube, sieben mal hab ich sie ausgeleert. Egal. Es macht richtig Spaß, so zu laufen. Ich finde dadurch Zeit um den gestrigen Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und die schönsten Erinnerungen immer wieder aufleben zu lassen. Es wird unvergesslich bleiben.

Das Ende vom Lied, wir brauchen heute für unsere 22 km Runde sagenhafte 2:48 Std. Aber keine Minute habe ich davon bereut. Es war einfach herrlich, zusammen mit Bonnie zu laufen.


23.07.2005

Eine super Veranstaltung mit einem guten Ergebnis für mich.

Der 1. Lilienthaler Sommer Marathon ist Geschichte. Für mich ein erfreuliches Ergebnis, denn von 10 Teilnehmern der Klasse M 50, bin ich Zweiter geworden. Dafür gab es einen tollen Pokal und eine ganz tolle Urkunde.

Bericht jetzt fertig.   Hier ist er.

22.07.2005

Morgen möchte ich mal wieder etwas schneller Marathon laufen. Darum nur mit Bonnie 4 km im Dorf gekreuzt.

21.07.2005

Mit Bonnie nur 4 km durch das Dorf gelaufen. Draußen sieht es aus, als ob es Herbst wird.

20.07.2005

Ein schwerer Tag. Nachdem wir heute Nachmittag die erst 27 jährige Tochter meines besten Freundes und Arbeitskollegen beerdigt haben, war mir nicht so recht nach Laufen zumute. Zu sehr beschäftigte mich noch Ihre Leidensgeschichte.

Trotzdem liefen Bonnie und ich dann aber doch noch los. Es war schon 19:30 Uhr, als wir aufbrachen. Das Wetter war ganz erträglich, nicht zu warm und leichter Wind.

Als wir das Dorf verlassen, spannt sich ein wunderschöner Regenbogen am Himmel auf und endet im Wesergebirge. Schön anzusehen. Wir erfreuen uns daran und traben weiter, bis zum Mittellandkanal. Dort wird es richtig angenehm, denn der Wind treibt uns vor sich her, bis wir dann in den Schaumburger Wald einbiegen. Hier wird es dann recht leise und wir laufen einen Schritt langsamer, genießen das Rauschen in den Baumwipfeln. Bonnie grast viel, denn hier wächst schönes langes Gras, was ihr besonders schmeckt.

Wir befinden uns jetzt auf dem Weg, den Nadine auch oft gewandert ist. Ich bin traurig, das ich Sie hier nie wieder treffen kann. Aber mir bleiben all die schönen Erinnerungen mit Ihr und so werde ich bestimmt oft mir Ihr Zwiesprache halten, wenn ich hier lang laufe.

Als wir den Wald verlassen und wieder am Kanal ankommen, da bläst uns ein kräftiger Wind entgegen. Richtig starke Böen machen uns stellenweise das Leben schwer. Aber nach 2:25 Std. erreichen wir das Gehöft. Erschöpft setze ich mich auf die Bank vor der Haustür und danke mit einem Gebet dem Herrn, das wir trotzdem so viele schöne Stunden mit Nadine hatten und das die Familie sich so aufopfernd um Sie gekümmert hat.

19.07.2005

Auch heute wieder ein Lauf mit Hindernissen. Mit Bonnie wollte ich die große Kanalrunde laufen. Das klappte auch ganz gut. Aber als wir im Bereich der Aue auf den Leinpfad treffen, da wird Bonnie immer langsamer. Sie weigert sich direkt. Die Richtung, die wir sonst immer laufen, die will sie nicht. Sie wird immer langsamer. Es dauert nicht lange, und sie bleibt sogar stehen. Nicht einmal schwimmen will sie. Ich kann machen was ich will. Wie ein störrischer Esel ist sie nicht vom Fleck zu bewegen. Dann wird mir klar, warum das so ist. Auf dem wenige hundert Meter vor uns liegenden Bundeswehrschießstand wird kräftig geschossen. Mich hat das mein Leben lang begleitet, ich bemerke es schon garnicht mehr. Aber Bonnie hat Angst davor. Ich will sie nicht zum weiterlaufen zwingen, kehre vorsichtig um und falle dann in einen langsamen Laufschritt. Mühsam kann ich Bonnie überzeugen, mir zu folgen. Mit der Zeit aber wird sie dann immer schneller. Sie bemerkt wohl, das das Geballere leiser wird. Nach kaum einem Kilometer läuft sie dann wieder ganz normal. Durch das Dorf zurück kommen wir wieder nach Hause.

Also Dienstags eine andere Strecke laufen, damit Bonnie keine Angst bekommt.

18.07.2005

Nach 3 km musste ich den Lauf am späten Abend abbrechen. Ein fürchterliches Sodbrennen raubte mir die Luft. Aber das sollte wohl so sein. Denn als ich zu Hause ankam, da wartete schon der walisische Wunderläufer Steve Roberts auf mich. So hatten wir endlich mal wieder Zeit, ausgiebig zu klönen. Alles hat seinen Sinn.

17.07.2005  Abends

Es kribbelte irgendwie noch mächtig in den Füßen. Also bin ich noch einmal losgelaufen. Diesesmal ohne Bonnie. Von Anfang an lief es super. Ich drückte für meine Verhältnisse richtig auf die Tube. Ohne Einbruch kam ich mit neuer Jahresbestzeit auf der Kanalrunde nach Hause. 1:58:04 Std. hab ich für die 22 km gebraucht. Das lässt für die Zukunft hoffen. Dabei hab ich vom 20.07.2005 bis heute auch noch 7 kg an Gewicht verloren. Dank Davor seiner Wunderdiät :-)

17.07.2005 Mittags

Um 13:00 Uhr sind Bonnie und ich zur Kanalrunde gestartet. 25°C zeigt das Thermometer an. Aber zum Glück weht auch eine leichte Brise und das Laufen ist ganz erträglich. Vor allen im Schaumburger Wald lässt es sich vorzüglich laufen. Der Schatten der Buchen und Eichen beflügelt uns. Als wir dann an Bonnies liebsten "Dreckloch" ankommen, da muss sie sich dort erst einmal kräftig drinnen wälzen. Als sie dann wieder rauskommt, sieht sie wie eine Lehmkugel aus.Von ihrem schwarzen Fell sieht man kaum noch etwas.

Wieder am Kanal treffen wir auf einen bekannten Tierarzt. Er hat heute Krücken dabei. Vor 5 Wochen hat er eine künstliche Hüfte bekommen und er demonstriert mir, wie er jetzt schon wieder auf dem Bein alleine stehen kann. Die Krücken hat er nur zur Vorsicht dabei. Sein Schäferhund und Bonnie kommen gut miteinander aus und gehen erst einmal gemeinsam im Kanal schwimmen. Währenddessen klönen der Tierarzt und ich noch ein wenig.

Dann laufen wir weiter. Nun haben wir den Wind von vorne und der kühlt uns noch ein wenig. Ich wundere mich, wieviele Schiffe doch heute unterwegs sind. Das ist schon deutlich mehr als sonst. Auch etliche Radfahrer nutzen das herrliche Wetter aus und machen ihre Touren. Bonnie kommt mit allen klar und läuft immer schön an der Seite.

Nach 2:18 Std. kommen wir wieder zu Hause an. Bonnie stürzt gleich noch einmal in das Kinder Schwimmbecken, bevor sie über ihren Fressnapf herfällt.

16.07.2005

Früh morgens mit Bonnie eine Dorfrunde gelaufen. Dann den ganzen Tag beim Haus im Birkenweg Hecke geschnitten.

15.07.2005

Rufbereitschaft zu Ende. Von der Arbeit aus nach Hause gelaufen. Die Mittagssonne hat mir schwer zu schaffen gemacht. Hitzeläufe sind einfach nichts für mich. Ich liebe das Frühjahr und noch mehr den Herbst.

14.07.2005

Die 22 km Kanalrunde mit Bonnie. Zu heiß, zu schwül. Das wurde ein Quälerei für Mensch und Tier.

13.07.2005

8,5 km im Schaumburger Wald. Hier ist es nicht ganz so heiß. Dafür Mückenplage.

12.07.2005

Kleine Dorfrunde mit Bonnie. Es ist zu heiß für sie.

11.07.2005

Rufbereitschaft und gleichzeitig Regenerationswoche. Mit Bonnie 8 km am Kanal gelaufen.

10.07.2005

Bei Hitze und Schwüle mit Bonnie die Kanalrunde gelaufen. Ich war froh, als wir nach 2:27 Std. wieder zu Hause waren. Selten hat mich diese Runde so geschafft wie heute.

09.07.2005

Die 22 km Kanalrunde in 2:12 Std. mit Bonnie. Bonnie wollte von Anfang an Tempo laufen. Selbst am Kanal fand sie kaum Zeit, zu schwimmen. Nur insgesamt vier mal ging sie ins Wasser. Da wir auch erst um 19:45 Uhr los liefen, war es im Wald schon angenehm kühl, im Vergleich zum freien Feld. Das gab den Ausschlag, richtig loszulegen. Bonnie war einfach nicht zu bremsen und bestimmte bis zum Ende das Tempo. Ich glaube, der Hunger trieb sie, denn kaum waren wir zu Hause, da hatte sie in Null Komma Nichts ihren Freßnapf leergefressen und bettelte um Nachschub. Den bekam sie dann auch.

08.07.2005

Regenerative Dorfrunde über 5 km mit Bonnie.

07.07.2005

Die 22 km Kanalrunde in 02:21 Std. mit Bonnie. Wetter zeigt sich von allen Seiten. Dann ein trauriges Hundeerlebnis, mit einem Rauhaardackel. Sein Herrchen starb vor 14 Tagen bei einem Herzinfarkt am Steuer und der Hund war dabei. Nun ist das Tier auf Suche nach seinem Herrchen und kann die Welt nicht mehr verstehen.

06.07.2005

Regenerative Dorfrunde über 5 km mit Bonnie.

05.07.2005

Mit Bonnie die Kanalrunde über 22 km in 2:18 Std. Angenehmere Temperaturen als in den letzten Tagen.

04.07.2005

Nur ein kurzer Regeneratioslauf mit Bonnie. Gewitter zieht auf. Schnell wieder heimwärts.

03.07.2005

Bei schwülen heißen Temperaturen sind Bonnie und ich wieder die Kanalrunde gelaufen. Im Vergleich zu Gestern lief es heute richtig locker. Der Körper hat sich von der Untersuchung wohl wieder erholt.

Heute hatte ich den Pocket PC zwecks Navigation dabei. Das hat uns etwas ausgebremst, weil ich immer wieder einmal die Brille aufsetzen musste, um zu sehen, was auf dem Bildschirm passiert. Und das war genial. Trotz dichten Laubwald war ich immer mit den Satelliten verbunden. Die Strecken und Zeitmessung war bis auf  70 m mit der digitalen Karte konform. Das freut mich besonders, denn es bestätigt meine Messungen auf den 22 km.

Noch ein schönes Erlebnis nebenbei. Als wir auf dem Rückweg kurz vor dem Hafenbecken von Berenbusch auf eine angelnde Jugendgruppe treffen, ziehen diese gerade einen kapitalen Zander aus dem Wasser. Haben die sich gefreut. Stolz präsentierten sie ihn mir. Natürlich musste ich schnell ein Foto machen.

02.07.2005

Davor Bendin ist mal wieder in seiner Heimat. Wenn möglich, dann laufen wir dann auch ein kleines gemeinsames Läufchen. So auch heute. Bei besten Laufwetter trafen wir uns um 8:00 Uhr in Unsen, einen kleinen Ort im Süntel.

Der Startort in Unsen liegt auf 140 HM. Nach ca. 2 km erreichen wir auf 320 HM die Jahnhütte. Diesesmal ist Davor in bester Verfassung und genießt den Ausblick, den wir von hier haben.


Nachdem wir den Ausblick genossen haben, laufen wir weiter zum Süntelturm, der auf 437 HM liegt. Der höchste Punkt auf unserer Strecke.

Dann geht es abwärts hinter der Eulenflucht her Richtung Bergschmiede. Vorher zeigt Davor mir noch den Gedenkstein der Panitz Kinder. Sie starben hier, als sie Ihre Mutter suchten, die zum Holz holen in den Wald gegangen waren. Die Kinder verirrten sich und wurden erst nach 5 und 21 Tagen tot im Wald gefunden.

Weiter geht es runter Richtung Eulenflucht, einem Waldhotel. Wir sehen nichts davon, denn wir biegen ab in Richtung Bergschmiede. Die kennen wir noch nicht.

Durch den Reihebürger Forst laufen wir in Richtung Klein Süntel und Flegessen. Stellenweise auf Teerstraße und noch besser auf kleinen Pfaden, die fast vollständig zugewachsen sind. Dann stoßen wir auf diesen goldgelb glänzenden Bach, der auch irgendwann in der Hamel mündet.

Einige Meter weiter entdecken wir diese Wassertretstelle, die zu Flegessen gehört.

Der Blick nach Flegessen wird noch mit Glockengeläut untermalt.

Dieses Denkmal erinnert an im 1. Weltkrieg gefallene Sänger des Flegesser Gesangsvereins. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Auto. An der alten Armee Station vorbei laufen wir aus dem Berg raus Richtung Unsem. Die letzten 600 Meter führen uns noch über die Hauptstraße und dann zum Wanderparkplatz. Ein schöner Samstag Morgen Lauf liegt hinter uns. Danke an Davor, der sich heute meinem Schneckentempo angepasst hat. Aber mehr lag nach der gestrigen Coloskopie einfach nicht drin. Das hat doch an den Kräften gezerrt.


01.07.2005

Ein schöner Tag. Die Coloskopie heute Morgen ist gut verlaufen. Alles im grünen Bereich. Dann zu Hause Hecke geschnitten und anschließend mit Bonnie gelaufen. Unterwegs erreichte uns ein Anruf von Davor Bendin. Spontan haben wir uns für morgen Früh zum Laufen verabredet. Treffpunkt im Süntel.

30.06.2005

Heute nur mit Bonnie eine Runde um das Nammer Lager gelaufen. Ich war erfreut, wie gut es lief. Aber ich will es heute nicht übertreiben, denn Morgen steht eine hohe Coloskopie auf dem Plan.

29.06.2005

Bei besten Laufwetter mal wieder zwei Kanalrunden gelaufen. Die erste mit Bonnie in 2:14 Std. und die zweite in 2:00:04 Std. Die zweite Runde war meine diesjährige Bestzeit. Das hat mich natürlich besonders gefreut.

28.06.2005

Mit Bonnie von Lerbeck aus um das Nammer Lager. Alle Quellen sind versiegt. Bonnie fand nichts zu saufen. Wir brauchen Regen.

27.06.2005

Wieder so ein herrlicher Tag. Siebenschläfer und den ganzen Tag Sonnenschein. Das lässt hoffen. Bei dem herrlichen Wetter sind Bonnie und ich unsere Kanalrunde gelaufen. Bonnie hat die Gelegenheit genutzt und ist 11 mal im Kanal geschwommen. Das hat natürlich Zeit gekostet, aber egal, es war herrlich.

26.06.2005

Wieder ein herrlicher Lauf im Süntel.

25.06.2005

Durch den Schaumburger Wald mit Bonnie eine 8 km Runde,

24.06.2005

Mit Bonnie 4,5 km durch den Schaumburger Wald. Von gestern nichts mehr gemerkt. Es geht aufwärts. Der Wochen Kilometerumfang steigt wieder deutlich.

23.06.2005

Lauf am Hohenstein, zur Teufelkanzel und zum Süntelturm.

22.06.2005

Eine 16 km Runde am Kanal und im Wald. Hier hat Bonnie genügend Möglichkeiten, zu saufen. Wasser gibt es hier reichlich. Das fehlt uns im Berg.

