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So wie das Wetter von allem etwas
gebracht hat, so war es bisher mit
dem Laufen auch.
Auf gute folgen schlechte Tage,
nach Regen kommt Sonnenschein.              
                 
                                         Alles hat seine Zeit.
 

Streak

Streak HP.xlsx

31.12.2004

 

Bonnies Silvesterlauf

 

Ich hatte es Bonnie gestern ja versprochen, das wir heute in den Wald wollten. Weg von der Knallerei im Ort. Also sind wir dann um 14:30 Uhr gestartet. Richtung Kanal und Schaumburger Wald. Aber selbst hier hörten Bonnies empfindlichen Ohren das Geknalle. Oft zuckte sie zusammen und lief direkt bei Fuß. Irgendwie kam sie gar nicht aus sich raus. Selbst im tiefen Wald drängte sie sich immer an meine Seite. Ich merkte, daß sie so keine rechte Freude am Laufen hatte. Das bewog uns dann auch, nur eine 15 km Runde zu laufen. Auf dem Rückweg wurde Bonnie dann immer schneller, je näher sie der Heimat kam. Das werden wohl schwere Tage werden. Aber dafür kehrt ab heute unsere Nachbarhündin bei uns ein, mit der kann sie erst einmal ausgiebig toben.

 

Silvesterlauf in Hörkamp Langenbruch. Zum 18. Mal bin ich dabei. Diesmal ist auch mein Cousin Gephard mit, der sich zum Jahresabschluß mal einen schönen langen Lauf gönnen möchte.

Pünktlich um 8:00 Uhr sind wir gestartet. 22 km soll unsere Runde lang werden, mit richtig guten Höhenmetern darin.

Kurz nach dem Start kommt schon eine 5 km lange Steigung, die uns zum höchsten Punkt des Bückeberges führt. Hoch zur ehemaligen Radarstation. Hier tauchen wir in dicken Nebel ein, die Sicht wird immer geringer. Aber ich kenne mich bestens aus, keine Angst, wir können uns hier nicht verlaufen, selbst im dicksten Nebel nicht.


Gephard vor der Radarstation

Am Gedenkstein von Wolfgang Heggemann vorbei, laufen wir talwärts. Rechts liegen die Obernkirchner Sandsteinbrüche. Vorbei am NDR Sendemast, Rasthaus Walter und dem Freizeit und Bildungszentrum führt uns der Weg immer weiter abwärts. Kurz vor Liekwegen laufen wir dann rechts ab und dann in einem Bremskanal aus den alten Bergwerkszeiten weiter.  Gephard ist ganz begeistert von dieser schönen Streckenführung. Ich erzähle ihm dazu aus der Geschichte, was hier los war. An einer Stelle im tiefen Wald halte ich an. Hier, am Rande eines alten Steinbruchs, öffnet sich bei schönem Wetter ein fantastischer Blick in die Norddeutsche Tiefebene. Leider ist heute alles Wolkenverhangen, Sichtweite ca. 50 m.

Nach einigen Metern sind wir dann wieder auf der Laufstrecke und wir nähern uns dem letzten wirklich langen Anstieg. Gephard ist beeindruckt, als der Blick zum Anstieg  frei wird. Da hat er wohl nicht mehr mit gerechnet. Aber tapfer hält er mit und oben sieht man dann die Freude in seinen Augen leuchten, das er das geschafft hat. Er ist nämlich eigentlich ein Flachlandläufer und läuft auch selten so lange Strecken. Aber zum Jahresausklang wollte er doch gerne noch einmal lange laufen.

An Forsthaus Halt vorbei, wo uns noch ein steiler, 100m langer Anstieg das Letzte abverlangt, geht es nun nur noch bergab, zum Bergsportplatz. Nach 2:13 Std. sind wir wieder am Ausgangspunkt. Ein leckerer Tee im Vereinshaus, ein Moment des Verschnaufens, dann geht es unter die Dusche. Danach erwartet uns die beste Kuchentheke, an der wir uns dann auch richtig bedienen.

Es war ein schöner Jahresausklang und ich freue mich besonders, daß mein Cousin daran teilgenommen hat. Ist doch schön, wenn die Familienbande doch immer noch zusammenhalten.G

30.12.2004

Draußen wird schon überall kräftig geballert. Das behagt Bonnie gar nicht. Auf der Runde durchs Dorf nimmt die Knallerei immer mehr zu. Ängstlich läuft Bonnie neben mir her. Manchmal hab ich das Gefühl, ich soll sie auf den Arm nehmen, damit sie bloß nah genug bei mir ist. Das geht natürlich nicht. So beenden wir unseren Lauf nach der ersten Runde. Bis morgen früh um 7:00 Uhr läuft meine Bereitschaft noch. Dann fahre ich zum Silvesterlauf und danach, so hab ich es Bonnie versprochen, fahren wir in den tiefen Wald, wo Ruhe herrscht. Dort kann sie sich dann einmal wieder richtig austoben.

 

29.12.2004

Die Müdigkeit wird doch immer stärker und so beschließen wir, heute nur zwei Dorfrunden zu laufen. Dann werden wir uns früh hinlegen, wenn keine Störungen mehr kommen. Das hat dann auch „fast“ so geklappt. Die 10 km haben wir jedenfalls laufen können, bis dann……

Die Pflicht ruft.

 

28.12.2004

Heute war es nicht mehr ganz soviel mit der Arbeit wie gestern. Aber der Schlaf fehlt immer noch. Nachts bimmelt oft das Telefon und ich mußte die entsprechenden SMS-Störmeldungen zuordnen, entscheiden, ob ich raus muß, oder nicht. So bekommt man natürlich auch keine richtige Ruhe. Aber die 20 km auf 4 Runden aufgeteilt, die haben wir schon wieder gepackt.

 

27.12.2004

Nach einem langen Arbeitstag, der schon um 01:00 Uhr begann und erst um 17:00 endete, war ich natürlich platt. Das merkte ich, als ich beim Laufen dann fast zwei mal über Bonnie gestolpert wäre. Das war dann auch der Grund, nach 15 km aufzuhören. Die Müdigkeit wurde einfach zu groß. Nur zwei Stunden schlafen, das ist einfach bei dem Job zu wenig.

26.12.2004

Abends

Wie ich so dabei bin, die Nachmittags Daten einzutragen, bemerke ich, das mir noch 11 km fehlen, um in 8 Tagen die 200 km zu laufen. Das war natürlich Motivation genug, diese 11 km zu laufen. Bonnie ließ ich zu Hause, ich wil sie nicht platt laufen, dafür ist sie noch zu jung. Also alleine los. Bisher brauchte ich die Dorfrunden in diesem Winter noch nicht so oft laufen, das Wetter ließ uns immer die Gelegenheit, am Kanal und im Wald zu laufen.

Einige Jugendliche begleiteten mich ein paar Meter, und wollten mich zum Sprinten verleiten. Aber da waren sie bei mir an der falschen Adresse. Ich lief meinen Stiefel durch. In der 2. Runde versuchten sie es garnicht erst mehr.

Von hinten kam ein Bully angefahren und hupte wie wild. Ich erkannte meinen alten Firmenbully, den jetzt Steve, der Waliser, fährt. Er freute sich, mich noch laufen zu sehen. Ich sah dann später seinen Wagen am "Schweinebrunnen" stehen, wo er sich sicherlich sein Abendbrot gönnte:-)

Erfolgreiche läuferische Weihnachten liegen hinter mir. Ein großer Schritt beim virtuellen 22 Tage  Lauf hab ich schon geschafft. Mal sehen, wie es weiter läuft.

Nachmittags

"Gänsebratenvernichtungslauf" stand heute auf dem Programm. Die Feiertage mit den vielen Leckereien hinterlassen ihre Spuren. Eberhard macht für mich solange Bereitschaft und darum können Bonnie und ich beruhig zu unserer Runde aufbrechen.

Heute war am Kanal und im Wald richtig was los. Eigentlich wollte ich ja insgeheim dann doch etwas länger laufen, aber die Menschenmassen haben mich dann doch davon abgehalten.

Unterwegs trafen wir wieder altbekannte Hundebesitzer und nach dem Fotoshooting ging es weiter. Bonnie hatte nicht so recht die Lust zu laufen. Schnüffeln und Pause machen waren ihr wichtiger. Also liefen wir dann doch nur die 22 km, die in dem Tempo gelaufen eine gute Regeneration waren.

25.12.2004

Nach dem ausgesprochen leckeren Mittagessen und anschließender kurzer Ruhepause, entschlossen wir uns, loszulaufen. Ich hatte mir eine Pendelstrecke am Kanal vorgenommen, aber als wir da ankamen, hab ich es doch nicht übers Herz gebracht, immer nur hin und her zu laufen. Also ab, in den Schaumburger Wald und die übliche Strecke unter die Füße genommen.  Im Hafenbecken lag das Tankschiff „Volker“, das mich sogleich an den „marathonman“ erinnerte, der ja auch mit Vornamen Volker heißt.

Recht zügig liefen wir unseren Streifen ab. Es war eine Freude, wie die alten Knochen mitmachten.

Nach 2:03 Std. waren wir wieder zu Hause, für uns eine recht gute Zeit. Es waren immerhin 22 km.

Ich stand gerade unter der Dusche, als ich eine Einsatzmeldung bekam. Da ich bemüht bin, schnell zu helfen, wenn Not am Mann ist, beeilte ich mich, damit der Kunde nicht lange warten braucht.

Daraus wurde ein Einsatz, wie ich ihn in der Art noch nie erlebt habe.

Traurig, was es für Schicksale gibt. Das Unglück macht selbst vor Weihnachten nicht halt.

Um das Erlebte zu verdauen, mußte ich erst noch einmal eine besinnliche Runde laufen.

Daraus wurden dann noch einmal 2 Dorfrunden mit insgesamt 10 km.

Danach fühlte ich mich schon deutlich besser.

Mir wird immer klarer, daß wir doch immer noch auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dafür sollten wir unendlich dankbar sein und das Glück nicht herausfordern. Das Blatt kann sich so schnell wenden.

Ich werde auch weiterhin freiwillig Weihnachten Bereitschaft machen, denn die Menschen, die dann anrufen, rufen nicht an, weil sie glücklich und zufrieden sind, sondern weil sie echte Probleme haben. Dann helfen zu dürfen, ist für mich schon eine große Freude. 

