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Dezember 2010 

14.12.2010

Die meiste Arbeit ist erledigt. Es kann Weihnachten werden. Dieses Jahr war wieder ein besonderes Jahr. Die Umbauarbeiten haben mich gefordert. Mit Laufen war im letzten halben Jahr nicht viel los. Aber irgendwo muss man Prioritäten setzen. Da hat der Umbau und das Wohl der Familie ganz klar Vorrang. Die Zeit des Laufen kommt auch noch wieder.
Dafür haben Bonnie und ich heute schon geübt. Bei wundeschönen Winterwetter und -5°C sind wir unsere 11,2 km  Strecke am Kanal und durch den Wald gelaufen. Es war ein Hochgenuss. Bonnie sprudelte vor Freude über und war kaum zu bremsen. Mir ging es ähnlich. Endlich wieder draußen, in der verschneiten und so stillen Natur. Einfach nur schön. Ohne irgend ein Wehwechen kam ich über die Strecke. Selbst nach der langen lauflosen Zeit merkte ich keine Muskelschmerzen oder sonstiges. Es lief richtig rund. Wahrscheinlich auch deshalb, weil kein Blacky uns ausbremste und wir ruhig durchlaufen konnten. Für Blacky mit seinen großen behahrten Pfötchen ist der Schnee garnichts. Seine Pfötchen verkleben und es werden dicke Schneebälle, auf denen er nicht laufen kann. Also blieb er traurig zu Hause zurück.                 
         
Der Jagttrieb ist erwacht. Da riecht es nach Beute.
Wunderschöne verschneite Wege.
Ein kleiner Bach, noch nicht zugefroren.
Der Wald ruht. Kein Lüftchen bewegt sich. Friedliche Stille. Das Herz genießt.
Keine Menschenseele ist unterwegs, nur wir Beide.
Der Holzlagerplatz ist fast leer. Ein seltener Anblick.
Als wir an den Kanal kommen, begrüßt uns der Himmel mit diesen schönen Farben. Allein dafür hat sich der Weg  gelohnt.
Ein toller Lauf geht zu Ende. Viel Schleifstaub und Glaswollefasern hab ich unterwegs ausgehustet und ausgespuckt, jeden Meter genossen und mir wieder in Erinnerung gerufen, das Leben auch noch andere schöne Seiten hat, als nur zu arbeiten.
 
   
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