Die letzte halbe Stunde zurück am Kanal gegen die tief stehende Sonne gelaufen. Keine Sonnenbrille und keine Schirmmütze dabei. Fast blind gelaufen. Nur knapp einen Zusammenstoß mit einem Radfahrer verhindert, den ich im Sonnenlicht wirklich nicht gesehen habe. Glück gehabt, nichts passiert.

21.06.2005

Die 22 km Runde. Auf dem Rückweg am Kanal mit einem Läufer auf der anderen Uferseite ein Rennen gelaufen. Dabei die 3 km in 14:44 Minuten mühelos gelaufen. Den Läufer abgehängt und aus den Augen verloren. Hat Spaß gemacht. Ich glaube, es geht deutlich aufwärts.

20.06.2005

Mit Bonnie 8 km am Mittellandkanal entlang.

19.06.2005

Vorsichtiger Beginn. Aber schon bald merkten wir, es läuft wieder rund. Start war 20:30 Uhr. Die 22 km Runde war unsere. In 2:18 hatten wir sie leider hinter uns. Bei herrlichen Bilderbuch Wetter machte es richtig Spaß, in die Nacht zu laufen. Der fast volle Mond begleitete uns von Anfang an. Ebenso 2 Ballons, die gegen 21 Uhr zur Landung ansetzten. Für mich als alter Ballon Fan und Fahrer natürlich ein angenehmer Wegbegleiter. Leider waren sie zu weit weg, als das wir bei der Landung hätten helfen können.So wurde es ein wunderschöner Lauf. Für Bonnie mit 11 Schwimmunterbrechungen im Mittellandkanal.

18.06.2005

Solten eigentlich 22 km werden. Aber Kreislaufprobleme und Magenprobleme ließen uns wieder nur die 8 km Runde laufen.

17.06.2005

Mit Bonnie eine 8 km Runde am Kanal.

16.06.2005

Mit Bonnie nur eine Dorfrunde. Morgen endet die Bereitschaft, dann wird es wieder länger.

15.06.2005

Um 22:00 Uhr den Wagen noch zu Werkstatt gebracht. Morgen ist der TÜV da. Die 9 km sind Bonnie und ich natürlich zurück gelaufen.

14.06.2005

Die große Kanal und Waldrunde ist für Bonnie bei diesem Wetter das Beste. Hier kann sie genug saufen und schwimmen. Die 22 km wurden zeitlich lang, da wir viele Bekannte trafen und immer wieder zum kurzen Plausch anhielten. Ein Genußlauf.

13.06.2005

In der Dunkelheit mit Bonnie noch eine Dorfrunde gelaufen.

12.06.2005

Welch eine Freude. Plötzlich ist die Lust am Laufen wieder da.

Mit Bonnie bin ich wieder zum Kanal und dann durch den Schaumburger Wald nach Rusbend gelaufen. Unsere 22 km Runde. Erst sieht es nach Regen aus, aber die dunklen Wolken ziehen vorbei. Wir genießen den Lauf, es macht Freude, mal wieder schnell zu laufen. Auch Bonnie treibt es nur voran, kaum Zeit zu schnüffeln. In Berenbusch treffen wir auf einen jungen Mann mit drei Hunden. "Ist das die Bonnie?", ruft er uns zu. "Ja", antworte ich. "Die kenne ich aus dem Internet. Ihr lauft hier öfter," ruft er uns zu. Ich halte an und wir plaudern ein wenig.

Dann geht es gleich wieder zügig weiter, immer noch auf dem Leinpfad entlang. Runter ins Dorf. Auch dort wieder Bekannte. Eckhard und Frau. Auch mit Ihnen wechsele ich einige Worte und weiter geht es.

Trotz Plauderpausen kommen wir nach 2:07 Std.glücklich und zufrieden zu Hause an. Jetzt gilt es, die Frustpfunde schnellstmöglich wieder abzuspecken damit es weiter aufwärts geht.

11.06.2005

Zwischen zwei Einsätzen mit Bonnie 2 Dorfrunden mit jeweils 5 km gelaufen. Die erste in 32:04 Minuten und die zweite in 27:43 Minuten.

10.06.2005

Um 21:30 Uhr mit Bonnie zur Dorfrunde gestartet. Schon nach 400 m merkten wir beide, das es heute unser Tag ist. Feuer frei. Zügig laufen macht uns richtig Freude, wenn man weiß, es sind max 5 km. Das schafft man immer. Bonnie zog mich richtig mit, ließ sich nicht bremsen. Sie wollte auch mal ihre Kraft ausspielen. Mir war es willkommen.

Auf der Bachstraße kam Steve von hinten angefahren. Er blieb eine Zeit lang neben uns und wir quatschten noch ein wenig. Dann wünschte er uns einen schönen Lauf und fuhr Richtung Stadt. Auch diese kleine Begegnung brachte uns nicht aus dem Ryhtmus. Im Gegenteil. Steve ist Bonnies besonderer Verehrer. Aber Bonnie liebt ihn ebenso. Also legte sie noch einen Zahn zu um hinter Steve herzukommen. Aber der entschwindet schnell und Bonnie fällt in ihren normalen Trab zurück. Der letzte Kilometer wird ohne Probleme zurück gelegt. Zu Hause angekommen zeigt die Stoppuhr 26:33 Min. für die 5 km Strecke. Damit bin ich ganz zufrieden. Dafür gönne ich Bonnie und mir noch einen Kilometer auslaufen durch die Siedlung. Dabei macht sie auch noch Bekanntschaft mit zwei echten Ziegen. Aber da blieb sie doch lieber auf Abstand.

Es geht also deutlich aufwärts. Ich hoffe, das kein Rückfall kommt.

09.06.2005

Mit Christian in Bethel zur Nachuntersuchung gewesen. Alles o.k.

 Abends dann wieder eine 5 km Dorfrunde, nachdem ich schon 3 Std. auf dem Sofa gepennt hatte.

08.06.2005

Zur Abwechselung mal wieder eine 5 km Dorfrunde, gemütlich.

07.06.2005

Mit Bonnie heute Abend durch die Auewiesen zum Kanal gelaufen. Von dort zurück zum Friedhof. Ein kleines Gebet am Grab meiner Eltern gehalten, Momente der Erinnerung genossen und dann weiter Richtung Dorf getrabt.

Bonnie legte heute Wert auf Tempo. Schnüffeln wollte sie nicht, nur rennen. Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Zwei km am Anschlag gelaufen. Und ich fühle, das es mächtig aufwärts geht.

06.06.2005

Mit Bonnie von Lerbeck um das Nammer Lager gelaufen. Nach ca. 2 km war ich richtig platt. Die nächste Möglichkeit zur Umkehr ins Kalkül gezogen. Aber als wir dann an der Kreuzung ankamen, da fehlte mir nichts mehr. Also weitergelaufen und sogar noch eine extra Schleife rangehängt.

05.06.2005

Strecke wie am 02.06.2005. Von Anfang bis Ende strömender Regen. Trotzdem war es schön.

04.06.2005

Start um 20:00 Uhr zur Kanalrunde. Das Wetter sieht nach Regen aus. Also Regenjacke in den kleinen Laufrucksack gesteckt und dann geht es los. Bonnie lebt richtig auf. Ich glaube, ihr hat das Laufen noch mehr gefehlt als mir. Als wir zum Kanal kommen, stürzt sie sich gleich ins Wasser. Das genießt sie besonders. Nach ausgiebiger Schwimmrunde kommt sie zurück ans Ufer, schüttelt sich kräftig aus und stürmt dann los. Jetzt gibt es keinen Halt mehr. Durch die Hafenanlage in Berenbusch, dann links ab in den Schaumburger Wald. Auch hier lässt sie keinen der reichlich vorhandenen Bäche und Pfützen aus. Wasser ist ihr Element. Schön, so eine fröhliche Laufbegleitung zu haben. Außerdem bremst sie mich immer wieder ein wenig aus, wenn sie besonders schnüffelwerte Stellen findet, und ich muss das Tempo rausnehmen. Ist auch nicht verkehrt, denn ich werde für einen Trainingslauf, der aufbauen soll, doch schon wieder zu schnell. So genießen wir die Zeit im Wald. Es ist einfach herrlich, wieder unterwegs zu sein. Zu schnell vergeht die Zeit und wir kommen wieder an den Mittellandkanal, bei Stromkilometer 109. Der Himmel ist pechschwarz geworden und bald setzt auch ein heftiger Regen ein. Aber wir sind ja gut ausgerüstet. Regenjacke über die Laufjacke gezogen und weiter geht es. So kann uns die Kälte, die mit dem Regen kam, auch nichts anhaben.

Wieder am Hafenbecken angelangt, jagt Bonnie einen Schwarm Enten in das Beckenwasser. Sie kann es einfach nicht lassen.. Durch den Regen laufen wir weiter. Bald kommen wir wieder in unser Dorf. Dann noch 3 km durch die mittlerweile dunklen Straßen und wir sind wieder zu Hause.

Für Bonnie waren die 16 km wieder zuwenig. Für mich war es genau das richtige Maß. So kann es nun weiter gehen.

03.06.2005

Wir wollen nicht gleich wieder übertreiben. Eine 5 km Dorfrunde, mehr sind wir heute nicht gelaufen. Morgen soll es wieder etwas länger werden.

02.06.2005

Schon wird man übermütig. Eigentlich sollten es heute max. 10 km am Mittellandkanal werden. Aber es lief so gut, nichts tat weh, das Wetter war optimal. Da konnten Bonnie und ich uns wieder nicht bremsen. Wir legten noch eine Runde durch den Schaumburgerwald dazu. Am Ende waren es 18 km. Erstaunlich, wie lange man die Kondition behält. Damit hatte ich nämlich keine Probleme. Lediglich zum Schluss zwickte es doch etwas in den Waden. Aber die Freude über den schönen Lauf lässt alles andere verblassen. Endlich wieder draußen, in der Natur. Einfach herrlich.

01.06.2005

Nachdem das passende Antibiotikum den Bakterienstamm "Acinetobacter species" gründlich den Garaus gemacht hat, kann ich nun endlich wieder laufen.

Die 6,5 km lange Strecke von Lerbeck um das Nammer Lager, liefen wir locker in 1:02 Std.

31.05.2005

Die gleiche Strecke wie gestern mit Bonnie gewandert. Da wir erst spät gestartet waren, war es schon fast dunkel, als wir zurück kamen. Das Wetter war uns auch nicht so gewogen, die meiste Zeit hatten wir Regen.

Glück hatten wir, das wir diese Wohnung eines Spechts trafen und er selber auch noch da war. Sein kleiner Nachwuchs hatte uns auf ihn aufmerksam gemacht, als er lauthals um Nahrung bettelte.

30.05.2005

Heute sind Bonnie und ich 1,5 Std. im Berg gewandert. Seit langer Zeit hatte ich endlich mal keinen kalten Schweiß im Nacken und auf der Stirn. Ich glaube, es geht nun wieder aufwärts. Bonie hat die Zeit genutzt und ist den Weg bestimmt dreimal gelaufen. Aus Dankbarkeit wollte sie zu Hause garnicht mehr von meinem Schoss. Ich durfte keinen Schritt mehr ohne sie machen. Könnte ja sein, das ich noch mal ohne sie den Hof verlasse. So Tiere können doch dankbar sein.


Hier hab ich ihr vom nächsten Lauf erzählt. Sie wird aufgeregt und meint, es geht gleich wieder los.

Da ich aber keine Anzeichen zum Aufbruch gebe, versucht sie mich tatkräftig zum Aufbruch zu überreden.

29.05.2005

Dienstag lagen die Ergebnisse des Abstrichs vor. Sämtliche vorher verordnete Medikamente sind zwecklos gewesen. Eine selten vorkommende Bakterienart wurde ermittelt und ich bekam jetzt dafür ein spezielles Antibiotikum. Nun muss ich hoffen, das es aufwärts geht.

19.05.2005

So macht das Surfen richtig Spaß. Aber das Laufen fehlt mir trotzdem. Bonnie wird auch schon ungeduldig. Morgen endet die Bereitschaft, dann mach ich mit ihr einen Spaziergang am Kanal.

18.05.2005


Um mich ein wenig von den Laufentzugserscheinungen abzulenken, habe ich mit  Frank Spannuth vom hiesigen PC-Spezialist bei uns ein Wireless-Lan Netzwerk eingerichtet. Mit DSL (hab ich schon lange) und insgesamt vier Rechnern, kann ich von überall ins Internet. Kein Stress mehr mit den Kindern, jeder kann nun surfen, wann er will.


17.05.2005

Heute ist es nun endgültig, ich muss die Streak abbrechen. Die Gesundheit hat Vorrang. Der HNO-Arzt, den ich heute aufsuchte (übrigens ein laufender Arzt), hat mich vor einem Weiterlaufen eindringlich gewarnt. Der hohe Streptokokkenanteil im Blut macht das Weiterlaufen zum Selbstmord auf Raten. Ein Abstrich im Hals wurde gemacht und ich bekam ein völlig anderes Antibiotikum, als das vom Hausarzt eingesetzte. Diese ist für die nächsten 6 Tage bestimmt. Bis dahin hat man eine genaue Analyse des Abstrichs um dann ganz gezielt zu medikamentieren.
Das ist nun zwar ärgerlich, aber ich laufe schon zu lange, als das mich das aus der Bahn werfen könnte. Dann laufe ich eben in die 3. Streak. Mit neuer Motivation und neuen Zielen.
Aber jetzt zählt erst einmal, das ich wieder gesund werde und keine bleibenden Schäden behalte.

16.05.2005

Bei schönem Wetter endlich mal wieder einen guten Lauf gehabt. Um das Nammer Lager ohne Schmerzen gelaufen. Bonnie hat viele nette Hunde getroffen. Immer wieder schön, wie sie mit anderen Hunden auskommt.

15.05.2005

Um das Nammer Lager und den "Alten Nammer Kirchweg" gelaufen. Besser gesagt, geschlichen.

14.05.2005

Wie gestern, aber noch deutlich langsamer. Kopf hoch, da müssen wir durch.

13.05.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager und um den Fernsehturm gekreuzt. Gesamt 11 km, aber mit vielen Pausen dazwischen. So macht Laufen nicht wirklich Spaß.

12.05.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager und unterhalb des Fernsehturms, am Blauen See vorbei.

11.05.2005

Eine schlappe Runde mit Bonnie um das Nammer Lager.

10.05.2005

Heute ist der 200. Lauftag. Ein Grund zum Feiern? Ich will, das es besser wird. Will nicht mehr platt sein, will wieder laufen.

Mit Bonnie starte ich bei Opa Walter zu einem Lauf rund um den Fernsehturm. Die ersten Schritte fühlen sich noch sehr schwer an. Aber mit zunehmender Dauer wird es immer besser.

Der Weg führt uns am militärischen Übungsgelände "Blauer See" vorbei zum Fernsehturm.

Am Start herrschte noch Sonnenschein, aber ich sah auch in der Ferne die dunklen Wolken aufziehen. Sie öffneten sich langsam und es fing leise an zu regnen.

Die langen Anstiege hoch zum Fernsehturm lief ich überraschend gut, ich merkte kaum etwas an Beschwerden, nur die Bronchien erinnerten mich immer wieder daran, das sie noch nicht fit waren. Aber wir liefen ja auch sehr langsam, so ca. 7:10 Min. pro km. Es war herrlich, endlich wieder draußen zu sein.

Der Regen nahm zu. Wir erreichten die  Aussichtskanzel, die uns einen herrlichen Ausblick in das Wesertal bescherte. Hier, "Wo die Weser einen großen Bogen macht",  verweilten eine Moment, genossen die Aussicht und liefen dann weiter zum neuen Trinkwasser Hochbehälter. Von dort führte der Weg steil abwärts und ich musste Bonnie mehrfach ausbremsen, da sie einfach zu schnell wurde.