 

24.12.2004

Frohe Weihnachten wünsche ich allen, die hier mitlesen. Ich habe mal wieder Bereitschaft und bin dadurch an das Dorfrunden laufen gebunden. Ich will mich nicht zu weit von zu Hause entfernen, um im Fall des Falles auch schnell am Einsatzort zu sein. Das ist mir dannauch heute so geglückt. Meine fünf Dorfrunden bin ich dadurch in drei Etappen gelaufen, weil ich zwischendurch zur Arbeit mußte. Aber so kann man sich ja noch arangieren und das funktioniert auch ganz gut.

So bin ich dann heute auf 25 km gekommen. Für Bonnie ein Freudentag, denn sie war heute dreimal laufen. Mal sehen, wie sie das bis morgen verarbeitet, ob sie mich dann auch dreimal motivieren will, weil es ja gestern auch so war.

23.12.2004

Der heutige Tag ist bis zur letzten Minute verplant. Eigendlich traurig, das man sich in so eine Zwickmühle begibt. Aber es steht Weihnachten vor der Tür. Die Kinder und Enkelkinder brauchen uns jetzt besonders. Bonnie und ich hatten aber noch den Freiraum für unsere 22 km Runde. Trotz des schlechten Wetters haben wir die Runde dann auch genossen, denn hier störte uns niemand. Kein Telefon klingelte und es war einfach unsere Zeit. Die Stille, der Ort, alles paßte eigentlich gut zu Weihnachten. Alte Erinnerungen keimten auf. Sonst hat unsere Mutter immer am Abend des 23.12. bei uns im Wohnzimmer gesessen und sich gefreut, wie wir den Tannenbaum geschmückt haben. Anschließend gab es für alle ein Glas Sekt. Heute ist Sie nicht mehr unter uns und wir denken schon den ganzen Tag an Sie. Jetzt sind wir Oma und Opa hier im Haus. Die Enkelkinder fiebern dem "Heilig Abend" entgegen. Auch das ist eine schöne Zeit, die wir nie vermissen möchten. Schön, das die Familie Bonnie und mir immer noch die Zeit gönnt. Danke, Ihr Lieben.

22.12.2004

Schweini witterte Morgenluft. Ständig säuselte sie mir ins Ohr: "Schau raus, es regnet, es schneit, es stürmt, es ist das beschis..... Laufwetter. Bleib zu Hause. Kuschel dich mit Bonnie unter die Decke. Lass das Laufen". Aber Bonnie und ich ließen uns nicht beirren. Um 16:45 Uhr starteten wir und liefen unsere 22 km Runde. Wenn es auch nicht wirklich Spaß machte, aber wir hielten durch. Die Dunkelheit im Schaumburger Wald kam uns heute besonders intensiv vor. Aber die letzten Tage hatten uns ja auch verwöhnt. So waren wir froh, als wir wieder am Kanal waren. Hier war es doch noch angenehm zu laufen. Denn auch die Schiffe, die von hinten kamen, hatten ihre Scheinwerfer angeschaltet und leuchteten uns den Weg weit aus. So kamen wir dann nach 2:20 Std. wieder zu Hause an die Haustür, wo Bonnie erst einmal von einem dicken Handtuch trocken gerubbelt wurde, bevor sie sich über den vollen Fressnapf hermachte.

21.12.2004

Zur Mittagszeit mit Bonnie die 22 km Kanalrunde gelaufen. Wieder haben wir keine Menschenseele getroffen. Obwohl das Wetter nicht besser sein konnte. Egal, wir waren jedenfalls unterwegs und uns hat es gut getan.

Am Kanal beobachteten wir, wie ein großer Bagger vom Schiff auf den Leinpfad gesetzt wurde. Das war echtes Millimeterspiel. Hier soll wohl das alte Spülfeld aufgestockt werden.


20.12.2004

Auf besonderen Wunsch meiner "großen Schwester", aber auch vieler, die mich per E-Mail darum gebeten haben, habe ich das alte Layout wieder übernommen. Wer Lust hat, kann mir ja mitteilen, was er dazu meint.

Bis Freitag hab ich Urlaub. Dann wieder Bereitschaft. Also konnten Bonnie und ich heute Nachmittag wieder im Hellen laufen. Natürlich liefen wir wieder unsere Hausrunde am Kanal und im Schaumburger Wald. Aber soetwas von trostlos. Auf den ganzen 22 km trafen wir keinen Menschen,ausser einige Waldarbeiter, die aber weit ab des Weges im tiefen Wald mit ihrer Arbeit beschäftigt waren. Ich glaube, die haben uns nicht einmal bemerkt.

Am Kanal grüßten dann wenigstens noch die Binnenschiffer. Einer rief sogar einen Komentar zu Bonnie herüber, aber ich konnte nur Bruchstücke verstehen.

So ein Lauf am Wochenanfang um 14:30 Uhr ist anscheinend doch etwas Besonderes.

19.12.2004

Erster Tag des virtuellen 22 Tage Halbmarathon Lauf. Daher haben wir es ruhig angehen lassen. Unsere 22 km Kanal-Wald Runde sind wir in 2:19 Std. gelaufen. Dabei haben wir noch Bilder von Hunden gemacht, die uns öfter begegnen.

Die schönste Begegnung aber war dann nach ca. zwei Drittel unserer Laufstrecke, als wir am Mittellandkanal zurück liefen.

Es kam uns ein älteres Ehepaar mit Hund entgegen.

Das hier sieht nur gefährlich aus, aber die Beiden verstanden sich sofort und es gab wirklich keinen Streß.

Als ich so ca. 30 m vor Ihnen war, da gab Sie ihrem Mann die Hundeleine in die Hand. Als ich dann kurz vor Ihr war, da sprang Sie auf mich zu. Die Hunde freuten sich und spielten packen. Ehe ich mich versah, lag die nette Frau an meiner Brust. " Wirklich, Papa, ich kann es kaum glauben. Der Mann atmet ganz ruhig, er ist überhaupt nicht ausser Atem", rief Sie Ihrem Mann zu. "Wir können sie schon 1 km lang laufen sehen, und vor eineinhalb Stunden haben wir Sie noch in Dankersen gesehen, und nun treffen wir sie hier. Sie laufen ja immer noch. Ist soetwas möglich?". Die Frau kriegte sich nicht wieder ein und betatschelte mich immer wieder.

Dann erzählte ich Ihnen von meiner Laufleidenschaft und das ich es liebe, einfach so zu laufen. Immer mit Bonnie zusammen die Kilometer geniessen, ohne Zeitdruck unterwegs zu sein. Dann würdigte ich Ihre Wanderleistung und betonte, das man das machen sollte, wozu man Spaß hat. Das wäre das Wichtigste, um dabei zu bleiben und sein Hobby ein Leben lang geniessen zu können. Sie freuten sich über meine Einstellung, stellten mir noch einige Fragen und dann verabschiedeten wir uns.

Glücklich und zufrieden liefen wir dann nach Hause. Irgendwie war mir schon weihnachtlich warm ums Herz. Schön, das es Menschen gibt, die sich für andere interessieren und sich dann das Wort gönnen.


18.12.2004

Keine Beschwerden mehr mit der Erkältung. War hoffentlich eine Eintagsfliege. Jedenfalls bin ich mit Bonnie im Schnee / Regen meine 10 km gelaufen und mir hat nichts gefehlt.

Dann kann Morgen der virtuelle 22 Tage lauf beginnen. Ich freu mich drauf. Siehe hier

17.12.2004

Kein so schöner Tag. Eine Erkältung deutet sich an. Beim Laufen bekam ich starkes Nasenbluten, so das ich erstmalig einen Trtainingslauf wegen gesundheitlicher probleme abbrechen mußte. 4 km nach Hause laufen und die Nase blutet wie verrückt, das ist mir auch noch nicht passiert. Dann Blutdruck gemessen 169:83. Das muß ich beobachten.

16.12.2004

Ulrike hat heute Ihren Rucksackverband abgbekommen. Nun ist Sie wieder beweglicher geworden. Dafür haben wir heute Abend 2 Stunden beim Doc im Wartezimmer gesessen. Anschließend sind Bonnie und ich dann eine 5 km Dorfrunde in strömenden Regen gelaufen.

15.12.2004

Dank Gleitzeit heute etwas früher Feierabend gemacht. Zu Hause habe ich mich reingeschlichen, die Laufsachen angezogen und dann bin ich zu Bonnie rein. Das war ein Erlebnis. Bonnie konnte sich nicht beruhigen, allen Kindern wollte sie schnell noch Küßchen geben, natürlich so ungestüm, daß die Kleinsten sich auf den Hintern setzten. Aber sie kennen ja Bonnie und keiner nahm es ihr übel.

Dann ging es endlich raus. Vorbei an dem bekloppten Nachbarshund, der immer tut, als ob er Bonnie und mich gleich auffressen würde. Weiter Richtung Mittellandkanal. Die Autofahrer haben immer noch nicht begriffen, das es auch Fußgänger und Läufer gibt. Ich laufe ihnen auf der linken Seite entgegen, wie es sich gehört. Keiner rechnet mit uns. Dabei soll man so fahren, das man in der halben Sichtweite anhalten kann. Das schafft hier keiner.

Wir überleben es wieder und kommen dann neben der Aue hoch an den Kanal. Der sternenklare Himmel liefert uns wieder die herrlichsten Schauspiele  in Form der Kondensstreifen der Flugzeuge, die in Hannover gestartet sind. Das die nicht dort oben zusammen stoßen, grenzt fast an ein Wunder. Von hier unten betrachtet.

Weiter geht es dann am Sperrtor vorbei und über die nächste Brücke ab in den Schaumburger Wald. Hier verfolge ich schon seid Wochen die Spur eines Umweltverschmutzers. Auf den nächsten 10 km liegen alle 500 Meter Verpackungen von Apfelsaft Tüten. Es ist wirklich schon unnormal, mit welcher Regelmäßigkeit hier neue Verpackungen desselben Types dazukommen.

Als wir um die nächste Kurve kommen, sehen wir gut 300 m vor uns rechts am Wegesrand ein Fahrrad abgestellt. Der Besitzer ist einige Meter davon entfernt auf der anderen Straßenseite und ich kann nicht erkennen, was er dort macht. Als wir näher kommen, da bemerkt er uns. Rasend schnell springt er auf sein Fahrrad und verschwindet. Als wir an die Stelle kommen, liegt dort wieder eine frische Apfelsaft Verpackung. Das Profil des Mannes und sein Fahrrad hab ich genau erkannt. Da werde ich in Zukunf mal ein Auge drauf halten.

Wir liefen dann weiter. Diesmal nicht am Grab der Juliane vorbei, sondern vorher rechts rum, Richtung Meinser Kämpen. So wird die Strecke heute nur 20 km lang, aber auch das ist doch schon etwas.

Vorbei am Hafen in Berenbusch, wo noch emsig gearbeitet wurde, kamen wir wieder Richtung Dorf. Hier begann nun ein "Mülleimer Slalom", denn die Bewohner stellen ihre Mülltonnen für morgen an die Straße. Jeder natürlich anders. So ist der Mittwoch auch gleichzeitig unser "Slalom Tag". Hoffentlich vergess ich nun nicht, unseren Mülleimer rauszustellen.

14.12.2004

14,6 km mit Bonnie durch die Dunkelheit zum Kanal. Dort dann die herrliche Ruhe genossen. Ausser ein paar Binnenschiffe, die uns sogar den Weg ausleuchteten, haben wir dort niemanden mehr getroffen. Leichte Erkältung bahnt sich an. Bei dem Wetter auch kein Wunder.

13.12.2004

Mit Bonnie spät Abends zwei Dorfrunden gelaufen. Ganz gemütlich, die 10 km in 70 Minuten.

12.12.2004

Als ich um 5:00 Uhr wach wurde, säuselte Schweini mir in Ohr :  "Bleib liegen, draußen ist es naß und kalt. Du kannst auch heute Nachmittag laufen." Immer wieder versuchte er mich zu überzeugen. Aber nein, heute ist Winterlaufserie und da gibt es eine leckere Kuchentheke. Liebe Menschen warten schon, die haben extra für mich Buttercreme Torte gebacken. Die will ich nicht enttäuschen.

Also rein in die bereitgelegten Laufsachen und los geht es. Essen brauch ich nichts, ein Schluck Wasser und dann fahre ich los. Es ist  kurz vor 6:00 Uhr. Um 06:30 Uhr bin ich in Hörkamp Langenbruch. Ich bin immer so früh da, dann kann ich mich lange genug warmlaufen. Das mache ich dann auch, auf einer Strecke von 18 km. Aber irgentwie finde ich nicht den Rythmus. Die Beine sind wie mit Blei behangen. Ich quäle mich den ersten langen Anstieg hoch. Durch das Wierser Tor gelange ich zum höchsten Punkt der Laufstrecke. Zur ehemaligen Radarstation. Der Sicherheitszaun, der früher immer peinlich genau saubergehalten wurde, ist mittlerweile mit Bäumen und Büschen zugewachsen und kaum noch zu erkennen. Was hat sich die Zeit geändert.

Weiter geht es auf der Teerstraße runter zum Gasthaus Walter. Diese 5 km lange Strecke kommt mir vor, als ob sie kein Ende nimmt. Es will einfach nicht rund laufen. Dann schwenke ich rechts ab und laufe auf dem Wanderweg X11 weiter ins Tal. Dieser herrlich Pfad führt durch kleine Steinbrüche hindurch zur "Süßen Mutter". Es ist aber ziemlich matschig unf glitschig geworden. Der Boden ist aufgetaut und mit Vorsicht zu belaufen. Es kostet alle mentale Kraft, nicht umzukehren und zurück zu laufen. Der Lohn des Durchhaltens folgt dann auch bald. Das Laufen wird immer leichter. Der gewohnte Rythmus stellt sich ein. Der Rückweg wird nun immer angenehmer. Auch wenn es nun lange bergauf geht, es läuft immer besser. Auch die Freude stellt sich ein. Kurz vor dem Ziel kommen mir dann die ersten Läufer/innen entgegen. Alle haben bei der Anmeldung rote Zipfelmützen bekommen und laufen nun als Nikoläuse verkleidet ihre Strecken.

Nach dem Duschen nutze ich die Kuchentheke richtig aus. Drei Stück Kuchen können den ersten Hunger stillen. Mein Lauflehrer Rolf kommt kurz nach mir an die Kuchentheke und wir beiden klönen dann noch fast eine Stunde über die guten alten Zeiten, geniessen den Kaffe und Kuchen bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg begeben. 

27 km in 3:11 Stunden, mit allen Höhen und Tiefen liegen hinter mir.

Nach dem Mittagessen und anschließenden Mittagsschlaf ließ Bonnie mir keine Ruhe. Sie stupste mich immer wieder mit der Nase und gab ein Pfötchen nach dem anderen. Sie möchte auch so gerne noch laufen. Da Ulrikes Schulter fast wieder in in Ordnung ist, möchte sie den Nachmittag mit der Bügelwäsche verbringen. Das erfreut uns mächtig, denn da können wir sowieso nicht bei helfen. Sie legt mir förmlich in den Mund, doch mit Bonnie noch ein wenig zu laufen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Also Laufsachen an und los. Unsere standard Kanalrunde wird ins Visier genommen. Wir sind noch keine zwei km gelaufen, da merken wir beide, das das heute unser Tag ist. Im Vergleich zu heute Morgen läuft es wie geschmiert. Nichts in den Beinen, der Kopf ist frei. Bonnie läuft auch recht zügig. Schon sind die ersten drei km vorbei, wir sind am Mittellandkanal angelangt. Treffen auch gleich auf die ersten Menschen, meist mit Hunden. Viele von ihnen kennen wir mittlerweile und wir begrüßen uns und die Tiere sich ebenso. Erstaunlich finde ich immer wieder, wie sich auch unter Hunden manche sich auf Anhieb super und andere nicht so gut verstehen. Manchen wird kein Blick gewürdigt. Es ist wie unter den Menschen auch.

Als wir dann in den Wald reinlaufen, da wird es wieder ruhiger. Hier treffen wir keinen Menschen mehr und ich kann in Gedanken versinken, während Bonnie das Tempo angibt.

Wir haben ja nun die Adventszeit. Vor drei Jahren lebte unsere Mutter noch. Im hohen Alter von 89 Jahren war es für sie immer noch die schönste Zeit im Jahr. Abends hatte sie den Adventskranz auf dem Tisch stehen und ich mußte Ihr eine Weihnachtskasette anmachen. Dann sang sie oft die Weihnachtslieder mit. Mein kleines Computerzimmer hatte ich direkt neben Ihrem Wohnzimmer. Wir ließen dann die Türen auf und ich konnte mithören, während ich am Computer arbeitete. Wir beide haben diese Zeit immer genossen und es ist für mich eine der schönsten Erinnerungen.

So bemerke ich kaum, das wir schon wieder am Kanal ankommen. Langsam bricht die Dunkelheit herein. Auf dem Kanal herrscht reger Verkehr. Mir fällt zum ersten Mal auf, das auch die Schiffe weihnachtlich geschmückt sind. An den kleinen Kajüttenfenstern sind Lichterketten und Gestecke angebracht. In der Dunkelheit sieht das sehr schön aus. Ein Kahn hat sogear im Bug einen beleuchteten Weihnachtsbaum stehen.

Längst hab ich die Stirnlampe an und das Gefühl, immer noch weiter zu laufen, stellt sich ein. Aber die Vernunft muß siegen. Statt jetzt noch weiter Richtung Schachtschleuse in Minden zu laufen, biege ich doch lieber ab und laufe in unser Dorf zurück. 49 km am heutigen Tag sollten reichen und Bonnie muß ja nach dem langen Lauf vorgestern, heute nicht schon wieder einen extra langen Lauf machen. Sie läuft ja erst ein gutes Jahr und Ausdauer fordert auch Geduld. Diese 22 km hab ich überhaupt nicht bemerkt. Lag es daran, das ich so gedankenversunken gelaufen bin oder ist es einfach nur das tägliche Training, was mir die Kraft dazu gibt? Ich weiß es nicht, ich möchte nur, daß es so bleibt.


11.12.2004

Mit Bonnie heute genüßlich die 22 km Kanalrunde gelaufen. Sie brauchte viel Zeit zum Schnüffeln und grasen. Habe ich ihr auch gegönnt. Die lange Strecke gestern sitzt ihr bestimmt in den Knochen.

Das Wetter war heute genau das Gegenteil von gestern. Nebelig und stellenweise Nieselregen bei Temperaturen um 1°C, so richtig Novemberwetter.

Kaum sind wir aus dem Dorf raus, da stehen wir mitten im Treibjagt Kessel. Etliche Jäger und Treiber bilden einen großen Kreis und scheuchen die letzten Hasen aus ihren Löchern. Angewidert laufen wir so schnell es geht, damit wir nichts davon mitbekommen.

Wir sind froh, als wir dann in Berenbusch den Wald erreichern. Aber auch hier ist es heute nicht so wie sonst.

Da der Boden im Wald schon leicht gefroren ist, kommen wohl die ganzen Holzsammler. Überall stehen Trecker und man hört die Kreissägen jaulen. Nichts romantisches mehr.

Scheint kein besonders guter Tag zu sein. Aber unbeirrt laufen wir weiter. Bonnie nimmt sich immer mehr Auszeit um zu schnüffeln. Soll mir recht sein. Morgen ist wieder ein Lauf der Winterlaufserie und da möchte ich etwas länger laufen.

10.12.2004

Heute ist wieder ein Tag, wie man sie einfach hin und wieder brauch, um nicht nur im Shit zu ertrinken. Schwierige Aufgabe bei der Arbeit gelöst, pünktlich um 13:30 Uhr Feierabend. Herrlichstes Laufwetter und eine Bonnie, die mich schon sehnsüchtig erwartet.

13:50 war ich zu Hause und schon um Schlag 14:00 Uhr verließen wir Beide das Heimatgehöft. Ein wolkenloser Himmel über uns, am Boden + - 0°C . Ein herrliches Laufwetter. Frohgemut zogen  wir los. Als erstes lief uns Herbert Schimmel über den Weg, ein alkoholkranker Nachbar, der sich freute, mit uns ein paar Worte zu wechseln. Wir nehmen uns immer die Zeit für ein kurzes Gespräch. Er hat ja auch sonst niemanden, mit dem er erzählen kann. Er hat sich riesig darüber gefreut und verabschiedete sich mit den Worten “Du bist ein guter Mensch, bleib so wie du bist“.