Der Regen ging über in dicken Hagel. Da ich den Rucksack dabei hatte, hielt ich es nun für angebracht, die Regenjacke anzuziehen. Nach wenigen Metern bildete sich unter der Jacke ein angenehmes warmes Klima. So macht das Laufen Spaß. Regen, Sturm Hagel. Einfach herrlich.

Als wir dann am Wasserwerk ankommen, beschließen wir, noch nicht runter zum Auto zu laufen. Nein, es ist so schön, im Regen zu laufen. Vielleicht treffen wir auch noch die alten Vereinskollegen, wenn wir noch um das Nammer Lager laufen. So machen wir es dann auch. Und auf halben Weg treffen wir dann auch auf die ehemaligen Kollegen. Die sind natürlich wieder voll im privaten Wettkampf verzettelt und finden kaum Zeit für ein kurzes "Hallo".  Nur Klaus, der hält an und wir plaudern ein paar Worte. Dann läuft auch er weiter. Seine Kollegen sind schon weit weg und ich möchte wetten, das sie die Gunst der Stunde genutzt haben, um ihn deutlich hinter sich zu lassen.

Mir fällt auf, wie klein die Gruppe geworden ist, wieviele Gesichter fehlen. Jeder läuft wohl sein eigenes Training.

Ob ein Verein auf Dauer so bestehen kann? Ich weiß es nicht. Ich sehe nur, wie z. B. Walking Gruppen und Vereine Zulauf bekommen. Die walken noch gemeinsam. Da ist noch Zusammenhalt, Spaß steht im Vordergrund. Tugenden, die bei nur auf Höchstleistung bedachten Marathonläufern wohl nicht mehr vorhanden sind.

All das soll aber nicht mehr mein Problem sein, ich habe ja meine liebe Bonnie. Die freut sich immer, wenn wir zusammen los laufen. Selbst bei diesem scheiß Wetter bleibt sie treu und brav an meiner Seite. Wir geniessen dieses Sauwetter.

1:49 Std. haben wir für die 14,5 km Strecke gebraucht. Nichts berauschendes, aber wir waren unterwegs und ich fühle mich besser. Hoffentlich bleibt es so, das heißt, besser darf es ruhig werden, nur nicht schlechter.

9.05.2005

Wieder nur die kleine Runde. Aber Husten und Schnupfen sind deutlich besser geworden. Ich erwache langsam. Hoffentlich bleibt es so.

08.05.2005

Kleine 2,5 km Runde mit Bonnie.

07.05.2005

Husten und Schnupfen lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Darum um 5:00 Uhr raus an die frische Luft und mit Bonnie die kleine Runde getrabt.

06.05.2005

Nase und Augen laufen, nur ich kriege kaum einen Fuß vor den anderen. Kleine Runde mit Bonnie.

05.05.2005

Zu den Halsschmerzen kommt nun auch noch Husten. Darum wieder nur eine kleine Runde getrabt.

04.05.2005

So kann man sich täuschen. Gestern noch dachte ich, es geht aufwärts. Und heute Nacht bin ich vor Halsschmerzen wach geworden. Konnte kaum einen Ton rausbringen. Erst nachdem ich ordentlich Wasser getrunken habe, konnte ich wieder einigermaßen sprechen. Die Muskelschmerzen sind weg, dafür die Halsschmerzen wieder da.

Abends darum nur eine kleine Runde gelaufen und dafür noch etwas länger gewandert.

03.05.2005

Bei leichten Nieselregen sind Bonnie und ich heute mal wieder zum Mittellandkanal gelaufen. Der Weg durch die duftenden Rapsfelder war ein Genuß für die Nase und die Seele. Auch am Kanal und dann im Wald gab es Futter für die Augen und das Herz. Herrlich sattes Grün, zugewachsene Unterholz. Der Frühling, das ist schon eine schöne Jahreszeit, die mich immer wieder verzaubert. So ging auch ein Ruck durch mich hindurch. Die Schmerzen, die ich wieder in der ersten halben Stunde aushalten mußte, sie verklangen langsam. Ich lebte mit Bonnie zusammen ganz in der Natur, ging voll in ihr auf. Genüßlich liefen wir weiter. Bonnie war im Kanal schon zweimal geschwommen und selbst hier im Wald ließ sie keinen Bach und keine Pfütze aus. Überall mußte sie durch und fröhlich kläffend ihren Übermut kund tun.

Dann wurde unsere fröhliche Stimmung plötzlich kräftig gedämpft. Ca. 2 m neben unserem Wanderweg entdecken wir im tiefen Gras eine Bache. Ein junges Wildschwein. Zerrissen von irgendwelchen Tieren. Ich weiß nicht, ob es von Hunden oder anderen gejagt und zur Strecke gebracht wurde. Es ist einfach nur ein jämmerlicher Anblick.

Traurig laufen wir weiter. Meine Beine, die Muskeln und Sehnen, alles schmerzt wieder. Ich darf nicht stehen bleiben. Dann wieder anlaufen fällt sehr schwer. Aber ich laß mich nicht entmutigen, ich laufe weiter. Die Schmerzen lassen im Laufe der Zeit nach und bald sind sie ganz vergessen.



Ein Gefühl der Freude steigt in mir auf. Ich bin jetzt eine Stunde unterwegs. Es geht relativ gut. Dann treffen wir auf eine große Pfütze. Das Kind in mir erwacht. Wenn ich einen Damm breche, dann läuft sie leer. Ab in den Bach, der neben dem Weg verläuft. Gesagt, getan. Mit dem Hacken breche ich den Damm und freue mich wie ein Kind, als das Wasser Richtung Bach abfließt. Wir verweilen einen Augenblick, genießen das Schauspiel und ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Oft bin ich mit Opa Christian hier im Wald herumgestreift. Habe gespielt, dabei die Gegend kennen gelernt und Opa hat mir über die Natur erzählt. Über Tiere, Bäume und Pflanzen.

Die schönen Erinnerungen beflügeln mich. Das Laufen macht wieder richtig Spaß.

Am Grab der Juliane laufen wir vorbei Richtung Rusbend Hafen. Der Holzlagerplatz füllt sich immer mehr. Durch die Meinser Kämpen kommen wir dann an den Mittellandkanal.

Schnell hat Bonnie die ersten Enten entdeckt und jagt sie aus vollen Galopp zurück in das kühle Naß. Auch ihr merke ich die Freude deutlich an.


Die Erinnerung an die vielen Winterläufe hier am Kanal keimt auf. Wie schön ist es doch jetzt. Kein Glatteis, kein kalter Wind. Heute laufe ich in nur im T-Shirt und in kurzer Hose. Die sehr hohe Luftfeuchtigkeit läßt den Schweiß mächtig laufen. Es ist anders, ich will nicht sagen schöner, denn der Winter hat auch was für sich. Aber er war lang, dieser Winter, einfach zu lang für mich.



Vorbei geht es am Spülfeld, das sich immer mehr füllt. Über ein Jahr wird hier schon Schlamm aus dem Mittellandkanal aufgespült.

Langsam werden die Beine schwerer. Aber ich laß mich nicht unterkriegen. Ich versuche das Tempo zu halten und es gelingt mir auch. Als wir dann den Kanal verlassen und wieder ins Dorf eintrudeln, da freue ich mich. Wir sind noch unter 2 Std. und bis zur Haustür rechne ich mir eine Zeit von unter 2:20 Std. aus.

Der Straßenlauf durch das Dorf gibt uns zusätzlich Auftrieb, denn hier treffen wir auf viele Bekannte, die uns auf den letzten Metern noch kräftig anfeuern.

2:18 Std. haben wir für die Strecke gebraucht. Die Bestzeit liegt bei 1:44 Std. und die schlechteste bei 2:29 Std. Da kann ich mit leben.

Jedenfalls hab ich das Gefühl, es geht aufwärts. Warten wir mal ab.

02.05.2005

Mit Bonnie die Runde um das Nammer Lager gelaufen. Start in Lerbeck bei herrlichsten Sommerwetter. An die Hitze muß man sich aber auch erst wieder gewöhnen.

Der gestrige Lauf sitzt noch deutlich in den Beinen. Mir kommt es vor, als ob der "Hammermann" nicht mehr von meiner Seite weichen möchte. Was soll ich da noch machen? Am 9. Mai wird wieder eine Blutanalyse gemacht. Bis dahin muß ich mich einfach gedulden und nur das laufen, was ich kann. Das ist momentan nicht viel.

01.05.2005

Nachmittags:  Dieses herrliche Wetter macht mich fast verrückt. Soll ich, oder soll ich nicht laufen. Vernunft vor Gefühl? Ich entscheide mich für Letzteres. Bonnie und ich fahren in den Berg. Bei Opa Walter in Lerbeck starten wir. Der Weg führt uns hoch zum Wasserwerk in Porta. Ich laufe immer ca 500 m und wandere dann wieder ca 100 m. So schleichen wir rüber zum Schlangenweg. Die "Gräten" schmerzen immer noch wie zu meinen Laufanfängen. Es ist schon merkwürdig, so zu laufen. Was sind  schon 5, 10, oder 15 km ?? Die hab ich sonst vo dem Frühstück  gelaufen. Nun kommt es mir wie ein Marathon vor. Aber wir beißen uns durch. Den Schlangenweg verlassen wir um zum "Familienrastplatz Steinkuhle" zu laufen. Dort ist auch gleich "Korff´s Quelle", wo Bonnie sich laben kann.

Aber was für ein Anblick offenbart sich uns auch hier am Rastplatz. Der ganze Vorplatz ist aufgewühlt und unpassierbar.

Nicht nur das. Auch die Bänke und Spielgeräte sind zerstört und unbenutzbar. Hier grillt keiner mehr. Armes Deutschland, wie bist du runtergekommen.

Oben an der Quelle hatten wir dann noch ein Treffen mit einem netten älteren Ehepaar, die in Begleitung eines Border Collies waren. Die beiden Tiere vertrugen sich, als ob sie sich schon immer kennen würden. Wir alle unterhielten uns eine Weile und dann liefen wir mit neuer Kraft weiter.

Über den 9. Längengrad kamen wir runter zu Mettwurst Möller. Auf der langen Gefällestrecke trafen wir dabei auf eine Amazone. Sie sah aus wie ein reitender Engel. Wunderbare lange blonde Haare, eine wunderschöne Rüschen Bluse und ein Engel darin mit einer grazilen Haltung. Es war wirklich ein schöner Anblick. Als wir dicht genug aufgelaufen waren und Sie uns bemerkte, fragte ich höflich, ob ich überholen dürfte, oder ob das Pferd vor meiner Bonnie scheuen würde.

Ihr Engelsgesicht strahlte mich an: " Ja, Sie dürfen ruhig überholen. Wir haben auch einen Hund, nur der hat Angst vor Pferden und läuft immer weg. Aber mein Pferd hat keine Angst vor Hunden."

Wir unterhielten uns noch einen kleinen Augenblick und dadurch beflügelt, liefen Bonnie und ich weiter, runter zum Schlangenweg. Ein schönes Erlebnis, schon wieder nette Menschen kennen gelernt. Vor lauter Nachdenken bemerkte ich garnicht, wie schnell wir wieder unten an "Korfs Quelle" ankamen. Der "Engel" sitzt mir noch im Kopf. Ist es ein Zeichen das es nun wieder aufwärts geht? Mir kommt es fast so vor. Die Beine wurden jedenfalls leichter, freier.

An der Quelle angekommen, nahm Bonnie erst ein ausgiebiges Bad. Ich gönne es Ihr, Sie ist so fröhlich. Fröhlich, da wir wieder länger gelaufen sind? Ich glaube es bald. Denn noch müssen wir ca. 6 km laufen, um wieder am Auto anzukommen. Das heißt, das wir dann ca. 15 km gelaufen sind. Zwar mit Unterbrechungen, aber das ist uns egal. Wir laufen weiter. Hoch zum Hucken und dann runter zum Pilz. Hier treffen wir wieder auf eine Wandertruppe, die wir vor einer Stunde überholt haben. Sie freuen sich, das Bonnie immer noch so kraftvoll läuft und mich den Berg raufzieht. :-)

Um das Nammer Lager herum laufen wir dann weiter bis nach Lerbeck zum Auto. Ein schöner Lauf geht zu Ende. Ich freue mich, das ich es so gut durchgehalten habe. Wenn sich jetzt auch wieder alle Muskeln und Sehnen mit höllischen Schmerzen melden, so war es mir den Lauf wert.

Morgens: Die Schmerzen in den Gelenken,an Sehnen und Bändern, machen das Laufen zur Qual. Darum mit Bonnie nur das Nötigste zur Aufrechterhaltung der Serie gelaufen. Wann wird es wieder besser Langsam werde ich ungemütlich.

30.04.2005

Die Schmerzen in den Gelenken,an Sehnen und Bändern, machen das Laufen zur Qual. Darum mit Bonnie nur das Nötigste zur Aufrechterhaltung der Serie gelaufen.

29.04.2005

Die Schmerzen in den Gelenken,an Sehnen und Bändern, machen das Laufen zur Qual. Darum mit Bonnie nur das Nötigste zur Aufrechterhaltung der Serie gelaufen.

28.04.2008

Die Schmerzen in den Gelenken,an Sehnen und Bändern, machen das Laufen zur Qual. Darum mit Bonnie nur das Nötigste zur Aufrechterhaltung der Serie gelaufen. Noch keine Besserung merkbar.

27.04.2005

Die Schmerzen in den Gelenken,an Sehnen und Bändern, machen das Laufen zur Qual. Darum mit Bonnie nur das Nötigste zur Aufrechterhaltung der Serie gelaufen.

26.04.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager gewandert. Ganz piano. Dann die letzten beiden Kilometer wieder ganz langsam zum Auto gejoggt. Die Gelenke schmerzen kräftig, aber die frische Luft tut uns ganz gut.

25.04.2005

Termin beim Doc. Ergebnis: Mit Streptokocken reichlich gesegnet. Schwere Gelenkentzündungen, ganz miese Blut- und Leberwerte. Ursache ist eine verschleppte Infektion. Eigentlich nichts neues. Beginn der 3. Antibiotikum Kur. Hoffentlich hilft die jetzt.

Danach bin ich mit Bonnie im Berg ein wenig gewandert. Ganz in Ruhe sind wir dann die letzten beiden Kilometer zum Auto gejoggt.

24.04.2005

Heute ist Hermannslauf. 15 mal war ich schon dabei. Bin auch diesmal gemeldet. Aber in der momentanen Form hab ich keinen Gedanken daran. So würde ich mich kaputt laufen. Komisch, es fällt mir nicht schwer, zu verzichten. Ein Indiz, das ich krank bin.

Trotzdem bin ich heute Abend mit Bonnie die Strecke von Gestern gelaufen. Die ersten 1,2 km bis zum Schlagbaum liefen wir in fast genau 11 Minuten. Wenn ich sonst dazu mehr als 8 Minuten brauchte, dann war ich in schlechter Form. Und heute 11 Minuten. So lange hab ich noch nie dafür benötigt. Hier waren die Muskeln schon dicht. Ich stand kurz vor der Umkehr. Aber sollte ich Bonnie die Freude nehmen?  So liefen wir weiter. Wahrlich, mir machte es keine Freude. Ich war einfach platt. Gut, das Bonnie soviel Schnüffelpausen machte und ich mich da erholen konnte.

Nach 46 Minuten waren wir wieder am Auto. Die durchschnittliche Hf betrug heute 123 Schläge. Ein Zeichen, das mir der gestrige Lauf noch in den Knochen sitzt.