Dann zogen wir weiter. Durch die Auewiesen zum Kanal. Hier muß Bonnie immer erst ihre Geschäfte erledigen und ein wenig grasen. Ich gönne ihr die Zeit und Gelegenheit. Wir haben es ja auch nicht eilig, wir wollen den Tag genießen.

Durch den Hafen in Berenbusch laufen wir zur nächsten Brücke. Dort stürmen wir hoch und auf der anderen Seite geht es dann in den Schaumburger Wald. Bonnie ist schon bemüht, in den zugefrorenen Pfützen noch an Wasser zu kommen. Meist ist die Eisdecke zu dünn und es gelingt ihr dann ziemlich schnell, Wasser aufzunehmen.

Immer tiefer kommen wir in den Wald. Herrlich, diese „Einsamkeit des Langstreckenläufers“ zu spüren. Fern ab von jeder Zivilisation. Alleine, nur mit Bonnie. Aber schnell werde ich aus der Phantasie wieder in die Wirklichkeit geholt. Von hinten kommt ein Jäger in seinem dicken Geländewagen angerast und wir springen schnell zur Seite, damit er uns nicht platt macht. Das werde ich nie begreifen, wie man im Wald so rasen muß.

Bald haben wir wieder unsere Ruhe. Bonnie wechselt ständig die Seiten, die Nase oft fast unter der Grasnabe. Es müssen hier wohl tausend herrliche Gerüche wallen, von denen ich ja nichts merke. Bonnie ist jedenfalls hin und weg getragen. Sie merkt nicht mehr, was neben ihr los ist. Die Nase klebt am Boden.

Derweil genieße ich den herrlichen Wechsel der Farben. Dort, wo die Sonne hell durch die Bäume scheint und im Wechsel mit leichtem Bodennebel eine besondere Atmosphäre zaubert, dort fühle ich mich hingezogen. Ich danke dem Herrn, daß ich hier laufen darf, daß ich die Gnade habe, solche Strecken mit Bonnie zu genießen. Ich bin einfach eins mit der Natur. Fast hab ich das Gefühl, ich schwebe. Merke kaum die Tritte auf dem holperigen Waldweg, das ein- und ausatmen ist soweit automatisiert, das ich es nicht einmal wahrnehme. Alles ist in herrlichen Fluß.



Nun müssen wir eine viel befahrene Straße bei „Schloß Baum“ überqueren. Dort führt uns der Weg auf einer schmalen Asphalt Straße immer tiefer in den Wald, immer weiter von zu Hause weg. Ein Pärchen kommt uns entgegen. Sie freuen sich über Bonnie und wir wechseln ein paar Worte. Dann laufen wir weiter. Immer tiefer in den Wald.

Irgendwann kommen wir dann wieder dicht an den Mittellandkanal. An dieser Stelle war zu meiner Vereinszeit immer eine Getränkepause fällig, wenn wir hier unser Marathontraining absolvierten. Gut 17 km liegen hinter uns. Heute brauch ich noch kein Getränke.



Da es nun doch schon dunkel wird, beschließe ich, hier auch an den Kanal zu laufen und den Rückweg anzutreten.

So laufen wir nun heim. Hier am Kanal ist es noch deutlich heller als im Wald. Am sternenklaren Himmel verzaubern mich die Kondensstreifen der Flugzeuge.



Meine Mutter wäre heute 92 Jahre alt geworden. In Gedanken suche ich sie dort oben im Himmel. Zwischen all den Sternen und Kondensstreifen. Sie war eine wirklich liebe Mutter, die viel im Leben durchstehen mußte. Ihr fester Glaube an Jesus und die Worte der Bibel haben uns ein Leben lang begleitet und Ihr immer wieder die nötige Kraft zum Weiterleben gegeben. Ich sende Ihr ein Dankgebet.

Hier am Kanal treffen wir dann doch wieder auf Menschen, Menschen alleine, die tief in ihre Gedanken versunken sind und nicht einmal grüßen. Aber auch eine ältere Frau, die mit zwei Hunden, einem Collie und einem Dackel, unterwegs ist. Sie kommt mit uns gleich ins Gespräch und freut sich, das ich Ihr zuhöre. Sie erzählt von Ihren Lieblingen und was sie so alles anstellen. Geduldig höre ich zu. Dann fragt sie mich, wo ich denn her komme. Als ich es Ihr sage, kann sie das gar nicht glauben. „Das schaffe ich ja nicht einmal mit dem Fahrrad“, ist dann auch Ihr Kommentar. „Der arme Hund muß soweit laufen“, bemerkt sie noch ungläubig. Dann verabschieden wir uns.

Als wir dann in Rusbend durch den Hafen laufen, ist es doch schon mächtig dunkel geworden. Aber noch brauchen wir die Stirnlampe nicht.



Ein Schreck durchfährt mich „Stirnlampe“, das Stichwort. Ich hab sie nicht eingepackt. Stehen bleiben und nachsehen, ob wenigstens die Ersatzlampe, die ich eigentlich immer mitführe und nie auspacke, im Rucksack ist. Erleichterung, ein Stein fällt vom Herzen. Sie ist da.

Beruhigt laufe ich weiter. Bei Stromkilometer 110 bemerken wir, das uns eine Frau mit Schäferhund entgegen kommt. Sie ist uns nicht unbekannt. Unsere beiden Tierchen beschnuppern sich kurz und tollen dann ein wenig rum.

Dann fragt die Frau mich, wieso ich Bonnie immer an der Leine und am Bauchgurt führen würde.

Ich erzähle Ihr, das Bonnie, kaum ein halbes Jahr alt, bei uns zu Hause auf dem Hof stand. Plötzlich landete eine Jungdrossel bei ihrem ersten Flugversuch direkt vor ihrem Fang. Das ließ sich Bonnie nicht entgehen. Ein Haps, und die Drossel war nicht mehr. Das Gezeter der Drosselmutter klingt mir heute noch in den Ohren. Ebenso bei Bonnie. Jedesmal, wenn sich eine Drossel meldet oder eine Ente aufsteigt, dann ist Bonnie nicht mehr zu Halten. Alles was fliegen kann, will sie packen. Darum hab ich sie an der Leine.

„Ja“ sagt die Frau, darum hab ich meinen Hund auch immer an der Leine. „Ich möchte nicht, das er von so einem verrückten Jäger erschossen wird, nur weil er hinter einem Vogel herläuft“. Ich kann Ihre Sorge verstehen.

Dann geht es weiter auf unserem schönen Leinpfad. Vorbei am Spülfeld, wo wieder mächtig viel Schlamm aus dem Kanalbett gelagert wird.

Die Dunkelheit hat uns jetzt umzingelt. Ich muß die Stirnlampe einschalten.

Die Brücke bei Stromkilometer 108 signalisiert uns, das wir bald wieder in die Zivilisation eintauchen werden. Noch 3 km, dann sind wir wieder im Dorf.

An der Brücke über die Mainstraße verlassen wir den Kanal und kommen nach knapp einem Kilometer an der Gaststätte eines Freundes vorbei. Er steht hinter der Theke und sieht unseren Lampenschein, als ich durch das Fenster schaue. Seine Hand hebt sich zum Gruß. Ich glaube, er wartet jeden Abend, wann ich da vorbei komme und erzählt dann seinen Gästen, wie verrückt Bonnie und ich sind.

Jetzt noch 2 km durch das Dorf, vorbei an den noch geöffneten Geschäften. Die Autofahrer fahren immer noch zu schnell in der Fußgängerzone. Ein Zeichen dafür, das der Alltag uns wieder hat.

Es war ein schöner Lauf, ein herrlicher Tag und glücklich kommen wir wieder zu Hause an. Bonnie hat ihren bisher längsten Lauf hinter sich. 32,4 km in 3:35 Stunden. Eine glückliche gemeinsame Zeit.

Nachdem sie sich nun satt gefressen hat liegt Bonnie wie eine Prinzessin auf ihrem Sofa. Ein leises Schnarchen verrät mir, das sie den Lauf genossen hat und ihn noch in ihren Träumen verarbeitet. 

 

09.12.2004

Das Wochenende naht, keine Bereitschaft, Zeit für längere Läufe. Darum heute nur 2 Dorfrunden mit Bonnie.

08.12.2004

Gleitzeit macht es möglich. Feierabend um 15:00 Uhr und dann mit Bonnie gleich auf Strecke. Herrlich, noch im Hellen loszulaufen. Trotzdem brach die Dunkelheit schon wieder viel zu früh ein. Als wir aus dem Wald kamen, da dauerte es nicht mehr lange, und wir mußten die Lampe anschalten. Trotzdem war es ein schöner Lauf. Man trifft kaum noch andere Menschen und verliert sich richtig schön in der Dunkelheit. Wir werden eins mit der Natur. Komische Gedanken kommen da. Was ist, wenn jetzt eine Rudel Hirsche den Weg quert und uns einfach umrennt. Hirsche gibt es hier sehr viele. Oder auch Wildschweine. Was ist, wenn Bonnie hier mal abhanden kommt? Gedanken, die ich lieber nicht weiter spinne. Die bösen Gedanken dürfen nicht überhand nehmen, sonst verliert man den Mut, in der Dunkelheit zu laufen. Also Augen auf, Kopf hoch und durch.

In den über 20 Laufjahren habe ich gelernt, im Dunklen zu laufen. Die Füße immer schön hochheben und keine Tempoläufe. So bin ich die letzten 15 Jahre verletzungsfrei über die Runden gekommen. Ich hoffe, das das auch so bleibt.

07.12.2004

Einen schönen Lauf mit Bonnie durch den dunklen Schaumburger Wald und zurück am Kanal entlang. Nur die Schüsse vom nahegelegenen Schießplatz ließen Bonnie manchmal aufhorchen. Im Wald war es um 17:00 Uhr schon verdammt dunkel. Aber die neue Stirnlampe leistete super Dienste. Nach 2:04 Std. waren wir wieder zu Hause. Die 20 km waren lang genug für heute.

06.12.2004

Mit Bonnie in der Dunkelheit am Kanal entlang und durch das Industriegebiet hindurch. Dabei hatten wir wieder ein kleines Erlebnis.