23.04.2005

Start bei Opa Walter in Lerbeck. Die 6,4 km Runde von hier um das Nammer Lager stand auf unseren Programm. Kurz gesagt, es war ein Quälerei. Die Muskeln schmerzen, kaum ein Gelenk, was nicht weh tut. Wir brauchten 45 Minuten bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 111 Schlägen. Bei Hf 190 Max.

22.04.2005

Morgens wieder mit Bonnie eine lockere Dorfrunde gelaufen. Es wird immer mieser.

Das Ergebnis der Blutanalyse liegt vor. Der Arzt rät mir, nur ganz vorsichtig zu trainieren. Am Besten garnicht laufen. Montag muss ich zur Ultraschall Untersuchung antraben.

Nach dem Kegeln heute Nachmittag kann ich kaum noch auf den Beinen stehen. Ich bin platt wie eine Flunder.

Frank zeigt uns hier, wie auch an Ihm die Jahre nicht spurlos vorüber gegangen sind.



21.04.2005

In Anbetracht der miesen Verfassung wieder nur eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

20.04.2005

Morgens um fünf sind Bonnie und ich schon eine Dorfrunde gelaufen. Ulrike hat heute Geburtstag und ich feiere aus diesem Grund Überstunden ab. So kann ich ihr noch im Haushalt helfen und auch in Ruhe Rasen mähen. Das ist mir jedoch nicht bekommen. Anschließend war ich so platt, das ich mich kaum noch rühren konnte.

Was macht ein kluger Mensch: Im Wissen um die beiden gescheiterten Antibiotikum Kuren trabe ich also wieder zum Doc. Der ist entsetzt über meine Verfassung und macht eine große Blutanalyse. Freitag gibt es Bescheid.

19.04.2005

Trotz der eigentlich schönen Läufe habe ich tagsüber darunter zu leiden. Muskelkater und Gelenkschmerzen begleiten mich schon längere Zeit. Langsam wird es unerträglich. Dieses Gefühl kannte ich schon lange nicht mehr. Darum sind Bonnie und ich heute auch nur eine Dorfrunde in den Morgenstunden gelaufen.

18.04.2005

Als Bonnie und ich im Berg ankommen, da wird es plötzlich richtig dunkel. Es dauert nicht lange und wir laufen im strömenden Regen. Angenehm warmer Regen, es kommt kein Fröstelgefühl auf. Nein, in uns erwacht die Lust auf eine Schlammschlacht. So laufen wir dann gleich hinter der Abzweigung zum "Alten Nammer Kirchweg" direkt in den Berg. Einfach so quer Beet. Über Stock und Stein geht es nur sehr steil aufwärts. Der Regen prasselt auf uns nieder. Bonnie kläfft hin und wieder voller Freude einfach so aus sich raus. Es macht ihr sichtlich Vergnügen, mir natürlich auch.

Irgendwann kommen wir dann wieder auf den Hauptwanderweg um das Nammer Lager. Die Luft duftet nach feuchten Laub, Regen und Erde. Ein köstlicher Geruch. Zielstrebig führt Bonnie mich. Sie kennt die Wege ganz genau. Ich frage mich oft, woher sie so sicher weiß, wo ich lang laufen will. Aber das wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben.

Als wir wieder am Schlagbaum zum Wasserwerk ankommen, laufen wir ohne viel Überlegung geradeaus weiter. Rechts runter führt der Weg zum Auto zurück. Egal, was heute für ein Tag ist. Das Laufen bei diesen Bedingungen erfüllt uns heute. Also weiter. unten um den Fernsehturm herum. Kein Mensch ist uns bisher begegnet und so bleibt es auch, als wir nach 11 km wieder am Auto ankommen. Ein herrlicher Regenlauf liegt hinter uns und kein Noteinsatz hat unsere Ruhe gestört.

17.04.2005

Mit Bonnie von Opa Walter aus hoch zum Nammer Lager gelaufen. Dort sind wir dann bei herrlichen Laufwetter drei mal rumgelaufen. Der Frust über den entgangenen Treppenlauf sitzt noch tief. Selbst diese schöne Runde konnte meine Stimmung nicht wesentlich verbessern. Man gut, das Bonnie wenigstens richtig glücklich war.

16.04.2005

Voller Freude bin ich um 5:00 Uhr aufgestanden. Heute ist 24 h Treppenlauf in Dresden und ich will dabei sein. Angemeldet bin ich bereits und nach dem zwei Mitfahrer im letzten Moment abgesagt haben, fahre ich nun alleine los.

Mein neues Navigationsgerät hab ich schon am Vorabend programmiert und so kann ich nun losfahren.

Herrliches Wetter deutet sich an. In Bad Eilsen fahre ich auf der Autobahn in Richtung Magdeburg. Dort hab ich in Öbisfelde einen Zwischenstop eingeplant um das Grab unserer kleinen Julia zu besuchen, die wir als Tageskind fast 3 Jahre bei uns hatten.

Sie hatte von Geburt an einen Herzfehler, an dessen Folgen sie im Alter von 4 Jahren verstorben ist.

Die Autobahn ist herrlich frei und ich kann richtig schön Gas geben. So macht das Fahren wenigstens noch ein bisschen Spaß.

Es geht immer gegen die Sonne zu fahren, ein schöner Tag.

Vorbei am Steinzeichen, wo ich sonst Treppenlaufen übe, weiter  an der Abfahrt Lauenau vorbei, wo ich schon so oft abgebogen bin, um im Deister zu laufen. Schöne Erinnerungen kommen auf.  Dann die Abfahrt nach Springe, wo ich mit Uli316 gelaufen bin.

Dann kommt Hannover und das Autofahren macht immer noch Spaß.

Kurz vor der Abfahrt Braunschweig Ost fahre ich auf ein Stauende zu, schalte runter in den 4. Gang und hänge mich hinten ran. Nach wenigen hundert Metern löst sich der Stau und wir können wieder beschleunigen. Ich will in den 5. Gang hoch schalten, aber nichts passiert. Außer ein markerschütterndes Knattern wie Maschinengewehrfeuer. Ich gehe sofort auf die Bremse und biege auf den Standstreifen ab. Verzweifelt versuche ich den 4. Gang einzulegen, aber auch das klappt nicht. Die Ohren hören nur noch Kreischen und Knirschen, das geht durch Mark und Bein.

Also rechts ran, ausrollen lassen und Ruhe bewahren. Das ist das Gebot der Stunde.

Wagen ausschalten, einen Moment warten und dann wieder anfahren.

Die Knochen zittern, als der Wagen anspringt. Was passiert jetzt. Ich schalte den 1. Gang rein und fahre los. Die Geräusche sind verstummt, der Wagen fährt an. Ich beschleunige und schalte immer höher. Bis zum 4. Gang geht es mühelos. Der 5. macht wieder Schwierigkeiten, lässt sich aber dann irgendwann doch wieder schalten.

Fieberhaft überlege ich, was ich nun machen soll. Knapp ein Kilometer bis zur Ausfahrt „Braunschweig Ost“. Ich bete, dass der Wagen durchhält und ich die Autobahn verlassen kann.

Es klappt, ich verlasse die Autobahn und komme auf die Bundesstraße. Bei nächster Gelegenheit halte ich an um erst einmal die Gedanken zu sammeln.

Was soll ich machen, ich habe nun knapp 140 km gefahren, fast 300 sind es noch bis Dresden. Soll ich das unter diesen Umständen durchziehen, oder versuche ich mich über Land- und Bundesstraßen soweit wie möglich der Heimat zu nähern?

Die Gedanken schlagen Purzelbaum aber dann entscheide ich mich für die Rückfahrt. Die

50 €  Startgebühr gönne ich den rührigen Veranstaltern des Treppenlaufes, die machen mich nicht ärmer. Hauptsache, ich komme so noch bis nach Hause und muss das Auto nicht hier irgendwo abstellen.

Über Handy versuche ich noch mit Davor Bendin in Kontakt zu kommen. Der müsste hier eigentlich auch vorbei kommen. Aber leider ist er nicht zu erreichen.

Also programmiere ich den Navigator auf Heimfahrt über Land- und Bundesstraßen und kehre um.

Das wird die nervenaufreibendste Autofahrt meines Lebens. Nur bis zum 4. Gang schalten, immer die Angst im Nacken, das das Getriebe gleich auseinanderfliegt. Das bereitet Magenschmerzen. Aber nach fast 2 ½ Stunden hab ich es geschafft. Ich komme mit dem Wagen wieder nach Hause.

Es sollte so ein schöner Tag werden. Aber der Mensch denkt und Gott lenkt. Oma würde sagen, „wer weiß, wozu es gut war“.

Ich habe von Autos keine Ahnung, aber Olli, mein Nachbar, ist Kfz Meister. Er hat sich den Wagen dann angeschaut und meint, ein Synchronisationsring wäre defekt. Teure Reparatur.

 

Das einzig positive an diesen Wochenende ist dann, dass ich meine Rufbereitschaft nun wieder selber machen kann und dann dafür nächstes Wochenende frei habe.

 

Heute Abend sind Bonnie und ich dann noch eine Dorfrunde gelaufen.

 

15.04.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie. gelaufen.

14.04.2005

Mit Bonnie 12 km um das Nammer Lager und den Fernsehturm gejoggt. Ganz gemütlich in 1:27 Std. Herrlich, das nun alles so schön grünt. Eine tolle Jahreszeit.

13.04.2005

Mit Bonnie eine Regenerationsrunde um das Nammer Lager. Jetzt müssen wir mit den kräften sparsam umgehen. Das Wochenende wird hart.

12.04.2005

Bonnie und ich wollten eine ruhige, gemütliche Runde um das Nammer Lager laufen. Das Wetter lud richtig dazu ein. Start in Lerbeck und bei Opa Walter ging es hoch in den Berg. Auf den alten Nammer Kirchweg entlang und dann rechts ab zum Nammer Lager. Dort oben waren wir nicht lange unterwegs, da trafen wir auf alte Freunde aus Kleinenbremer Zeiten, die uns entgegen kamen. Wir tauschten ein paar Sätze und ich machte ein Foto.

Dann liefen wir weiter. Bonnie musste ein paar kleine Schnüffelpausen einlegen und ehe wir uns versahen, wurden wir von der Eisberger Laufgruppe eingeholt. Das ist ein toller Verein, der auch einen super Volkslauf ausrichtet und für mich zu den Besten im Kreis zählt.

Schnell kam wieder der Wettkampfgeist auf, und der Funke sprang auch gleich auf Bonnie über. Sie zog mich regelrecht nach vorne. Im Gefällestück, eine sehr steile Passage, die am Pilz geradeaus runter zum Schlangenweg führt, wurde ich dann von der schnellsten Frau eingeholt. Bergab mit Bonnie an der kurzen Leine, das ist gefährlich. Wenn sie da plötzlich einen Satz nach vorne macht, dann gibt es eine Bruchlandung. Aber schon nach wenigen Metern auf dem Schlangenweg, da zog Bonnie immer mehr das Tempo an. Sie kann es nicht ab, wenn jemand vor ihr läuft. Und ich trolle natürlich hinterher. So hatten wir die Läuferin dann sehr bald wieder eingeholt und bis zum Wasserwerk bauten wir den Vorsprung immer mehr aus. Dort oben liefen wir dann erst zur Hauptstraße und dann wieder zurück zum Schlagbaum. Dort hatte sich schon ein großer Teil des Lauftreffs versammelt. Wir klönten dann ein wenig und ich machte auch hier wieder ein Foto.

Danke an die nette Frau für diese kleine Tempoeinlage und ein Gruß an all die anderen Teilnehmer.

11.04.2005

Mit Bonnie Tempolauf um das Nammer Lager. Bonnie hat voll mitgezogen. Gestern Abend hab ich mich nun endgültig für den Mt. Everest Lauf in Radebeul angemeldet.

10.04.2005

Mal wieder eine große Runde mit Bonnie durch das Wesergebirge getrabt.Richtig schöne Crosstrecken ausgesucht, von Pferdehufen aufgewühlte Wege. Das war herrlich. Auf dem Bild kann man rechts neben dem Kreuz drei einzelne gelbe Blümchen sehen. Ein schöner Farbtupfer in dem Blättermeer.

Als wir dann die Hindernisrunde der Crossreiter verlassen, laufen wir auf das neue Brückenbauwerk der Autobahn A 2 zu. Toll, was die Brückenbauer in so kurzer Zeit geschafft haben. Dann kommen wir bei "Wanderers Ruh" wieder auf den Portaweg, den wir in Richtung Fernsehturm zurück laufen. Rechts um das Nammer Lager und wiedr runter nach Lerbeck. Ein schöner Sonntag Nachmittag geht zu Ende. Bonnie und ich fühlen uns super. Es geht jetzt doch deutlich wieder aufwärts.

09.04.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager und Fernsehturm. Dabei fiel uns dieses Bild in den Wurzeln einer mächtigen umgekippten Buche auf. Das Gerippe sind Steine, die wie an einer Schnur aufgezogen da liegen. Ich find es toll.

08.04.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager und Fernsehturm.

07.04.2005

Mit Bonnie von Lerbeck aus eine Runde um das Nammer Lager. Mieses Wetter, kühl und zwischendurch Regen. Aber Bonnie hat viel Gras gefressen und sich manche Schnüffelpause gegönnt. Für die 6,5 km haben wir dann auch fast 50 Minuten gebraucht.

06.04.2005

Wieder ein schöner Laufabend mit Bonnie um den Fernsehturm und um das Nammer Lager. Es geht mächtig aufwärts. Nach 10 Wochen Plagerei mit Grippe und Halsschmerzen lief es die letzten Tage deutlich besser. Hoffentlich bleibt es so.

Blick in Richtung Wiehengebirge. Da, wo die Weser einen großen Bogen macht. Immer wieder ein schöner Aussichtspunkt auf meiner Laufstrecke. Hier verweile ich gerne für einen kleinen Moment und genieße die Aussicht. Bei guten Wetterbedingungen hängt hier der Himmel voll mit Drachenfliegern. heute sehen wir keinen. Der Lauf geht dem Ende entgegen. Aber als wir dann am Wasserwerk in Porta ankommen, da entscheiden wir uns noch für eine Zusatzrunde um das Nammer Lager und dann längst dort oben drauf lang. So haben wir wieder reichlich Höhenmeter gebaggert und gut 13 km gelaufen.

Gruß an alle kranken Läufer und gute Besserung.

05.04.2005

Mit Bonnie einen tollen Lauf um das Nammer Lager und dem Fernsehturm gemacht. Dabei sind wir auf die Laufgruppe aus Kleinenbremen und die aus Eisbergen getroffen. Da die Eisberger meine Richtung liefen, haben wir mit denen mal wieder richtig Tempo gebolzt. Das hat Spaß gemacht. Aus der Gruppe hielt dann nur eine Frau mit mir mit. Die anderen ließen abreissen. Ich hab so das Gefühl, die Grippe ist nun nach fast 10 Wochen vorbei.

04.04.2005


Mit Bonnie bin ich heute wieder
zum Berg gefahren
und dort auf dem Portaweg
in Richtung Kleinenbremen
Sportplatz gelaufen.
Herrlicher Sonnenschein und
angenehme 20°C machten das 
Laufen zur Freude.
Am Sportplatz angekommen,
 liefen wir auf der Crossrunde weiter.
Zurück wieder über den Portaweg.
Als wir aber am Steinbruch 
vorbei kamen, da konnten wir uns
nicht bremsen.
Aber da bot sich uns ein jämmerlicher Anblick.  So wie auf dem linken Bild sah derAufstieg vor genau einem Jahr aus, und so heute.

So sieht es dort heute aus. Nichts mehr von Treppen zu erkennen.

Dieses kleine Biotop, geknipst vor fast genau einem Jahr.