Bei Stromkilometer 105 ging in der Finsternis eine Frau mit einem Schäferhund und ein Mischling spazieren. Sie hatte eine Taschenlampe dabei. Schon von Ferne hörten wir das Gekläffe der Hunde. Als wir dann auf deren Höhe waren, wurden die beiden Köter fast verrückt. Sie bellten wie die Irren. Bonnie hingegen ließ sich da garnicht von anmachen. Cool lief sie ihren Streifen weiter. Die beiden Tiere auf der anderen Seite waren nicht zu bremsen und blieben paralell zu uns. Da konnte Frauchen in der Dunkelheit aber nicht mithalten. Verzweifelt rief sie ihre Hunde. Die Hundepfeife wurde eingesetzt. Die Tiere reagierten auf nichts. Da frage ich mich dann doch, wie sie mit den Beiden wohl die Begleithunde Prüfung geschafft hat. Unverständlich. wie man solche Tiere frei laufen lassen kann. Die steigerten sich nämlich immer mehr in den Jagdtrieb und waren nicht mehr zu bändigen. Was soll ich machen? Soll ich stehen bleiben, bis ihr Frauchen sie eingeholt hat ?  Nein, die soll erst mal richtig merken, das da etwas in der Erziehung falsch gelaufen ist.

Immer wieder hören wir das Gepiepe der Hundepfeife, aber es folgt keine Reaktion. Das Schreien wird deutlich leiser. Mittlerweile sind wir ca. 600 Meter vorraus. Der Schwung und Elan der beiden Traumtänzer auf der anderen Uferseite schwindet allmählich. Sie merken wohl, das sie uns nicht einholen können. Dann bleiben sie stehen und traben langsam zurück. Ich hoffe, das es für ihr Frauchen eine Lehre war.

Bonnie ließ sich von all dem nicht beeindrucken, sie kam nicht einmal aus dem Laufrythmus. Da war ich doch mal wieder richtig stolz auf sie.

05.12.2004

Sonntags Nachmittag Runde am Kanal. Nieselregen und verhaltensgestörte Hunde machen uns das Leben schwer. Ich bin froh, als wir nach 22 km wieder zu Hause unversehrt ankommen.

04.12.2004

Mit Bonnie bin ich heute die 22 km Runde gelaufen. Familiäre Probleme halten mich in Atem. Glaubst Du, die Kinder sind erwachsen, dann täusch Dich nicht.

03.12.2004

Die Bereitschaft ist zu Ende. Fast pünktlich Feierabend. Aber nun muss ich erst mit Bonnie schauen, was in unserem Revier los ist. Ich verzichte auf das Mittagessen, ich muss einfach raus, sonst ersticke ich. Einmal wieder ohne Zeitdruck raus in die Natur.  Der Hund ist genau so. Seit Tagen ist Bonnie fast ungenießbar. Ihr fehlt die gemeinsame Zeit mit mir in der Natur genau so wie mir. Wir beide sind so auf einander abgestimmt, das einer nicht mehr ohne den anderen kann. Irgendwie ist das auch schön, denn so kann sich jeder auf den anderen berufen.

Frauchen freut sich immer, wenn wir beide losziehen. Denn sie profitiert am meisten davon, wenn wir
beide dann glücklich und zufrieden wieder Heim kommen.

So sollte es auch heute sein.

Bonnie und ich liefen wieder die Strecke über den Kanal und dann in den Schaumburger Wald. Unsere liebste Strecke, denn hier kennen wir wirklich jeden Stein und jedes Schlagloch. Dort, wo die Aue den Mittellandkanal unterquert, kommen wir an den Kanal. Bonnie´s super Augen erkennen auch gleich Blacky.

Blacky ist ein freundlicher Hund mit einem noch freundlicheren Frauchen. Sie sind 200 m vor uns. Bonnie möchte natürlich Blacky einholen und gibt Gas. Es dauert auch nicht lange, und wir sind bei ihnen. Fröhlich beschnuppert man sich, kläfft ein, zwei, mal, und dann geht es weiter.

An der nächsten Brücke biegen wir dann ab in Richtung Schaumburger Wald. Hier fließen rechts und links des Weges kleine Bächlein. Der Wald ist eigentlich ein Sumpfgebiet, fast. Dort wächst wohl besonders schönes Gras. Das muss Bonnie genüsslich reinkauen. Darum werden die Laufunterbrechungen doch ganz schön lang. Aber ich gönne ihr den Genuss. Es ist eine Augenweide, zu sehen , mit wieviel Genuss sie das Gras vertilgt.

Am ehemaligen Hubschrauber Übungsplatz vorbei, kommen wir immer tiefer in den Wald.

Dann müssen wir noch die Kreisstraße überqueren. Das ist immer ein Spießrutenlauf. Wie unvernünftig  die Autofahrer hier den Wald queren, das kann ich nicht verstehen. Erst neulich kreuzte hier eine 13 köpfige Rotwildherde unseren Weg. Ein Autofahrer hätte hier keine Chance gehabt.

Mein Plan war nun, das wir, nachdem wir die Grabstätte der Juliane passiert haben, links abbiegen. Dort wollte ich ursprünglich zum „Fuchsbau“ laufen um dann über Cammer zurück zur Heimat zu gelangen. Mein Arbeitskollege hat dort im Wald ein Bienenvolk stehen. Wir wollten da vorbeischauen und sehen, ob alles in Ordnung ist.

Aber auf der langen Straße im Wald wurde ich dann doch unsicher. Bonnie war nicht mehr sie selber. So kannte ich sie noch gar nicht. Sie schaute sich immer wieder um. Den Schwanz ängstlich zwischen die Beine geklemmt. Sie war total unsicher. Ich merkte deutlich ihr Unbehagen. Irgend etwas stimmte nicht. Nur ich konnte mir keinen Reim darauf machen.

Wir waren ca. 200 m vor der Kreuzung, wo wir links ab in den Wald Richtung „Fuchsbau“ laufen wollten, als plötzlich eine Salve von 5 Schüssen abgefeuert wurden. Wie erstarrt blieben Bonnie und ich gleichzeitig stehen. Ein markerschütterndes Schreien eines Tieres ließ mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Das Schreien nahm kein Ende. Nach einer mir unendlich lang erscheinenden Zeit folgte eine 2. Serie an Schüssen.

Sofort verstummte das Schreien.

Bonnie und ich waren zur Salzsäule erstarrt. Die Nackenhaare sträubten sich uns. Ich hätte weinen können.

Welches armseliges Tier musste hier wohl auf so grausiger Art sein Ende finden.

Statt links abzubiegen, wie ursprünglich geplant, liefen wir rechts rum. Nur noch raus aus den Wald, ab zum Kanal. Das waren meine Gedanken.

Wir konnten uns nicht beruhigen. Das Schreien klang in meinen Ohren nach.

Als wir auf die Betonstraße kamen, da trafen wir wieder auf Jäger. Sie hatten wohl eine Art Kessel gebildet, um die Tiere nicht entweichen zu lassen.

Wir waren froh, als wir die passiert hatten. Sie kamen sich wohl vor wie die Champions. Aber bei uns lösten sie nur tiefste Verachtung aus. Ich werde nie begreifen, warum man wehrlose Tiere töten muß. Die paar Bäume oder Sträucher, die sie anfressen, sind für mich kein Alibi, um sie zu töten. Borkenkäfer oder sonstiges Ungeziefer machen bestimmt mehr Schaden,

So endet eine schon schwere Woche mit einem noch traurigeren Ende.

Aber nichts des to trotz werden Bonnie und ich nach wie vor die Wälder durchstreifen.

Die Jäger jedoch, die werden bestimmt nicht mit Verständnis meinerseits rechnen können. Erst kürzlich erschossen sie einen Border Collie mit Schrot, als er sich einige Meter von seinen Herrchen entfernt hatte.

Dann ließen sie keine Hilfe zu und bedrohten Herrchen und Weibchen noch mit der Waffe. Die Anzeige gegen sie läuft. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Für uns war der Tag jedenfalls gelaufen. Wir waren glücklich, überhaupt zu laufen und traurig, über das Erlebte.

 

 

02.12.2004

Heute war die Nacht o.k.  Ich konnte ruhig durchschlafen. Das war auch bitter nötig.

 

01.12.2004


Um 23:45 Uhr war mein letzter Einsatz. Zum Glück sind Bonnie und ich vorher noch die 3 km Runde gelaufen. Sonst wäre die Streak gerissen.

 

30.11.2004

Wie gestern. Ein Einsatz jagt den nächsten. Wieder nur 3 km geschafft. Wieder war es ein Kampf mit Schweini.

 

29.11.2004

Die Rufbereitschaft hat mich voll im Griff. Es ist so eine Bereitschaft, wie man sie nur alle 2 Jahre ein mal hat. Einsatz nach Einsatz. Die Nächte werden zum Tag. Man findet keine Ruhe. Schläft nur ein kurzes Stündchen, dann reißt einen das Telefon wieder aus dem Schlaf. Irgendwie unerträglich, nicht eine Nacht durchzuschlafen. Das Laufen wird zur Qual, wie ich es bei noch keinem Lauf empfunden habe. Sich aufzuraffen und los zu laufen, das ist fast unmöglich.

So laufen Bonnie und ich nur 3 km um die Streak aufrecht zu erhalten.

28.11.2004

Ganz gemütlich sind Bonnie und ich heute 10 km durchs Dorf und am Kanal entlang getrabt. 71 Minuten haben wir dafür gebraucht. Negativ Rekord. Trotzdem sehr erholsam. Ich glaube, es wird langsam besser.

27.11.2004

Schon über eine Woche plagen mich Nackenverspannungen. Ich kann kaum den Kopf drehen. Dazu kommen jetzt auch noch Halsschmerzen. Deswegen hab ich heute ruhig angehen lassen und bin nur 3 km zur Streak Sicherung gelaufen. Was Bonnie natürlich deutlich mißfiel.

26.11.2004

Heute sind wir erst spät zum laufen gekommen. Ich hoffte ja, das sich das Wetter noch bessern würde, aber das hat sich leider nicht bewahrheitet. Schweini forderte mich richtig raus. Aber letztendlich sind Bonnie und ich dann doch durchgestartet. Bei kurz über  0 °C  und heftigen Regen kostete es selbst Bonnie viel Überwindung, mit zu laufen. Aber nach wenigen 100 Metern war alles vergessen und die Lauffreude wuchs immer mehr. Wir trafen unterwegs noch auf 2 Hundeführer / innen und Bonnie fand noch Zeit, ihre Freunde zu begrüßen. Aber dann lief sie doch zügig weiter. Ein uns entgegen kommender Autofahrer lenkte sein Fahrzeug extra durch eine große pfütze, nur damit wir noch richtig eingesaut wurden. Wenn ich den erwische, dann setzt es Hiebe... Aber der Ärger darüber verflog ganz schnell und wir fanden unseren Rythmus wieder. Es ist schon immer was Besonderes, bei solch einem Schei... Wetter los zu laufen, aber wenn man erst dabei ist, dann macht es richtig Laune.