Lastwagenweise hat man alles wieder mit  Schotter vollgekippt, damit bloß kein Wanderer oder Läufer hier mehr lang läuft. Die Schutzhütte ist abgebrochen worden und aus der Felswand hinter ihr hat man den Schotter gebrochen, um alles wieder unbegehbar zu machen. Armes Deutschland, das du die Oasen in der Natur nicht mehr pflegen kannst. In diesem Familienrastplatz haben wir immer vom ESV aus unsere Sommerfeiern abgehalten. Wunderbare Spielplätze lagen hier für Kinder jeden Alters. Alles ist platt gemacht. Mir läuft die Galle über, angesichts derKurzsicht der Politiker. Beispiele für die Dusseligkeit gibt es hier noch viele. Zum Beispiel die Mülleimer. Sie quellen über und der Unrat liegt rechts und links daneben verstreut. Tausende von Arbeitslosen, aber den Müll holt keiner ab.

Dieser Mülleimer ist keine Ausnahme. Am gesamten Schlangenweg entlang hat man schon seit über einem Jahr nicht mehr die Mülleimer geleert. Dort sieht es noch viel schlimmer aus als hier. Da frage ich mich, wo das noch hinführen soll. Die Werte, die ich gelernt habe, die zählen wohl heute leider nicht mehr.

Trotz dieser vielen miesen Eindrücke sind wir heute aber mal wieder so gut gelaufen, wie schon lange nicht mehr.


03.04.2005

Mit Bonnie um das Nammer Lager und dem Fernsehturm gekreuzt. Einge Höhnmeter dabei geschafft. Aber es läuft nicht rund. Die Grippe steckt noch in den Knochen. Werde wohl noch einmal zum Doc traben.

02.04.2005

Die Halsschmerzen kommen schon wieder. Langsam werd ich depressiv. Darum mit Bonnie nur eine kleine 5 Km Runde gelaufen.

01.04.2005

Heute Nachmittag hab ich meinen Arbeitskollegen Eberhard zu Hause am Computer unterstützt. Dafür hat er sich nicht lumpen lassen und mich richtig gemästet. Currywurst, Pommes, anschließend frisch gebackener Kirschkuchen. (Danke Brigitte) Da konnte ich nicht widerstehen. Als Dank dafür kam ich mir heute Abend auf der Bergrunde wie eine hochschwangere Wildente vor. Selten hab ich mich so schwer gefühlt wie heute. ( Warum hau ich auch so rein, ich Troll )

Die Runde um das Nammer Lager wurden zur Tortour. Dort traf ich dann auf ein Laufpärchen, wo ich mich natürlich ranhängen musste. Ich war heilfroh, als sie am Wasserwerk links abbogen und ich geradeaus weiterlaufen konnte.

Wir liefen dann erst einmal in den Steinbruch, wo ich dann ausruhen konnte, da ich ja ein paar Bilder schießen wollte. (Die Pause kam gerade richtig)

Hier kann man schön die Gesteinsschichten liegen sehen. Für mich als Laien immer wieder beeindruckend.

Oder dieser Rest eines Bauwerkes aus schlimmen Zeiten. Davon gibt es hier im Portaberg und im Wesergebirge noch reichliche Zeitzeugen. Bunker, unterirdische Produktionshallen, geheimnisvolle Stollen, all das lebt hier weiter.Selbsternannte Höhlenforscher begeben sich hier nicht selten in Lebensgefahr, um vermeintlichen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Wir erfreuen uns lieber an diesen Lichterspielen, wenn die Sonne unser "Alpenglühen" erzeugt. Das ist uns angenehmer als in dunklen Stollen rum zu stochern. Obwohl ein Fahrt mit der Bergwerksbahn in die Stollen auch ein tolles Erlebnis ist.

Nach 11 km kommen Bonnie und ich wieder zum Auto zurück. Mir ist wieder klar geworden, das ich immer noch nicht gesund bin, denn die Halsschmerzen erinnern mich erneut daran.

31.03.2005

Mit Bonnie heute nur eine Dorfrunde gelaufen. Das zu später Stunde, aber genüsslich dafür. Überlege, ob ich am Wochenende nach Hamburg zum Teichwiesen Marathon fahre.

30.03.2005

Heute ist wieder so ein schöner Frühlingstag. Darum gleich nach der Arbeit Bonnie ins Auto geladen und mir ihr in den Berg gefahren. Da Bonnie so ungern Auto fährt, will ich jetzt täglich mit ihr in den Berg fahren. So soll sie lernen, das Auto fahren mit einem Geschenk, dem Laufen, belohnt wird.

Bei Opa Walter im Lehmberg parken wir. Bonnie kann es kaum erwarten, aus dem Auto zu springen. Dann legt sie schon gleich richtig los. Aber nach wenigen 100 Metern beginnt die Schnüffelphase und das Grasen. Ich lass ihr die Zeit, denn ich weiß genau, wenn sie sich ausgeschnüffelt hat, dann legt sie wieder zu.

So kommt es dann auch. Als wir oben am Schlagbaum beim Wasserwerk ankommen, da zieht sie nur noch. Ich bin ihr wieder nicht schnell genug. Aber auch das legt sich bald und wir haben unser gemeinsames Tempo gefunden. Am "Pilz" vorbei laufen wir auf den "Hucken" und dann weiter Richtung Kreuzplatz. Den 9. Längengrad kreuzen wir, dabei lassen wir links den Familienrastplatz liegen. Nun nähern wir uns der Absturzstelle eines Militärflugzeuges.

Hier verlor ein junger OFW im Alter von 28 Jahren sein Leben. Jedesmal, wenn ich hier vorbeikomme, laufe ich langsamer und bete für Ihn. Mir wird bewusst, was ich für ein Glück hatte, meinen Unfall zu überleben. Nicht selten fühle ich während der Zwiesprache, wie mich seine Seele berührt und sich mir als Schutzengel offenbart. Eine Gänsehaut läuft mir über den Rücken und dann legt Bonnie wieder einen Zahn zu. Ich glaube, sie merkt auch etwas von dieser besonderen Stelle. Denn auch sie wird hier immer langsamer, wenn wir uns diesem Ort nähern.

In den ersten 7 Jahren stürzten 90 Maschinen ab, bis zur Außmusterung 292, wobei 108 Piloten den Tod fanden.

Heute ist das alles vergessen, die wenigsten Wanderer kennen diesen Ort und wandern einfach daran vorbei.

Wir laufen weiter. Ein Gefühl, ich bin wieder daheim, überkommt mich. Ich merke immer deutlicher, wie mir das Berglaufen gefehlt hat. Der Winter war zu lang. Hier fühle ich mich wohl. Hier habe ich doch einen ganz anderen Bewegungsablauf als beim Laufen auf der topfebenen Strecke am Kanal oder im Schaumburger Wald. Hier ist ja auch mein "nikname" entstanden. der "Wesergebirgsläufer", hier bin ich wieder bei den Wurzeln. Die Freude wird immer größer. Längst spüre ich meine Beine nicht mehr. Ich laufe einfach so, genieße die Umwelt. Das langsam aufkommende Grün, die Vögel, deren Gesang immer vielfältiger wird. Immer mehr der gefiederten Freunde kehren Heim.Es ist schön, ein Langstreckenläufer zu sein.

Weiter zieht es uns, immer mal rauf und mal runter. Keine Eintönigkeit, jeder Schritt bringt Neues. An der "Roten Klippe" vorbei führt uns der Weg zum Bergsportplatz in Kleinenbremen. Gerade als wir über die Kuppe laufen und den Sportplatz sehen, auf dem ich schon so viele Runden gelaufen bin, da erschallen die Abendglocken aus der im Tal gelegenen Kleinenbremer Kirche. Es ist wie ein Willkommensgruß. "Schön, das Du wieder im Berg bist. Sei uns willkommen", so klingt es in meinen Ohren. Einen Moment verharren wir und lassen das Läuten auf uns einwirken. Erinnerungen an die Vereinszeit in Kleinenbremen leben auf.

Auf der Kleinenbremer Crosslaufstrecke laufen wir weiter. Auch hier werden wieder einige Bäume gefällt und die Strecke bekommt noch mehr Crosslaufcharakter. Wir kommen nach ca. 2 km wieder auf den Hauptwanderweg XW, der uns zurück zur Porta Westfalica führt. Bonnie ist nicht zu bremsen und begrüßt jeden Walker und Wanderer freudig. Heute sind nur gute Menschen unterwegs, denn alle freuen sich mit ihr und es gibt keinen Stress.

So kommen wir nach ca. 20 km wieder unbeschadet zum Auto zurück. Ein toller Lauf liegt hinter uns. So etwas baut mächtig auf.


29.03.2005

Was für ein schöner Tag. Um 17:45 sind Bonnie und ich im Wesergebirge gestartet. Super Wetter und eine Bonnie, die nicht zu bremsen war. Da lacht das Läuferherz. Bei Opa Walter liefen wir erst einmal 1,2 km nur bergauf, um dann auf den Schlangenweg zu kommen. Der Weg schlängelt sich wirklich wie eine Schlange und hat immer wieder knackige Steigungen. Aber all das konnte uns nicht bremsen. Mir tat nichts mehr weh, die Muskeln und Gelenke waren frei. Da macht Laufen wieder Spaß. Dazu liefen wir noch auf eine junge Frau mit zwei Hunden auf. Bonnie schmuste gleich mit ihnen. Der Abschied fiel ihr dann auch schon schwer. Gerne hätte sie noch gespielt, aber laufen wollte sie auch. Sie war sichtlich im Zwiespalt. Aber dann lief sie doch weiter. Bei Mettwurst Möller ging es dann wieder stetig hoch bis zum Kreuzplatz.


Wir biegen am Kreuzplatz links ab und laufen dann nach ca. 200 Metern über den 9. Längengrad. Ein markanter Punkt auf unserer Laufstrecke. 

Kurz danach biegen wir rechts ab auf die Crosstrecke.  Ein von Pferdehufen aufgewühlter Weg führt uns nun hoch zum "Nammer Kopf". Am höchsten Punkt bietet sich uns ein schöner Ausblick in das Wesertal. Der Nebel verhindert eine bessere Aufnahme. Aber das Auge freut sich.

Selbst hier oben auf 260 m Höhe erwacht der Frühling. Dann laufen wir einen Wildpfad ähnlichen Weg durch die "Naturwaldzelle", ständig auf und ab. Teilweise durch einen aus Ästen geflochtenen Tunnel. Das Läuferherz jubelt. Vergessen sind die letzten Wochen mit Grippe und Halsschmerzen. Hier fehlt uns nichts. Hier erleben wir das Leben von einer schönen Seite, einer Seite, die aufbaut und Kraft gibt. Die schroffen Klippen links des Weges, die teilweise 30 - 40 Meter senkrecht runterfallen, erinnern mich an die letzten Wochen, wo Krankheit und Stress mich fast in den Abgrund trieben. Dann dieses leise Frühlingserwachen, da werden neue Kräfte geweckt. Und nun laufen Bonnie und ich wieder, als sei nie etwas gewesen. Beim Blick in das Tal bete ich ein Dank Gebet, denn "Er" hat mich wieder gesund gemacht und aus der Winterdepression befreit. Nun können wir wieder fröhlich unseren Lauf genießen. 

Nach 1:48 Std. erreichen wir glücklich und wohlbehalten unser Auto.



28.03.2005 Abends

Bonnie tut mir leid. Sie frisst kaum noch und liegt nur in den Ecken herrum. Ich glaube, ihr fehlt das richtige lange Laufen. Das kann ich nicht länger mit ansehen. Spontan beschließe ich, mit ihr in den Berg zu fahren um dort Laufen und Wandern abzuwechseln, bis sie zufrieden ist. Der Blick auf unsere Hecke zeigt uns, das es Frühling wird. Die ersten Knospen sind deutlich zu erkennen.

Im Berg angekommen, starten wir bei Opa Walter. Das heißt, von hier geht es erst einmal nur Bergauf, bis auf den oberen Eggeweg.

Noch können wir von hier oben den tiefer liegenden Wanderweg erkennen. Aber wenn erst alles wieder grün ist, dann ist da nichts mehr von zu sehen.

Der Wanderverein war auch schon fleißig und hat die Wegweiser erneuert oder repariert, damit sich kein Wanderer verirrt. Dank an die fleißigen Helfer.

Hier führt der Weg wieder zurück zum Auto. Rechts ab geht es runter zum Lehmberg.

Schaut man genau hin, so sieht man, das dieser Hochsitz mutwillig zerstört wurde. Erst jetzt fällt mir auf, das wir schon zwei zerstörte Hochsitze unterwegs gesehen haben. Ob das wohl Jagdgegner waren, oder nur randalierende Jugendliche ?

Fast einen Kilometer folgen wir dem Bachlauf abwärts. Dann sind wir wieder am Auto. Bonnie ist glücklich wie lange nicht mehr. Unterwegs hat sie erst einmal kräftig Gras gefressen, was für die Verdauung bei Hunden sehr wichtig ist, und sie ist 1:07 Std. unterwegs gewesen. Mir ging es auch sehr gut, muskel - und Kreislaufmäßig keine Beschwerden. Ich hätte noch 1 Stunde ranhängen können. Aber übertreiben will ich auch nicht gleich wieder. Auf dem Weg zurück merkte ich jedoch die Halsschmerzen wieder kräftig. Mal sehen, was Morgen ist. Bonnie ist dann frisch gebadet worden und hat endlich seid Langen mal wieder richtig gefressen. Jetzt liegt sie mir zu Füßen und schnarcht.


28.03.2005 Morgens

Morgens mit Bonnie eine kleine Runde gelaufen. Regenwetter, aber es wird draußen wieder grün. Nach der Zeitumstellung ist es jetzt länger hell. Sobald wir fit sind nehmen wir das Bergtraining auf.

27.03.2005

"Frohe Ostern", wünsche ich allen Freunden und Bekannten.

Heute sind Bonnie und ich auch nur wieder eine kleine Runde gelaufen. Nachmittags waren Ulrike und ich dann beim Jubiläums Konzert der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte. Das, was Ralf da mit seiner Truppe gezeigt hat, das war einfach herrlich. Ein wunderschöner Nachmittag. Danke an die Musiker.

26.03.2005

Wieder nur eine kleine 2 km Runde gelaufen. Bei der Grippe ist das Wandern sinnvoller. Aber selbst da kann ich keine Bäume ausreißen.

25.03.2005

Nach der "Einwanderung" sind Bonnie und ich noch 2 km geschlichen. Bonnie versteht die Welt nicht mehr. Sie frisst kaum noch. Ich glaube, ihr fehlen die Kilometer.

24.03.2005   2 km mit Bonnie "geschlichen". Allerdings sind wir noch etwas mehr gewandert. Wie kann man bloß so runterkommen?

23.03.2005

Bei T-Online bemüht man sich, die Probleme in den Griff zu bekommen. Für mich schlagen nur 2 km zu Buche. Es geht halt nicht mehr.

22.03.2005

Wieder schlappe 5 km mit Bonnie. Mehr hat keinen Sinn.

21.03.2005

Nachdem ich bei T-Online die Homepage im Tarif gewechselt habe, laüft zunächst nichts mehr. Die Versprechung, das sich ein Tarifwechsel nicht bemerkbar machen würde, war leider eine Fehlmeldung. Drei Tage lief garnichts, bis jetzt funktioniert meine Bildergallerie nicht mehr, das Gästebuch kann ich immer noch nicht aufrufen, der Newsticker lässt sich nicht bearbeiten, es klappt kaum etwas.

Trotzdem und wegen der Grippe bin ich mit  Bonnie die 5 km Runde gelaufen.

20.03.2005

Heute ist Frühlingsanfang. Auch für mich ein Neuanfang? Gestern lief es ja sehr schlecht. Nun will ich die Gunst der Stunde nutzen und mit Bonnie neu durchstarten. Herrliches Frühlingswetter und am Spätnachmittag treibt es uns raus. Richtung Kanal.  Bonnie kläfft vor Freude das ganze Dorf zusammen. Ich bin froh, als wir endlich im freien Feld ankommen. Dort kommt sie dann auch zur Ruhe und wir laufen recht zügig zum Kanal. Von den gestrigen Beschwerden merke ich nichts mehr, es ist, als ob Engel mich tragen. Leicht und flüssig der Schritt, kein Schlagloch, keine Pfütze kann uns aus den Tritt bringen. Der gestrige Lauf mit Uli klingt im Kopf noch nach. Die netten Gespräche, die gemeinsamen Eindrücke von der Strecke, all das steht noch einmal vor dem geistigen Auge.

Froh und glücklich kommen wir nach 12 km wieder zu Hause an. Komisch, was zwischen Gestern und Heute für Welten liegen. Läuferisch gestern ganz unten und heute wieder ganz oben. Der Mensch ist und bleibt eben einmalig, ein Wunder. 

19.03.2005

In Springe 30 km gelaufen. Bericht und Bilder.

18.03.2005

Nur eine Dorfrunde mit Bonnie.

17.03.2005

Nur eine Dorfrunde mit Bonnie.

16.03.2005

Nur eine Dorfrunde mit Bonnie.

15.03.2005

10 km mit Bonnie am Kanal.

14.03.2005

Mit Bonnie am Kanal 12 km gelaufen. Herrlich, so ohne Eis und Schnee. Viel Sonne heute, der Frühling kommt.

13.03.2005

Eine lockere Dorfrunde. Nichts Besonderes. Außer Bereitschaft, passt zur jetzigen Form ganz gut. Hab ich wenigstens eine Ausrede   :-)  Außerdem soll man am 13. nicht sein Glück rausfordern. :-)

12.03.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Es sieht aus, als ob sich der Frühling langsam ran pirscht.

11.03.2005

Eine Dorfrunde. Wieder Bereitschaft.

10.03.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Phil ist krank und braucht uns jetzt mehr. Das hat Vorrang.

09.03.2005

Wieder nur eine Dorfrunde mit Bonnie. Aber es wird deutlich besser.

08.03.2005

Auch heute hat sich nicht viel geändert. Es lief auf der Dorfrunde etwas leichter, aber irgend etwas steckt noch in den Knochen. Egal, es kommen auch wieder bessere Zeiten.

07.03.2005

Die Gelenke schmerzen, irgendwie läuft alles nicht rund. Mit Bonnie nur über eine Dorfrunde gequält. So macht laufen keinen Spaß.

06.03.2005

Das schöne Wetter treibt uns raus. Egal, wenn ich mich auch noch schlapp fühle, wir müssen einfach das Wetter genießen.

So laufen wir wieder unsere Kanalrunde. So sehen hier die Wege aus. Festgetretener Schnee und eisiger Untergrund.

Als wir dann in den Wald einbiegen, das gleiche Bild. Das Laufen wird also wieder eine Rutschpartie werden und die Gelenke besonders fordern.

Aber wir kommen heile wieder aus dem Wald heraus. Viele Wandergruppen haben wir unterwegs getroffen. Am Holzlagerplatz ändert sich das Bild täglich. Immer neue Holzmassen werden angeliefert. Die Durchmesser der Eichenstämme lassen mich immer wieder staunen.

Auf dem Rückweg wieder das selbe Bild. Eis und Schnee, so weit das Auge reicht. Nur jetzt kommt auch noch ein kräftiger Gegenwind auf, der uns das Leben schwer macht. Trotzdem macht es Freude. Wenn mir nun auch die Fußgelenke immer mehr schmerzen, es macht Spaß, zu laufen.

Vorbei am neuen Spülfeld, laufen wir Richtung Heimat. Hier ist Stromkilometer 110,5 und bei 105,5 verlassen wir den Kanal und laufen in unser Dorf ein. Eine Wohltat, auf geräumten Gehwegen zu laufen. Nach 2:19 Std. haben wir die 22 km hinter uns gebracht. Bonnie hat zwischendurch viele Bekannte begrüßt, aber nie Zeit für längere Zeremonien gehabt. Wenn sie erst am Laufen ist, dann ist sie nicht so leicht zu bremsen  :-)

05.03.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Magen und Darmgrippe macht mich platt.

04.03.2005

Eine Dorfrunde mit Bonnie. War zu spät von der Arbeit zurück, um noch eine große Runde in Angriff zu nehmen. Aber das Wochenende ist ja nun da, wir machen das Beste daraus.

03.03.2005

Virtuell bin ich ja nun schon ein paar Tage in Moskau. Aber da möchte ich nicht immer wohnen müssen. Nur eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen. Als gesamt 14. bin ich übrigens in Moskau eingelaufen.

02.03.2005

Zwei Dorfrunden mit Bonnie. Schnee und Eis bremsen uns aus.

01.03.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Ich bin den Schnee leid. Man kann kein richtiges Tempo laufen, muss auf jeden Schritt aufpassen. Aber was soll´s. Nun ist ja schon März.

28.02.2005

Wieder so ein kalter Tag. Die Temperaturen lagen heute Morgen bei -10°C. Der Wind wehte deutlich stärker als gestern. Trotzdem sind Bonnie und ich die Kanalrunde und durch den Schaumburger Wald gelaufen. Es ist verdammt anstrengend, immer den Blick vor die Füße zu setzten, jeden Tritt vorraus zu planen, damit man nicht auf Eis ausrutscht. 22 km lang jeden Schritt kontrollieren, das nervt. Das wird ein Kampf mit der Psyche. Immer wieder kommt der Gedanke, doch umzukehren. "Du hast doch gerade den Marathon gelaufen, gestern schon wieder 22 km und heute nun auch schon wieder. Lass es sein, kehre um. Zuhause unter die warme Dusche, das wird herrlich", so versucht Schweini mich zum Abbruch zu überreden. Aber nein, ich lass mir nichts vorgaukeln. 19 km muss ich schaffen, dann bin ich beim virtuellen Lauf in Moskau eingetroffen. Und das soll heute geschehen. Da kann Schweini jabbeln, was er will. Bonnie merkt von all dem nichts. Ihr geht es gut, mit ihren vier Beinen hat sie immer Standsicherheit. Der Wind scheint ihr nichts anhaben zu können. Sie trabt wie immer gleichmäßig vor mir her. Ein treues Tier, einfach zum Liebhaben. Auf der 22 km Runde sind wir keinem Menschen begegnet. Die Welt gehörte uns.Nach 2:28 Std. kamen wir zu Hause an. Unter der Dusche mochte ich nicht meine Oberschenkel und Knie abduschen, alle Höllenfeuer zusammen brannten dort. So hat der Ostwind die Wärme aus den Knochen gezogen. Aber nun ist alles vorbei. Morgen starte ich wieder in Lissabon, dort ist es wärmer:-)


27.02.2005

Vor dem Frühstück mit Bonnie eine Dorfrunde zum Beine lockern.

Nachmittags dann mit ihr die 22 km Runde am Kanal und Schaumburger Wald gelaufen. Ein Tag voller Emotionen. Der schöne Marathon klingt noch nach, dann hat meine Mutter heute den dritten Sterbetag. Ich musste während des Laufens viel an ihre Leidensgeschichte denken.

Ein kalter Wind begleitete uns den ganzen Weg über. Er schnitt tief ins Gesicht, aber wir fühlten uns wie in Jack Londons Buch der "Ruf des Nordens" beschrieben. Bonnie als Leithund, ich folge ihr blindlings.Sie kannte den Weg, ich konnte ganz in Gedanken versunken hinter ihr hertraben. Die erste Stunde gehörte ganz ihr, sie konnte schnüffeln, kratzen und einfach rumstrolchen. Dann fiel sie aber von selbst in den Ultra Schlappschritt, sie trabte im gleichmäßigen Rythmus weiter. Ich versank immer mehr in meine Gedanken, der Marathonlauf von gestern klang noch tief in mir nach. Heute schon wieder laufen, keine Beschwerden in den Knochen, ich laufe schon wieder. Eine Folge des "täglichen Laufen", bestimmt. Wenn ich dann auch keine Spitzenzeiten beim Marathon laufe, aber dafür kann ich heute schon wieder so schön laufen.

Wieder aus dem Wald raus und an den Kanal. Der Wind erwischt uns jetzt voll, dringt tief durch die Kleidung. Er zieht die Wärme raus. Auch Bonnie bemerkt es. Automatisch wird ihr Schritt schneller.  Die Kilometer verfliegen und so langsam wird es dunkel. Aber auf den schneebedeckten Wegen lässt es sich doch gut laufen. So kommen wir nach 2:30 Std. dann wieder zu Hause an. Die Enkelkinder stehen an der Tür und freuen sich, das wir wieder da sind.

26.02.2005

Marathon Lauf in Bad Salzuflen.

25.02.2005

Mit Bonnie eine 5 km  Dorfrunde gelaufen. Letzte Nacht Bereitschaft. Morgen ist Marathon in Bad Salzuflen. Mal sehen, wen man dort trifft.

24.02.2005

Um 4:00 Uhr vom Nachteinsatz zurück gekommen. Jetzt wieder für eine Stunde ins Bett? Nein, das ist jetzt geschenkte Zeit, nun bin ich einmal wach. Also Laufklamotten an und raus. Bonnie hat das natürlich gemerkt und ließ mich nicht mehr aus den Augen. Treu und brav ist sie dann mit mir die Dorfrunde zweimal abgelaufen. Ein schöner Start in den Morgen. Erstaunlich, wie gut es so früh schon lief.


23.02.2005

Mit Bonnie 4 Dorfrunden. Bereitschaft, da kann ich um diese Jahreszeit keine großen Runden laufen..

188 Stunden bin ich in den letzten 124 Tagen gelaufen. Oder genauer gesagt, 11306 Minuten.

22.02.2005

Mit Bonnie zwei Dorfrunden. Bereitschaft, da kann ich um diese Jahreszeit keine großen Runden laufen..

21.02.2005

Nichts Besonderes, nur 2 Dorfrunden mit Bonnie gelaufen. Hier schneit es wieder ein wenig. Der Teichwiesenmarathon klingt immer noch nach. Es war aber auch wirklich schön. Noch einmal ein dickes Lob an alle, die daran beteiligt waren.

20.02.2005

Am Tag nach den Teichwiesen mit Bonnie 4 Dorfrunden gelaufen. In zwei Trainingseinheiten zwischen den Rufbereitschaftseinsätzen. Trotz Schmuddelwetter und Marathon am Vortag keinerlei Motivationsprobleme. Im Gegenteil, nachdem "powerschnecke" mich als "Teichwiesenfiesling" bezeichnet hat, der dort Kilometer sammelt, war ich geradezu zum Laufen angestachelt. Dem zeig ichs noch :-)

                                     Super, Schneggi                                         

19.02.2005

Daniela Schulte Marathon in Hamburg. Ein toller Lauf um die Teichwiesen.

18.02.2005

Nachmittags mit Bonnie eine Dorfrunde. Habe wieder Bereitschaft. Morgen macht ein Kollege für mich dann solange Bereitschaftsdienst. Bin ja mal gespannt, wen ich bei den Teichwiesen alles treffe.

17.02.2005

Mit Bonnie zwei Dorfrunden. Langsam angehen lassen, der Teichwiesenmarathon rückt immer näher.

16.02.2005

Mit Bonnie´s neuen Laufgeschirr den 22 km Test gemacht. Man, war ich platt. Auf halber Strecke haben wir das alte Geschirr wieder genommen. Alles muss geübt werden, auch die  8 m Laufleine. Mit der Kurzen war es dann alles wieder super. Die lange Leine ist auf einer schweren Rolle, die ich in der Hand halten muss, die kurze ist direkt am Gürtel befestigt und ich hab die Hände frei. Bonnie fühlte sich mit der kurzen Leine auch deutlich wohler.

Dann brachten uns noch zwei Schäferhunde akute Schweißausbrüche bei. Freilaufend, wie sich das gehört, waren sie durch ihr Frauchen nicht zu überzeugen, sie mussten aus 100 m Entfernung auf uns zustürmen. Alles Flehen von Frauchen nutzte nichts. Zielstrebig steuerten sie auf uns zu. Mir rutschte das Herz in die Hose. Allen Mut gefasst und dann laut und nachdrücklich die beiden angesprochen und zur Umkehr genötigt. Und sie parierten auf mein Wort. Bonnie´s knurren kam noch dazu und die beiden kehrten um. Frauchen entschuldigte sich dann noch tausendmal bei uns. Was soll´s. Ist ja nichts passiert.

So kamen wir dann nach 1:13 Std. wieder von unserer 22 km Runde zu Hause an. Bonnie dreckig wie ein Schwein. Ohne Murren ging sie in die Badewanne und nun liegt sie mir zu Füßen, bloß aufpassend, das ich nicht alleine nach draußen gehe.


15.02.2005

Wieder alles spiegelglatt. So macht Laufen keinen Spaß. Mit Bonnie shoppen gewesen. Sie hat ein neues Laufgeschirr und eine neue Leine bekommen. Beides mit Erfolg getestet.

14.02.2005

Komme gerade mit Bonnie von der Dorfrunde zurück. Plötzlich ist es spiegelglatt. Das Laufen auf den Fuß- und Radwegen wird zur Rutschpartie. Lieber nach der Runde aufgehört. Heile Knochen sind wichtiger.

13.02.2005

Mit Bonnie heute wieder eine 20 km Runde gelaufen. Nur Regen und Schneeregen, kalt und ungemütlich. Vom gestrigen Lauf nichts gemerkt. Ein gutes Zeichen.

12.02.2005

Einen wunderschönen Lauf hab ich heute gelaufen. Siehe unter Laufberichte  Hohenstein.

Zu später Stunde mit Bonnie noch eine Dorfrunde gelaufen, damit auch ihr Streak erhalten bleibt. Hat sie sich gefreut, das es dann doch noch auf Strecke ging.

11.02.2005

Heute Nachmittag sind Bonnie und ich wieder die Kanalrunde gelaufen. Eigentlich wäre ja Bergtraining. Aber Davor Bendin schickte mir heute Morgen eine SMS, das er dieses Wochenende in Fischbeck wäre. Spontan verabredeten wir uns zum Treppentraining am Sonnabend. Darum haben wir heute die flache Strecke bevorzugt.

Im Wald war wieder Hochbetrieb mit Holzfällarbeiten. Immer wieder hörten wir das Stöhnen der umstürzenden Bäume. Der Holzlagerplatz füllt sich rasend schnell. Als wir dann am Kanal weiterliefen, trafen wir auf einen ganz lieben Dalmatiner Rüden, der sich gleich mit Bonnie anfreundete.                      

Auch die Hundeführerin und ich kamen ins Gespräch und wir plauderten ausgiebig über unsere Tiere. Es ist immer wieder schön, wie man über die Tiere nette Menschen kennen lernt.

Dann führte uns der Weg weiter Richtung Berenbusch. Vor uns lief eine Läuferin mit langen blonden Haar. Da mussten wir als "Platzhirsche" natürlich Gas geben, um das nette Fräulein noch zu überholen. Ein lockeres "Hallo" und "Ich bin im Vorteil, der Hund zieht mich", und wir trabten an Ihr vorbei. Sie lächelte ganz überzeugend, so das ich mich ein wenig schämte, Sie da so abzuhängen. Beim nächsten Treffen werde ich sie ein wenig länger begleiten.

So verging die Zeit wieder wie im Flug und nach 2:16 Std. war unsere 22 km Runde wieder zu Ende. Die Grippe habe ich aber immer noch deutlich in den Knochen gemerkt. Alles braucht halt seine Zeit.