25.11.2004

Ulrike mußte heute Abend zur Nachuntersuchung beim Unfallarzt erscheinen. Dort haben wir einige Zeit im Wartezimmer vertrödelt und mein Stimmungsbarometer sank mit fortschreitender Zeit immer tiefer. Aber nach 2 Stunden ging es dann wieder Richtung Heimat.

Zu einer ausgiebigen Laufrunde hatte ich nun keinen richtigen Bock mehr, denn dann wäre ich erst um 22:00 Uhr wieder zu Hause. Das ist mir in der Woche aber dann doch zu spät.

Also liefen Bonnie und ich unsere einfache 5 km Dorfrunde. War auch ganz gut so. Denn ich traf Eckhardt, einen Laufkollegen aus uralten Zeiten. Wir hatten uns wieder viel zu berichten und vergaßen darüber fast das Laufen.

Das Gespräch ließ den Frust vergessen und es wurde noch ein schöner Abend.

24.11.2004

Ein herrlicher Tag. Das Wetter kann nicht besser sein. Fast keine Wolken am Himmel, die Temperaturen liegen knapp über 0°C. Ich war früh zu Hause und das mussten Bonnie und ich auch ausnutzen. Also raus in die Natur. Unsere geliebte Kanal und Waldrunde ruft. Sie ist  einfach genial für diese Jahreszeit. Das Gras an den Uferböschungen war nass und grün. In den Pfützen konnte Bonnie sich noch mit Wasser bedienen. Kein Autoverkehr behindert uns. Alles nur für Fußgänger und Radfahrer.

Überhaupt Bonnie: Ich glaube langsam, sie bestimmt mein Training, und sie liegt damit auch genau richtig. Gestern noch war sie nicht zu bändigen. Der Drang nach vorne war einfach riesig und wir liefen doch recht zügig. Heute nun das genaue Gegenteil. Für sie war es wichtiger, zu schnüffeln und Gras zu fressen. Wir Beide passen da auch richtig zusammen. Ich war heute froh, dass sie es nur ruhig angehen ließ.

Wir waren kaum im Schaumburger Wald angekommen, da bemerkten wir, das uns  gute Bekannte entgegen kamen. Schade, im Nebel nicht besonders zu erkennen, wie schön die beiden Tierchen auf uns warten. Treu und brav nebeneinander bleiben sie sitzen.

Ein  junger Mann mit zwei Rhodesien Ridgeback Hunden. Diese Tiere sind einfach vorbildlich erzogen. Der junge Mann hat mir schon oft von seinen Hunden erzählt.

Bemerkenswert, wie Er mit den Tieren umgeht. Die Tierchen gehorchen auf jedes Wort, selbst der Rüde reagiert sofort, obwohl Bonnie als Jungfrau vor ihm steht. Egal ob das Herrchen mit Fahrrad fährt oder zu Fuß unterwegs ist. Die beiden Tierchen sind dabei und es ist eine Augenweide, zu sehen, wie sie der leisen Stimme von Herrchen gehorchen. Zum Glück hatte ich meinen Fotoapparat dabei und konnte sie einmal knipsen. Schade, das die Bilder nicht so gut geworden sind. Nächstesmal hab ich den besseren Fotoapparat dabei.


Nachdem die Tierchen sich dann wieder begrüßt und geknuddelt haben, laufen wir weiter. Immer tiefer in den Wald hinein. Der helle Vollmond ist wieder unser Begleiter. Er leuchtet uns lange den Weg aus. Seit ich nicht mehr im Verein bin und mit Bonnie täglich durch die Landschaft laufe, habe ich schon viele nette Menschen kennen gelernt. Unter anderen auch diesen Mann mit den beiden Rhodesien Ridgeback Hunden. Oder den mit dem Husky. Auch ein ganz liebes Tier, das sich richtig mit Bonnie angefreundet hat. Die Liste ist unendlich lang geworden. Blacky, auch ein liebenswerter schwarzer Mischling, immer gut gelaunt. Sie alle aufzuzählen ist wohl doch zu viel.

Wir laufen weiter durch den mittlerweile dunklen Wald. Meine Stirnlampe leuchtet uns den Weg. Die Gedanken kreisen. Bonnie ist ein Teil meine Lebens geworden. Dieses Vertrauen, was sie in mich gesetzt hat, das ist nicht zu überbieten. Sie lebt ja nun tagsüber voll in der Familie, das heißt mindestens 2-5 kleine Kinder im Haushalt, ein großer Hof, den sie bewachen muß, eine nette Border Collie Hündin nebenan, die auch gerne zum Spielen und schmusen kommt. Aber Abends, wenn ich komme, dann ist all das vergessen. Dann ist sie nur noch mein Mädchen.Es zählen nur noch die Kilometer, die vor uns liegen.

Diese Gedanken ziehen an mir vorbei. Ich merke kaum, wie die Zeit vergeht. Schon sind wir wieder am Kanal. Laufen Richtung Heimat. Der Vollmond steht uns nun im Rücken. Sein helles Licht leuchtet uns den Weg. Immer wieder muß ich innehalten. Der wolkenlose Himmel, dieser herrliche Vollmond. Unwillkürlich muß ich an Frau "Werwolf" aus dem Forum denken.

Der Flughafen Hannover liegt nur knapp 60 km von hier entfernt. Die Flugzeuge, die dort gestartet sind, bieten mir hier am Himmel eine herrliches Schauspiel. Wie ein Rastergitter hinterlassen sie die Kondensstreifen am Himmelszelt. Ein toller Anblick. Steil schießen sie in den Himmel und werden immer wieder von anderen gekreuzt. Es scheint alles wie in einem Raster angelegt.Das Bild begeistert mich immer wieder.

Bonnie merkt da nichts von. Sie ist vollkommen mit sich beschäftigt. Zwischendurch wieder in den Kanal springen, dann wieder eine neue Fährte aufnehmen und "immer einen Schritt vor Herrchen sein", das scheint ihr Motto zu sein.

Mit der Zeit sinken die Temperaturen, die Pfützen frieren zu. Es wird Bonnie ihr erster bewußter Winter werden. Sie kommt mit dem dünnen  Eis noch nicht so richtig klar. Die Pfötchen müssen sich da erst dran gewöhnen. Unter ihrem Gewicht zerbricht das Eis sofort und sie kommt an das Wasser. Sie merkt, das es nicht mehr so einfach geht wie sonst. Durch die Pfütze laufen, Wasser aufnehmen, weiterlaufen. Das geht so nicht mehr. Sie schaut mich dabei fragend an. Aber es dauert nicht lange, dann hat sie begriffen, wie es geht.

Nach 2:27 Stunden kommen wir zu Hause an. Bonnie ist dreckig wie ein Wildschwein. Aber auch das ist kein Problem. Während ich mir ein trockenes Hemd anziehe, wartet sie geduldig im Flur. Die Badewanne ist angesagt. Willig läßt sie sich in die Wanne setzen. Mit Hundeschampoo wird sie wieder schön gewaschen. Alles läßt sie problemlos über sich ergehen. Als sie dann aus der Wanne kommt und ich sie richtig abgerubbelt habe, da startet sie eine freudige Runde durch das Haus, begrüßt jeden mir Küßchen und macht sich dann über ihren Freßnapf her. Ich freue mich riesig, eine so treue Begleiterin zu haben.

Während ich hier schreibe, liegt Bonnie nun zu meinen Füßen. Sie schnarcht tief und fest. Hund müßte man sein.

23.11.2004

Was für ein schöner Tag. Kein Regen, öfter mal die Sonne und überpünktlich Feierabend. Das heißt also, sofort ab in die Laufklamotten und raus. Bonnie steht voll auf meiner Seite. So sind wir dann um 16:11 Uhr gestartet. Die 22 km Kanalrunde, wie so oft in diesem Jahr. Ist ja auch das einfachste. Hier können wir gleich zu Hause loslaufen. Zum Berg müssten wir erst 5 km mit dm Auto fahren und dann ist es schon dunkel.

Als wir dann um 17:00 Uhr in den Wald kommen. ist es doch schon ziemlich dunkel. Zum Glück haben wir fast Vollmond, wenig Wolken und daher noch genügend Restlicht. Trotzdem sieht man dann irgendwann in jeden Strauch einen Wanderer oder Läufer , der einen entgegenkommt. Bis man merkt, das es wieder nur eine Täuschung war. Trotzdem kommen uns noch Radfahrer und Läufer entgegen, die man erst im letzten Moment erkennt. Beleuchtung oder Warn Westen sind leider Mangelware. Meine neue Stirnlampe leuchtet uns jedenfalls hervorragend aus und macht uns für alle eindrucksvoll sichtbar.

Wieder am Kanal angekommen. laufen wir zusammen mit einem Binnenschiff. Wir haben das gleiche Tempo. Über 5 km bleiben wir dicht zusammen. Zwischendurch erschrickt  mich immer wieder das gleißende Mondlicht, das zwischen den entlaubten Hecken und Bäumen durchbricht. Immer denke ich, es kommt von hinten ein Radfahrer. Wieder reingefallen. ich bin es , der Mond.

Kurz vor dem Hafen in Beerenbusch ein Schreck. Im Lampenschein liegt ein neuer Laufschuh, dem Anschein nach ein Damen Schuh. Die wildesten Gedanken befallen mich. Der Schuh sieht neu aus, kaum getragen. Frischer Dreck dran. Hoffentlich ist da nichts passiert. Ich leuchte die nähere Umgebung ab, Bonnie läuft unruhig hin und her. Aber wir finden nichts. Außer einer halb vollen Smarties Tüte und weitere Verpackungen von Leckerchen.Über uns kreist ein Hubschrauber mit Suchscheinwerfer, eigentlich nichts Besonderes, da hier in Achum die Hubschrauber stationiert sind. Aber all das zusammen lässt meine Nackenhaare hochstehen. Es mag alles nur ein dummer Zufall sein, aber mich macht es nachdenklich.

Ich bin froh, als wir dann wieder ins Dorf kommen. Die Dorfrunde ist ein Kinderspiel. Nach 2:03 Std. sind wir wieder im Heimathafen. 22 km liegen hinter uns. Ein Lauf durch die Dunkelheit, der zum zügig Laufen animiert hat. Schön und spannend war es. Die Gedanken kreisen noch.

22.11.2004

10 km mit Bonnie bei strömenden Regen und in tiefster Dunkelheit entlang des Mittellandkanals gelaufen. Einfach herrlich, die Natur zu erleben und zu genießen.

21.11.2004

Es wird besser. Heute sind Bonnie und ich die 22 km Kanalrunde gelaufen. Mit vielen Unterbrechungen, während denen sich Bonnie neue Hundebekanntschaften aufbaute. Nach 2:15 Std. waren wir wieder zu Hause.

20.11.2004

Wie Gestern, nur das ich heute einen dermaßen verspannten Nacken habe, das ich mich kaum rühren kann.

19.11.2004

So wie am Vortag. Langsam kommt Land in Sicht.

18.11.2004

Wenig Zeit, Weiterbildung in Hameln, zu Hause gibt es viel zu erledigen. Das Laufen muß momentan hinten anstehen. Nur die kleine 3,6 km Dorfrunde gelaufen.

17.11.2004

Mit Bonnie eine Dorfrunde. Wenig Zeit, Job und Familie gehen vor.

16.11.2004

Nur eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen. Schulbank drücken schlaucht doch irgendwie. Die frische Luft fehlt. Aber Spaß macht es trotzdem wieder.

15.11.2004

Gute berufliche Fortbildung in Hameln. Spannendes Thema. Datenbanken, mein Hobby.

Abends dann mit Bonnie 2 Dorfrunden gelaufen und den Tag Revue passieren lassen. Das leben kann so schön sein, man muß es nur akzeptieren, so wie es kommt. Ulrike ihr Schlüsselbeinbruch verheilt auch immer besser, die Bewegung kommt zurück.

Da haben Bonnie und ich die 10 km wieder richtig genossen.

14.11.2004

Zweiter Lauf der Winterlaufserie in Hörkamp - Langenbruch. Ideale Gelegenheit, die neue Stirnlampe ausgiebig zu testen. Also um 4:00 Uhr aufgestanden und um 05:15 Start am Vereinshaus in Hörkamp Langenbruch. Auf dem Weg dorthin setzte Glatteis ein und ich fuhr lieber schön langsam.

-1°C auf der Strecke. Gut eingepackt startete ich. Die Blätter am Boden leuchteten im Licht der Stirnlampe blendend weiß. Erstaunlich viele Käfer und Fliegen nutzten das Licht und begleiteten mich ein Stück des Weges. Nach dem ersten langen Anstieg bog ich links ab zur ehemaligen Radarstation. Ein sehr schlechtes Wegstück mit etlichen riesigen Pfützen zwang mich immer wieder, seitlich vom Weg abzukommen und durch den Wald zu laufen. Die Radarstation tauchte dann plötzlich im Scheinwerferkegel auf. Gespenstische Anlage, alles leer und verlassen. Ich lief um die Station herum und kam dann auf die geteerte Zufahrt zur Radarstation. Hier wurde das Laufen doch angenehmer. Ich brauchte nicht mehr jeden Schritt zu überlegen. Zwei Kilometer lief ich nun abwärts. Dann verließ ich die Straße und begab mich auf einen kaum noch genutzten Weg nach Katrinhagen. Ich mußte höllisch aufpassen um nicht im Matsch die Schuhe zu verlieren. Das machte richtig Freude. Solche Strecken liebe ich. So ganz alleine in der Nacht. Die neue Stirnlampe leistete hervorragende Dienste. So kam ich dann bis zur Wassertretstelle in Katrinhagen. Weiter ging es auf einem langen mit vielen Kurven und Winkeln versehenen Waldweg unterhalb des Bückeberges. An der Meinser Brücke kam ich wieder auf die Steinbruchstraße zurück, die auch wieder zur Radarstation führt. Ich lief aber die Straße runter bis zum Gasthaus "Süße Mutter". Auf der Hauptstraße weiter zu den "Napoleons Tannen". Es wurde jetzt deutlich heller und ich konnte die Stirnlampe ausschalten.

Auf dem Wanderweg X11, der nach Bad Nenndorf führt, kamm ich nun auf die ideale Crosstrecke. Sie forderte noch einmal alles von mir. Aber die Umgebung dieses Weges entschädigt für alles. Durch die alten Steinbrüche hindurch komme ich wieder hoch zum "Gasthaus Walter". ( Dort steht auch dieses Tipi ) Durch den noch in Betrieb befindlichen Steinbruch laufe durch und dann links ab Richtung Liekwegen. Am alten Bremsschacht vorbei komme ich dann wieder auf die original Laufstrecke. Vorbei an der Schützenhütte laufe ich wieder einen langen Anstieg hoch. Auf halber Strecke höre ich mächtiges Hufgetrappel. Schon springen die ersten Mufflons über den Weg. Ich bleibe stehen und zähle die Tiere. 30 Stück.  Ein herrlicher Anblick. Hier leben noch viele dieser Tiere in freier Wildbahn. Sie schmücken auch das Wappen des ausrichtenden Vereins. Ich verharre noch einen Augenblick und lasse die Bilder Revue passieren. Wie schön, soetwas zu erleben. Dann trabe ich auf der Laufstrecke weiter. Die letzten Kilometer genieße ich richtig. Nehme auch bewußt etwas Tempo raus. Das Wetter ist so herrlich, die Farbenpracht des Waldes im Herbst hat eine besondere Anziehungskraft. Es macht einfach mächtig Freude, hier zu laufen. Nach 4:12 Std. bin ich wieder am Vereinsheim, wo mich wieder eine hervorragende Kuchentheke dazu verführt, mehr zu futtern, als eigentlich nötig ist.

Zum Abend hin bin ich mit Bonnie dann noch 15 km am Kanal gelaufen. Es lief deutlich runder als heute morgen.

13.11.2004

Heute ist meine neue Stirnlampe geliefert worden. Hatte ich am 11.11.2004 um 22 Uhr bei "Bergzeit" über Internet bestellt. Eine Petzl DUO LED 8. Die mußten wir natürlich gleich im Dunkeln ausprobieren. Einfach genial, kann ich da nur sagen. Als wir am Kanal lang liefen, da waren wir wirklich in ein angenehmes Flutlicht getaucht. Das Umschalten auf Halogen zur Weitsicht, klappt hervorragend. Kein Vergleich zur alten Stirnlampe. Da macht laufen um diese Jahrteszeit richtig Spaß. Morgen früh werde ich damit bei der Winterlaufserie eine Ehrenrunde um 5:00 Uhr starten.

12.11.2004

Letzter Urlaubstag heute. Noch einmal richtig was geschafft, zu Hause. Dann mit Bonnie 10 km am Kanal gelaufen. Kalter, böiger Wind. Nieselregen setzt ein. Bonnie hat den ganzen Tag mit Ronja, der Nachbarshündin, getobt. Sie zeigt nun wenig Lauflust. Eigentlich sollten es ja 22 km werden, aber unter den Umständen reichen die 10 km vollkommen.

11.11.2004

Den ganzen Tag wieder im Garten geschafft. Büsche und Bäume geschnitten, ein letztes mal Rasen gemäht. Die ganze Zeit auf das Laufen gefreut. Dann ging es endlich los.

Bonnie war wie immer begeistert dabei, obwohl sie den ganzen Tag mit dem Nachbarhund bei uns getobt hatte. Als wir losliefen, wurde es schon dunkel. Aber wir haben ja auch die Reservestirnlampe noch dabei, sicher ist sicher. Als wir dann in Cammer in den Wald liefen, da war es so dunkel, das ich die Stirnlampe anschalten mußte.  Herrlich, diese Ruhe im Wald. Keine Walker, keine anderen Jogger mehr zu sehen. Die Welt gehört uns ganz alleine. Am Kanal treffen wir dann noch auf insgesamt 2 Angler, die uns erst anhand der leuchtenden Posen auffallen. Da wären wir sonst so dran vorbei gelaufen und hätten sie in der Uferböschung nicht bemerkt. Auf den letzten beiden Kanalkilometern liefen wir in ein so dicke Nebelwand, das ich Bonnie an der Leine schon nicht mehr sehen konnte. So eine Suppe hab ich lange nicht erlebt. Da mußte ich das Tempo rausnehmen und die Lampe ausschalten. Unbeschadet erreichten wir das Dorf, wo vom Nebel nichts mehr zu sehen war. Der Herbst ist immer für Überraschungen gut.

10.11.2004

Wieder einer der schönen Lauftage. Mit Ulrike geht es langsam aufwärts. Ihr Bewegungsradius wird immer grösser. Bonnie und ich sind heute die 22 km Runde am Kanal gelaufen. Die Bundeswehr machte einen Marsch am Kanal entlang. In Berenbusch haben wir sie überholt. Auf dem Rückweg trafen wir sie dann bei Stromkilometer 107,6 wieder. Dort mußten sie mit Schlauchboot übersetzen und auf der anderen Uferseite das Gelände sichern.32 Jahre ist das her, das ich auch solche Spielchen gemacht habe. Damals in Plön. Alte Erinnerungen werden wach. Lang, lang ist es her. Was hab ich damals das Laufen verflucht. Und heute ist es ein Bestandteil meines Lebens geworden. Wenn mir das damals einer gesagt hätte......


09.11.2004

In strömenden Regen, Finsternis und 4°C Aussentemperatur, sind Bonnie und ich heute Abend durch Stadt und Land gelaufen. Irgendwie war es trotz der bekloppten Autofahrer, die uns andauernd blendeten, ein schöner Lauf. 10 km sind wir gelaufen.

08.11.2004

Ich habe mir eine Woche Urlaub genommen. Dann kann ich Ulrike besser unterstützen. Heute Morgen hab ich den Wagen in die Werkstatt gebracht und bin dann von dort 5 km zurück gelaufen.

Danach war ich dann bis zum Einbruch der Dunkelheit im Garten tätig und nun arbeite ich das Lauftagebuch auf.

07.11.2004

Intensive Hausarbeit lag heute an. Ja, selbst am Sonntag finde ich genug Arbeit, die gemacht werden muß, wenn die liebe Frau das gesundheitlich nicht schafft. Da merkt man erst, was eine gesunde Frau die ganze Woche über schafft. Ulrike ist tieftraurig, das sie nicht mehr machen kann. Ich sag ihr, sie soll es als geschenkte Zeit betrachten, damit sie auch mal wieder in Ruhe ein Buch lesen kann. Aber da will sie nichts von hören.