10.02.2005

Spät Abends mit Bonnie einmal die Dorfrunde gelaufen. Ganze Zeit strömender Regen, trotzdem war es schön.

09.02.2005

Ein herrlicher Tag, wettertechnisch und arbeitsmäßig betrachtet, war das heute. Da mussten wir einfach mal wieder länger laufen. Vor 10 Tagen sind wir das letzte mal nach Rusbend gelaufen. Nun wird es wieder einmal Zeit. Start um 16:30 Uhr. Richtung Aue und dort an den Kanal. Bis dorthin hat Bonnie sich schon freigelaufen, ordentlich Gras gefressen und legt nun an Tempo zu. Ich muss sie richtig bremsen. Sie ist noch keine 500 m am Kanal gelaufen, da muss sie erst ein Ründchen schwimmen. Voller Freude springt sie in das Wasser. Die Kälte macht ihr nichts aus. Erst nach mehrfachen Rufen entstiegt sie den Fluten. Glücklich trabt sie weiter. Dann biegen wir wieder in den Wald ab und laufen Richtung Grabstätte der Juliane. Auf halben Weg dorthin treffen wir wieder ein liebes Hundepärchen und freudig begrüßen sie sich. Der Rüde ist am Fuß verletzt und trägt einen Verband, sieht aus wie ein Schuh. Mit ihrem "Rudelführer" unterhalte ich mich über Fußverletzungen bei Hunden. So lernt man auch beim Laufen viel über die Tiere.

Dann laufen wir weiter, am Grab der Juliane vorbei zur Betonstraße. Hier laufen wir auf ein Läuferpärchen auf, die es nicht fassen können, das sie von hinten heraus überholt werden. Aber das liegt auch nur an Bonnie, denn als sie die Beiden bemerkte, da musste sie einfach lang Hafer geben und das Tempo deutlich erhöhen. Eiskalt zog sie an ihnen vorbei und würdigte den Beiden keinen Blick. Dabei wollte ich doch noch kein Tempo wieder laufen, aber wenn es läuft, dann läuft es eben  :-)   Hoffentlich muss ich nicht noch dafür büßen, denn die Halsschmerzen sind noch nicht ganz weg. Aber auch der lange Weg zurück am Kanal entlang bereitet uns keinerlei Probleme. Die Pumpe tuckert langsam ( 130 HF im Durchschnitt ) Das sind 73% von HF-Max, aerobes Training. Ich fühle mich wohl, es macht wieder richtig Spaß. Das sollte auch für das Imunsystem ein Kick sein.

Trotz der Plauderei zwischendurch haben wir die 22 km Runde in 2:015 Std. gelaufen.

08.02.2005

Es hat mich nichts mehr gehalten. Der Berg ruft. Bei dem herrlichen Wetter konnte ich nicht zu Hause bleiben. Also Bonnie geschnappt und dann ab in den Berg. Bei Opa Walter geparkt und dann auf die Piste. Hier entscheiden wir uns für geradeaus weiter laufen. Dieses ist der Blick zurück. Hier bin ich schon ein paar hundertmal gestartet.

Hier oben am Nammer Lager wird schon wieder kräftig Holz geschlagen. Bonnie liebt den Geruch frisch geschlagenen Holzes genau so wie ich auch.

Weiter geht es, nun erst einmal abwärts. Vorbei am Mundloch, das durch ein dickes Eisengitter gegen ungebetene Gäste schützt. Die Bergbaugeschichte lebt hier auch heute noch weiter.  Wir genießen das herrliche Wetter und kreuzen hier noch hin und her. Mir bekommt es jedenfalls ganz gut. Ich fühle, der Frühling naht. Hoffentlich freue ich mich nicht zu früh. Bonnie ist ganz begeistert, neue Fährten und Gerüche aufzunehmen. Ich denke, jetzt klappt es, das wir Abends wieder im Berg trainieren können. Um 17:45 Uhr konnte wir jedenfalls noch gut laufen. 

07.02.2005

Mit Bonnie eine ruhige Dorfrunde gelaufen.

03.-06.02.2005

Eine dicke Mandelentzündung bremst mich aus. Kaum gelaufen, nur das Nötigste, um die Streak aufrecht zu erhalten. Lieber jetzt, als mitten in der Saison.

02.02.2005

Morgens schon mit Bonnie eine Dorfrunde gelaufen.

01.02.2005

Mit Bonnie eine lockere Dorfrunde gelaufen. Lieber erst wieder richtig fit werden.

31.01.2005

Nach der Arbeit auf dem Heimweg gleich beim Doc eingekehrt. Seit heute Morgen habe ich linksseitig eine dicke Mandel und die Drüsen sind angeschwollen. Jetzt ist mir klar, warum ich nach dem Bergtraining solch einen Muskelkater habe. Antibiotikum aufgeschrieben bekommen und ich musste dem Doc versprechen, keine Tempoläufe und nichts anstrengendes zu laufen. So sind Bonnie und ich die 5 km Runde mit Puls 115 von 192 Max gelaufen. Trotzdem waren wir nach 34 Minuten schon wieder zu Hause. Wollen wir es mal ruhig angehen lassen, schließlich sind es bis zu den Teichwiesen noch knapp 3 Wochen und da will ich wieder fit sein.

30.01.2005

Der Einhundertste Streaktag nach Neubeginn. Trotzdem ein verkorkster Tag. Ich kann mich nicht erinnern, das mir soetwas jemals passiert ist. Um 6:00 Uhr wollte ich schon im Berg sein, Winterlaufserie. Was passiert, der Herr wird erst um 09:15 Uhr wach. Ich konnte es kaum glauben. Aber da sieht man, wie mich die letzte Woche mit der Rufbereitschaft um den Schlaf gebracht hat. Der Körper holt sich, was er braucht. Also bleibe ich zu Hause, da ich die lange Strecke sowieso nicht mehr laufen kann. Es ist einfach zu spät.

Mit der ganzen Familie erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Ein wenig am Computer gesessen und dann war das Mittagessen auch schon fertig. Dann ein kleines Mittagschläfchen gehalten und um 16:42 Uhr den Startknopf der Stoppuhr gedrückt. Oh Backe, gestern hab ich noch getönt, das Bergtraining hat mir keinen Muskelkater beschert. Aber jetzt beim Loslaufen, da merke ich ihn aber deutlich. Die Beine sind schwer wie schon lange nicht mehr. Mühsam schleppe ich mich vorwärts Richtung Kanal. Langsam werden die Beine lockerer. Am Hafen in Berenbusch beschließe ich, die Runde Rusbend Hafen zu laufen. Das sind 22 km. Im Wald bei Berenbusch wird es schon langsam dunkel. Bonnie hat heute einen ungewöhnlichen Laufstil. Mitten aus dem Lauf heraus macht sie immer wieder Kehrtwendungen und bringt mich auf dem glatten Boden fast zum Straucheln. Da merke ich den Muskelkater wieder deutlich. Ich bin heilfroh, als wir dann in Rusbend ankommen. Nun geht es am Kanal zurück. Mittlerweile ist es stockdunkel und ich schalte die Stirnlampe an.

Zu allen Unglück fängt es nun auch an zu regnen. Dazwischen mischt sich immer wieder Schnee und Graupel. Die Beine fühlen sich mittlerweile an, wie bei meinem ersten Marathon. Das Laufen macht so keinen richtigen Spaß mehr. Dazu kommt jetzt noch ein freilaufender Schäferhund Rüde, der sich mit Bonnie vergnügen möchte. Aber unter Einsatz aller Kräfte können wir das Schlimmste verhindern.

Weiter geht es. Ich verfluche den Entschluss, die große Runde zu laufen. Aber irgendwie geht es doch weiter. Total platt erreiche ich das Dorf. Die letzte Dorfrunde, die noch einmal richtig weh tut. Dann sind wir endlich zu Hause. Kaputt wie Hullemann. Aber auch das muss man ja ab und zu mal wieder erleben. Sonst wäre das Läuferleben ja zu einseitig.

29.01.2005

Erster Trainingslauf für den   1. sächsische Mt. Everest Treppenmarathon

                                                         Startplatz unterhalb der A 2

Feuer frei. Heute begann das Training für den 24 Std. Treppenlauf in Dresden. Mit Michael und Bonnie sind wir von Luhden aus hoch zum Klippenturm gelaufen. Ich hab die Strecke sechs mal gelaufen. Das sind pro Runde mit jeweils 80 Höhenmetern rauf und 80 HM wieder runter, einer  Länge von 1556 Metern, gute Vorraussetzungen für das Treppentraining.

Blick zum Berg

Der Klippenturm

Michael kommt den Berg hoch

Da kommen Bonnie und ich angetrabt.

Eine wohlwollende Bekanntschaft für Bonnie. Der Herr Labrador ist total in Bonnie verknallt. Fast hätte er sie rumgekriegt. :-)


Nette Begegnung auf dem Rückweg. Diese beiden hübschen Mädels führen Ihre Tiere aus. Zwei Ponnys und ich glaube, es waren sechs Hunde.


28.01.2005

Wieder nur zu einer Dorfrunde gekommen. 5 km ganz piano mit Bonnie. Dann mit den alten Freunden zum Kegeln gewesen.

27.01.2005

Die Arbeitspflicht in Form der Rufbereitschaft fordert ihr Tribut. Mit Bonnie nur eine Dorfrunde mit 5 km gelaufen. Letzte Nacht mit Rufbereitschaft, dann sind andere dran.

26.01.2005

Die Arbeitspflicht in Form der Rufbereitschaft fordert ihr Tribut. Mit Bonnie nur eine Dorfrunde mit 5 km gelaufen.

25.01.2005

Der Vollmond scheint in unser Schlafzimmer. Es ist 03:30 Uhr. Ich werde wach. Bei Vollmond hab ich immer einen leichten Schlaf. Ich merke, das ich nicht mehr müde bin. Im Gegenteil, ich bin fit wie ein Turnschuh. Eine Weile träume ich von frischer, klarer Luft. Dazu Vollmond. Es ist doch eigentlich ideal zum Laufen. Schlafen kann ich sowieso nicht mehr. Also raus aus die Mupfel. Es ist 4:00 Uhr. Compi an, einmal über die Seiten                Streak Running  gesurft, dann stehe ich um 4:20 Uhr vor der Tür. Schön kalt ist es, aber auch herrliche frische Luft. Ich starte zur Dorfrunde. Die Straßen sind natürlich menschenleer. Noch schöner, sie sind auch autofrei. Darum laufe ich auch nicht auf dem Bürgersteig, der stellenweise noch vereist ist, sondern immer schön auf der Fahrbahn. Alleine bin ich. Ohne meine Bonnie. Das kommt mir richtig komisch vor. Aber sie schlief noch tief und fest, hat garnicht mitbekommen, warum ich aufgestanden bin. Aber ich denke an sie und ich verspreche ihr, das ich mit ihr heute Abend auch noch laufe.

So trabe ich gedankenversunken durch den Morgen. Merke garnicht, dass ich immer schneller werde. An der Bahnstrecke donnert ein ICE an mir vorbei. Die Pulsuhr wird  Ausschläge ins unermessliche hochtreiben. Aber das nehme ich in Kauf. Die erste Runde laufe ich in 27 Minuten für die 5 km. Für den frühen Morgen eine gute Zeit, für mich jedenfalls. Dann geht es in die zweite Runde. Langsam kommt Autoverkehr auf. Ab und zu muss ich auf den Bürgersteig ausweichen. Der Zeitungsbote grüßt mich. Wir kennen uns schon lange Jahre. Er versteht nicht, wie man so früh morgens schon laufen kann. Nun gut, braucht er ja auch nicht. Mir macht es jedenfalls unermessliche Freude. Diese zweite Runde laufe ich in 29 Minuten.

Der Morgen ist gut angefangen. Jetzt geht es an den Frühstückstisch, die Tageszeitung lesen und dann geht es zur Arbeit. "Erste Hilfe" Lehrgang steht heute auf dem Programm. Der Arbeitstag kann beginnen.

Um 18:30 Uhr ist es dann so weit. Bonnie ihre Stunde schlägt. Auch sie kommt zu ihren Lauf. Es immer wieder eine Freude, zu sehen, wie glücklich sie ist, wenn ich die Laufschuhe hole und ihr diese zeige. Dann kennt sie nur noch mich. Alle anderen stehen ihr nur im Weg. Da ich ja noch Bereitschaft habe, laufe ich auch mit ihr die Dorfrunden. Es werden auch wieder zwei an der Zahl. Diesmal etwas langsamer, denn Bonnie braucht die Zeit zum Schnüffeln und markieren. Soll mir auch recht sein. Trotzdem schaffen wir es, die 10 km in 61 Minuten zu laufen. Bonnie ist glücklich und zufrieden, ich natürlich auch.


24.01.2005

6:50 Uhr Start zur Arbeit. Schnee und Eisglätte. 17:30 Uhr zu Hause. 18:30 Uhr die nächsten Einsätze. 21:00 Uhr zu Hause. Umziehen, einmal in den PC schauen dann mit Bonnie eine Dorfrunde. An solch einen Tag kann ich nicht noch Kilometer bolzen. Wer weiß, was die Nacht noch bringt. Dazu ist so eine Rufbereitschaftswoche auch immer ein willkommener Nervenkitzel, denn man weiß nie, was auf einen zukommt. Und dann sollte man fit sein. ;)
Darum haben wir diese Runde genüsslich gelaufen. Bonnie hat viel geschnüffelt und markiert. Ich sehe es als läuferische Regenerationswoche. Das tut auch gut.

23.01.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Rufbereitschaft.

22.01.2005

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Rufbereitschaft.

21.01.2005

Mit Bonnie 2 Dorfrunden à 3 km. Morgen wir es wieder mehr.

20.01.2005

Morgen hab ich wieder Bereitschaft. Das Wetter wird auch schlechter und ich muss mit vielen Einsätzen rechnen. Das heißt, das ich wohl kaum lange Strecken laufen kann, außer in Runden um das Dorf.  Darum haben Bonnie und ich trotz des miesen Wetters wieder eine 22 km Kanalrunde gelaufen.

Start war um 17:15 Uhr. Durch das Dorf liefen wir zum Mittellandkanal. Der Wind blies kräftig und es schüttete aus allen Kübeln. Aber Bonnie und ich, wir sind ein eingespieltes Team und so leicht kann uns nichts erschüttern. Als wir am Kanal ankommen, da treibt uns der Sturm mächtig voran. So ein Rückenwind kann doch ganz schön zum Tempo laufen motivieren. Selbst Bonnie ließ sich davon anstecken. Die Orkanböen wurden immer heftiger und einen Moment dachte ich daran, in Berenbusch umzukehren.

Aber als wir dort in das Hafengebiet einliefen, da spielte der Wind in den Kränen eine derart schöne Sinfonie, das ich spontan beschloß, weiter zu laufen. Das Ächzen und Stöhnen verzauberte uns. Selbst Bonnie blieb zwischendurch stehen. Das rechte Pfötchen wie zum Betteln hochgehoben, verweilte sie einen Moment, lauschte ein wenig, und stürmte dann weiter.

Nun wurde der Baumbestand am Kanal immer lichter, der Wind packte uns so richtig. Das Wasser des Kanals war aufgewühlt, wie an der Küste, oder wenn ein schwer beladenes Binnenschiff mit überhöhter Geschwindigkeit die Wassermassen durchpflügt. Die Wellen brachen sich an der Uferböschung und ich träumte vom Urlaub an der See.

So spulten wir Kilometer um Kilometer ab. Zwischendurch brachte Bonnie mich zweimal fast zu Fall, als sie wie verrückt hinter Feldmäusen hersprang, die unseren Weg kreuzten.

Die Mäuseplage ist in diesem Winter besonders groß. Durch die Frühlingstemperaturen haben sie sich fürchterlich vermehrt. Die Greifvögel haben satte Beute, dieses Jahr.

Im Hafen von Rusbend angekommen, liefen wir über die Brücke und dann ab in den dunklen Wald. Bonnie war immer noch voll gut drauf.

Die Dunkelheit hat uns nun umschlossen. Nur der Lichtkegel der Stirnlampe weist uns den Weg. Die Sicht voraus wird immer geringer, da sich in den Regen nun auch wieder Graupel einmischt. Aber wir kennen ja jeden Weg und jede Kreuzung. Das gibt uns Ruhe und Vertrauen. In den Bäumen rauscht der Orkan, jetzt weiß ich, wie „Ewig singen die Wälder“, sich anhört. Eine bezaubernde Melodie, die uns berauscht. Einfach herrlich. Ich genieße es, jetzt und hier zu laufen. Das Ächzen der Bäume, das Bonnie doch noch das eine und andere mal erschrecken läßt, ist Musik in meinen Ohren. Es erinnert mich an einen Lauf auf dem Oberen Eggeweg im Wesergebirge vor 12 Jahren. Damals richtete ein Orkan erhebliche Baumschäden an, während ich dort oben alleine lang lief und meine Frau zu Haus vor Angst um mich fast gestorben wäre.

Aber so stark ist der Sturm heute nicht.

Langsam läßt der Regen nach, aber er hört nicht ganz auf. So viel Wasser wie heute, bei diesem Lauf, hab ich noch nicht oft von oben auf das Läuferhaupt bekommen. Aber es stört uns nicht, wir laufen. Immer weiter, bis wir dann wieder in Berenbusch an den Kanal kommen. Nicht eine Menschenseele ist uns begegnet. Die Einsamkeit des Langstreckenläufers in Perfektion. Selbst auf der Dorfrunde treffen wir niemanden. Alle haben sich in die wohlig beheizten Wohnzimmer zurückgezogen. Keiner schickt seinen Hund vor die Tür. Nur Bonnie und ich, unzertrennlich kämpfen wir uns durch jedes Wetter gemeinsam voran. Streakrunner und Streakrunner Hund. Kann es etwas schöneres geben. Für mich der schönste Ausgleich zum Alltag. Danke, Bonnie, das du mich so treu begleitest. Kein Mensch kann sich da mit dir messen.

 

19.01.2005

Lockere Dorfrund über 5 km mit Bonnie.

18.01.2005

Eigentlich läßt man bei solch einem Wetter keinen Hund vor die Tür, aber was ein Streaker kann, kann ein Hund schon lange. J          Bonnie läßt sich da auch gar nicht beeindrucken. Als ich die Laufsachen aus dem Schrank hole, da vollführt sie schon wieder Freudentänze.

Ich fröstele schon bei dem Gedanken an das Wetter, aber auch ich laufe trotzdem los.

Durch das Dorf führt uns der Weg zum Mittellandkanal. Es regnet in Strömen. Zwischendurch mischt sich etwas Schnee dazwischen. Sauwetter, naß und kalt. Aber es dauert nicht lange, und ich bin auf Betriebstemperatur. Bonnie läßt sich überhaupt nicht beeindrucken. Sie schnüffelt und kreuzt hin und her. Man merkt nicht, daß sie läufig ist. Sie läuft wie immer mit vollem Einsatz. Ein liebes, friedliches Tier. So etwas Feines findet man nicht alle Tage. Höflich und bestimmt weist sie zudringliche Rüden ab, das Laufen ist ihr noch wichtiger.

Als wir den Hafen Berenbusch passiert haben, laufen wir ca. 3 km schnurrgerade Strecke. Der Wind kommt genau von hinten. Im Licht der Stirnlampe vernebelt der eigene Atem die Sicht. Mit allen möglichen Verrenkungen versuche ich nach rechts oder links, oben und unten auszuatmen. Nichts nützt. Ich erzeuge mein eigenes Nebelfeld. Aber auch das geht vorbei. Irgendwann kommt der Wind wieder etwas von der Seite und ich habe wieder freie Sicht.

Die vielen kleinen Pfützen haben mittlerweile dafür gesorgt, daß ich keine trockene Stelle an den Füßen habe, aber sie fühlen sich wohlig warm an. Überhaupt habe ich immer mehr das Gefühl, das mich eine gewisse Zufriedenheit überkommt. Der Lauf wird immer schöner. Jetzt setzt ein kräftiger Graupelschauer ein. Ein tolles Bild im Licht der Stirnlampe. Wie lauter Bleibänder aus den Gardinen, so erscheint es im Licht. Man kann kaum 2 Meter weit schauen. Den Blick gesenkt, nicht nach vorne. Vorne sieht man nicht viel. Aber immer auf die Füße achten. Der Schlappschritt des Ultraläufers verschwindet beim Lauf in der Dunkelheit, in unebenem Gelände. Achtet mal darauf. Man hebt die Füße automatisch höher.

So laufen wir weiter. Neben Binnenschiffen her, die langsam an uns vorbei ziehen. Ich merke kaum die Schritte. Es ist, als ob mich Engel tragen. Die herrlich frische Luft, all das läßt das Läuferherz genießen. Ich möchte nicht aufhören zu laufen.

Schon sind wir in Rusbend am Hafen. Eigentlich wollte ich hier umkehren und am Kanal entlang zurücklaufen. Aber nun, nun lockt der Wald. Dieses herrliche Gefühl, alleine durch den dunklen Wald zu laufen, das ist für mich immer noch ein gewisses Abenteuer. Selbst wenn ich hier jeden Weg und Steg kenne, es ist immer wieder spannend. Also rein in den Wald. Den Schein der Stirnlampe höher eingestellt und siehe da, rechts und links des Weges sieht man hin und wieder die funkelnden Augen der Tiere. Das wirkt gespenstisch, aber ich weiß, es sind ja keine gefährlichen Tiere, die kennen mich ja alle. J

Es regnet immer noch kräftig, aber unsere Stimmung ist einfach prima. Selbst Bonnie ist begeistert bei der Sache und nicht einmal hab ich das Gefühl, sie stände nicht voll auf meiner Seite.

Als wir aus dem Wald dann wieder rauskommen, läßt der Regen etwas nach. Auf der Kreisstraße laufen wir nun wieder einen Kilometer, ohne das uns ein Fahrzeug begegnet (Hab ich noch nie erlebt).

Dann sind wir wieder am Kanal. Zurück durch Berenbusch kommen wir bei Stromkilometer 105 wieder nach Dankersen rein. Die Heimat hat uns wieder.

Zum Abschluß die obligatorische Dorfrunde, mit der Stirnlampe kurz in die Gaststätte meines Freundes geleuchtet, und mit erhobener Hand wird sich gegrüßt.

Dann sind wir auch schon fast zu Hause. Ein herrlicher Lauf liegt hinter uns. Das Wetter hat uns aufgebaut, nicht demoralisiert, es war einfach toll.

Bonnie freute sich auf die Dusche, ich natürlich auch.

Laufen kann so herrlich sein.

17.01.2005

Nach dem gestrigen Programm heute nur lockere 11 km am Mittellandkanal entlang. Die Beine waren die ersten 20 Minuten etwas schwer, aber dann lief es wieder wie geschmiert.

16.01.2005

Morgens bei der Winterlaufserie in Hörkamp Langenbruch 34 km gelaufen. Nachmittags dann mit Bonnie noch die 22 km Runde am Kanal.

Ausfürlicher Bericht hier, bei Laufberichte.

15.01.2005

Mit Bonnie nur eine Dorfrunde. Aber sie wird schon wieder lebendiger.

14.01.2005

Bonnie ist läufig geworden und hat nicht so richtig Biss zu laufen. Darum bin ich mit ihr nur eine Dorfrunde gelaufen.

13.01.2005

Mit Bonie die Rusbend Runde gelaufen. Hinter dem Grab der Juliane trafen wir auf einen Förster. Er kam mit uns ins Gespräch. Ich fragte Ihn, ob ich mit Bonnie ruhig im Dunklen hier laufen dürfte. Er bejahte das, solange wir auf den Wegen blieben. Ich würde Bonnie ja immer vorbildlich an der Leine führern und dann wäre das kein Problem. Gut so, denn ich habe auch schon andere Meinungen dazu gehört.

Trotzdem wurde der Lauf heute zu einem der schweren Läufe, wie man sie eigentlich selten hat ( Gott sei Dank ) Siehe hier mein Beitrag im Forum bei Holger :    Depressionen

12.01.2005

Nicht viel Zeit heute. Familiäre Sachen haben Vorrang. Darum nur eine 5 km Runde im Dorf gelaufen.

11.01.2005

Was würde meine Mutter, Oma Lina, nun wieder sagen? "Schlump gehabt, deine Schutzengel waren bei Dir". Und damit hätte sie wirklich Recht gehabt.

Denn der Teil unserer Laufstrecke, der mir schon immer schwer im Magen gelegen hat, hätte heute auch unser letzter Lauf sein können. Wären wir nur 15 Minuten eher losgelaufen, dann hätte es böse ausgesehen.

Was ist passiert ?  Nach ca. 1,5 km unserer Laufstrecke müssen wir die Hauptbahnstrecke nach Hannover überqueren. Eine lange Rampe führt uns hoch, alles ist dazu auch noch eine lange, unübersichtliche Kurve. Vollkommen unübersichtlich. Zu allen Überfluss ist auf dem Scheitelpunkt auch noch eine Kreuzung. Die von rechts kommenden Fahrzeuge können nur recht oder links fahren, geradeaus geht es in die Leitplanke. 2 mal musste ich schon als Zeuge vor Gericht erscheinen, weil die Autofahrer in die Leitplanke gefahren sind. Alles halb so schlimm, da keine Verletzten dabei waren. Aber heute nun hat ein von rechts kommender PKW voll einen auf der Vorfahrtstraße fahrenden Linienbus erwischt. Großeinsatz von Polizei und Rettungswagen. Wären wir zu dem Zeitpunkt dort gelaufen, dann wären wir zwischen Leitplanke und Bus zerquetscht. Aber der Schutzengel war bei uns.

Dankbar sind wir an der Unfallstelle vorbeigelaufen. Dankbar, das uns das erspart wurde. Die Notärzte bemühten sich um die Verletzten in zwei großen Notarztwagen.

Ich wurde immer nachdenklicher. Oft hab ich schon "Schlump" gehabt. Wie oft werde ich wohl noch "Schlump" haben. Ein Dankgebet ging nach oben, an den Schutzengel. Mit gemischten Gefühlen lief ich weiter. Bonnie bemerkte nichts von dem Vorfall, sie war ganz auf Laufen und Schnüffeln eingestellt, aber sie blieb dicht bei mir.

So kamen wir an den Kanal. Noch war es hell, aber ich hatte nicht die Lust, in den Wald zu laufen. Also weiter am Kanal entlang. Bald hatte uns die Dunkelheit umschlossen, ich musste die Stirnlampe einschalten. In Höhe von Stromkilometer 110 kam uns eine bekannte Hundeführerin mit ihrem Liebling entgegen. Wir begrüßten uns freundlich. Sie war die einzige menschliche Person, die wir heute auf der 22 km Strecke trafen. Eigentlich wollte ich dann im Hafen von Rusbend umkehren und am Kanal zurücklaufen. Aber das Geschehen von heute Abend hatte mich noch zutiefst aufgewühlt. Also hoch zur Brücke und ab in den dunklen Wald. In die tiefe Ruhe der Nacht. Die Gedanken sammeln und dann noch einmal ein Dankeschön an den Schutzengel, der uns auch heute wieder treu zur Seite stand. Schön, diese tiefe Ruhe im Wald. Die Stirnlampe leuchtete den Weg wunderbar aus, Bonnie stand treu an meiner Seite, vollstes Vertrauen in mich gesetzt. Herrchen ist bei mir, mir kann nichts passieren. Diese Vertrauen was sie in mich setzt, das setzte ich in Ihn, Er hat mich mein Leben lang begleitet und mir immer wieder Mut und Kraft gegeben, Er ist bei mir, alle Tage, bis an der Welt Ende. Das wurde mir heute wieder deutlich vor Augen geführt und das gibt mir Kraft zum Leben.

10.01.2005

Herrliches Laufwetter. Und schon deutlich länger heller. Das baut auf. Einen genüsslichen Lauf entlang des Mittelandkanals. Start war um 16:50 Uhr und trotzdem haben wir die Stirnlampe nicht gebraucht. 15 km sind wir dann gelaufen. Wollen noch nicht gleich wieder Power machen. Unsere Zeit kommt noch:-)

09.01.2005

Vom Husten hab ich heute nichts mehr bemerkt. Aber der Hals ist noch etwas empfindlich. Trotzdem konnte mich heute zum Schluss des virtuellen 22 Tage Laufens nichts mehr bremsen. Wir mussten wieder auf Strecke. Und was da heute im Wald los war, kann ich nicht begreifen. Die Menschen, die Weihnachten und Neujahr im Wald waren, machten heute alle gemeinsam ihren Spaziergang. Das hinderte die Wildschweine nicht, trotzdem große Flächen neben den Wegen zu durchwühlen und sie verzogen sich erst im letzten Moment in das sichere Unterholz.
So wurde es mal wieder ein herrlicher Lauf, der uns wieder mächtig Auftrieb gegeben hat.
Ein Dank noch an Erich und Holger, die sich so um die Streak Runner verdient machen. Der Erfolg lässt hoffen, das Ihr auch weiterhin für uns da seid.

08.01.2005

Wie gestern. Naja, lieber jetzt, als mitten in der Wettkampfvorbereitung.

07.01.2005

Husten ist wieder vorbei, aber die Halsschmerzen versauen mir den Tag. Wieder nur 5 km mit Bonnie durch das Dorf getrabt.

06.01.2005

Gesundheit hat höchsten Vorrang: Darum wieder nur eine Regenerationsrunde mit Bonnie durch das Dorf gelaufen. Langsam wird es besser. Aber wie sagte Oma immer so schön:

Alles was man übertreibt, verwandelt sich in Traurigkeit.

Wir übertreiben nicht, denn wir wollen auch morgen noch laufen.

05.01.2005

Die Halsschmerzen machen mir doch arg zu schaffen. Es hat keinen Sinn, damit lange Strecken zu laufen. Lassen wir es bei der gemütlichen Dorfrunde. Bonnie hat bestimmt auch Halsschmerzen. Sie frisst und säuft nur kaltes und trottet nur so neben mir her. Das kenne ich sonst nicht bei ihr.

04.01.2005

Mit Bonnie wieder nur eine Dorfrunde. Alles andere wäre unverantwortlich. Mit Halsschmerzen und Husten soll man vorsichtig sein. Zu schnell entwickelt sich daraus eine Herzmuskelentzündung.


03.01.2005

Mit Bonnie nur eine Dorfrunde gelaufen. Husten und Halsschmerzen bremsen mich aus.

02.01.2005


Die ganze Familie leidet schon unter Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Besonders der jüngste Enkel Malte ist davon schwer betroffen. Auch ich habe starke Halsschmerzen und wenn ich bedenke, wie Bonnie gestern gelaufen ist, immer den Rüssel nach unten und oft Pause machend, da kann ich mir vorstellen, das sie auch Halsschmerzen hat.
Darum habe ich die heutige Strecke in drei Abschnitten gelaufen. Ich glaube, das ist besser, als in einem Stück die 22 km zu laufen.

Mal abwarten, wie sich das weiter entwickelt.

01.01.2005

Mit Bonnie wie versprochen Richtung Kanal und Wald gelaufen.Bonnie war aber echt nicht gut drauf. Irgendetwas steckt ihr in den Knochen. 15 km waren für sie heute genug.


                                           Zum Tagebuch 2004


 
   
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