So sind Bonnie und ich trotz herrlichen Herbstwetter nur 5 km gelaufen und haben dann Ulrike getröstet.

06.11.2004

Mein Vater wäre heute 92 Jahre alt geworden. Ihm zu Gedenken sind Bonnie und ich heute 10 km gelaufen.

05.11.2004

Da merkt man erst, was die Frau den ganzen Tag zu Hause schafft, wenn sie gesund ist.

Bonnie und ich haben wieder 10 km gelaufen, aber der Kopf ist nicht frei.

04.11.2004

Ulrike, meine liebste Ehefrau, hat sich ja das Schlüsselbein gebrochen. Nun müssen wir die tägliche Arbeit neu organisieren. Da bleibt eine Menge mehr bei mir hängen. Deswegen werde ich die nächsten Tage nicht viel laufen können. Heute waren es 10 km mit Bonnie.

03.11.2004

Wieder ein herrlicher Herbstabend. Nur schade, das es jetzt so schnell dunkel wird. Aber das hindert Bonnie und mich nicht, durch den Schaumburger Wald zu laufen. Gerade als wir in Berenbusch über die Brücke sind und uns so 100 Meter im Wald befinden, da erbebt die Erde. Ein Rudel ausgewachsener Hirsche kreuzt im Abstand von 20 Metern unseren Weg. Regungslos verharrt Bonnie. Ein Pfötchen angehoben, steht sie da, in Jagdstellung.  Ihr Nackenhaar sträubt sich. 13 Tiere zähle ich und als letztes ein Hirsch mit einem mächtigen Geweih, wie ich es in der Wildnis noch nicht gesehen habe. So schnell wie der Spuk gekommen ist, so schnell ist er auch vorbei. Bonnie zieht an und will dem Rudel folgen. Mit Mühe kann ich sie daran hindern. Es dauert eine ganze Weile, bis sie sich wieder beruhigt hat. Dann laufen wir weiter. Als wir in Cammer die Landstraße erreichen, ist es schon stockdunkel. Auf dem neuen Radweg laufen wir weiter bis zum Stromkilometer 110 am Mittellandkanal. Auf dem leinpfad sind wir wieder in Sicherheit, hier können wir entspannt weiterlaufen. Es ist immer wieder schön, die beleuchteten Posen der Angler zu sehen. Erst daran sieht man, das man sich wieder einem Angler nähert. Die meisten kennen mich schon und wir grüßen uns freundlich. Gefangen hat bis jetzt noch keiner etwas. Aber das kann ja noch werden.

Herrlich, bei diesen Läufen am Kanal, wenn man fühlt, wie gleichmäßig die Pumpe tuckert, fast wie der Diesel der Binnenschiffe. Nichts belastet, es läuft ruhig und gleichmäßig, kaum eine Schweißperle auf der Stirn. Einfach laufen lassen, im "steady state", im Sauerstoff Gleichgewicht. Es ist wie ein Schweben. So könnte ich unendlich weiter laufen. Aber das geht nicht. Ich hab Rufbereitschaft und darf mich nicht zu weit von zu Hause entfernen.

02.11.2004

Wenig Zeit, darum mit Bonnie nur eine 5 km Runde durch das Dorf. Ulrike fühlt Besserung mit ihrem Schlüsselbein Bruch.

01.11.2004

Ein herrlicher Herbstabend. Mit Bonnie 17 km durch den Schaumburger Wald und am Mittellandkanal entlang. Bonnie hat sich aufdringlichern Hunden gegenüber vorbildlich verhalten. Ich muß mich wundern, wieviele Hundebesitzer mit ihren Tieren trotz tiefer Dunkelheit noch in der Natur unterwegs sind.


31.10.2004 Abends

Bonnie mußte natürlich auch zu ihren Recht kommen. Gerne lief ich mit ihr dann heute Abend noch zum Kanal und dann durch das Dorf zurück. Unterwegs wollte ein Dalmatiner Rüde sich mit ihr anlegen. Aber sie kümmerte sich garnicht um den Rüden und lief einfach weiter, währernd der von seinem Frauchen energisch was auf die Ohren bekam.  Sieben Kilometer standen dann auf der Liste, für Bonnie eigentlich zu wenig.

31.10.2004  Morgens

Die Winterlaufserie in Hörkamp-Langenbruch beginnt heute. Ich hab mir fest vorgenommen, etwas länger zu laufen. Als ich um 6:00 Uhr hier losfuhr, sah das Wetter noch ganz gut aus. Aber kurz vor Stadthagern setzte dann Regen ein. Und der hielt sich fast den ganzen Lauf über.

Um kurz vor Sieben bin ich dann gestartet. Hans Duske war schon vor Ort und hat die Anmeldeformalitäten aufgenommen.

Zu allen Überdruß hatte nun auch noch Nebel eingesetzt. Einsam und alleine lief ich in die Dunkelheit. Aber lange hielt sie nicht mehr an.

Ich war noch keine 20 Minuten gelaufen, als mir schon das erste Mufflon über den Weg lief. Wenige Minuten später entdeckte ich das 2. Tier. Erstaunlich, wie sie doch ihre Reviere ausdehnen. Hier hatte ich noch nie welche beobachtet.

Durch Regen und dicke Nebelfelder lief ich weiter. Nach 1:05 Std. kam ich am Schützenhaus vorbei. Ich machte unterwegs noch ein paar Fotos, die aber bei der Witterung nicht allzu schön gelungen sind.

Am Vereinshaus stärkte ich mich mit einem Tee und lief dann nach 2:05 Std. los zur zweiten Runde. Insgesammt war ich dann 4:08 Std. unterwegs. Leider blieb mir keine Zeit, das köstliche Kuchenbüffet auszukosten, da ich zu einem Störeinsatz gerufen wurde. Das hinderte mich aber nicht, zwei Stück Kuchen mitzunehmen.

Ein guter Auftakt zur Winterserie mit 36 km liegt hinter mir. Freue mich schon auf die nächste Serie in 14 Tagen.

30.10.2004

Den ganzen Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit im Garten gewesen. Anschließend noch 5 km mit Bonnie durch das Dorf gelaufen. Ulrike hat sich rechts das Schlüsselbein gebrochen und ist fast ganz "kampfunfähig". Dadurch viel Arbeit zusätzlich für mich.

29.10.2004

Um 18:00 Uhr sind Bonnie und ich zum Mittellandkanal gelaufen. In den Feldern waberte der Bodennebel und stellenweise hatte man nur äusserst geringe Sichtweiten. Gespenstisch wurde das mit einsetzender Dunkelheit. Da kam dann auch der Vollmond langsam hoch und bot ein herrliches Bild. Ein wunderbarer Herbstabend. Trotzdem war es erstaunlich, wie lange ich ohne Stirnlampe laufen konnte. Der Mond leuchtete es doch schön aus. Aber die letzten 5 km mußte ich dann doch die Lampe anschalten. In ihren Schein leuchteten mich dann auch gleich die Augen eines Ungarischen Vorsteher Rüden an. Das Herz rutschte mir fast in die Hose, aber gleich hinter ihm kam auch sein Herrchen. Ich erkannte beide, der Schreck ließ nach, denn die Tiere kommen prima miteinander aus, sie kennen sich schon länger und jeder respektiert den anderen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie cool Bonnie doch mit anderen Hunden umgeht. Ihr Vorgänger, Stups, war da doch ganz anders.

28.10.2004

Wieder nicht viel Zeit zum Laufen. Aber für 10 km mit Bonnie hat es noch gereicht.

27.10.2004

Um 17:00 Uhr sind Bonnie und ich gestartet. Die 22 km Runde wollen wir laufen. Das Wetter ist herrlich. Wir wissen auch, das wir lange im Dunklen laufen werden. Aber dafür haben wir ja die Stirnlampe dabei. Also zuerst laufen wir durch den Schaumburger Wald, der heute noch einmal von vielen Menschen bevölkert ist. Kurz bevor dann an den Kanal kommen, kommt von hinten ein Radfahrer. In seiner Begleitung befinden sich zwei Hunde, Rhodesien Ridgeback, Hunde, wie ich noch keine besseren erlebt habe. Sie gehorchen auf die leisesten Befehle seines Herrchens, selbst der Rüde, der zu gerne mit Bonnie spielen möchte, bleibt treu sitzen.

Ich unterhalte mich einen Augenblick mit dem "Rudelführer", und dann laufen wir weiter. Die ganze Woche hatte ich einen Fotoapparat dabei, in der Hoffnung, die Tiere mal zu fotografieren. Aber ich hab sie nicht getroffen. Und heute hab ich keinen Fotoapparat dabei. Ärger.

Als wir dann am Kanal ankommen, ist es doch schon ziemlich dunkel geworden. Aber 3 km können wir noch so laufen, bis wir dann die Lampe anschalten müssen. Wir geniessen die Einsamkeit, denn von nun an begegnen wir niemanden mehr.

Bonnie hat heute wieder viel Gras gefressen, ob sich das Wetter nun ändert? Sagt der Volksmund ja, wenn Hunde Gras fressen, dann soll es regnen.

Egal, nach 2:17 Std. sind wir wieder zu Hause. Es war ein schöner Lauf und mir geht es doch wieder richtig gut.

26.10.2004

Mit Bonnie eine 10 km Runde am Kanal und durchs Dorf gelaufen. Wir hatten nicht die Zeit länger zu laufen. War auch nicht schlimm, wir wollen es ja noch nicht wieder übertreiben. Langsam aufbauen.

25.10.2004

Es war wieder so ein besonderer Tag. Ich konnte wieder arbeiten ( ja, selbst nach 35 Berufsjahren macht mir mein Job immer noch Freude ). Es war ein herrlicher Herbsttag, das Laub fällt jetzt mächtig. Mir bietet sich eine besondere Farbenpracht, wie sie nur der Herbst zaubert. Ein ordentlicher Wind begleitet Bonnie und mich auf unserer 22 km Kanal-Wald-Strecke. Einfach herrlich, wenn Bonnie immer wieder Schwimmeinlagen einlegt, Enten jagt und einfach ihre Lebensfreude ausprüht. Und sie rennt richtig zügig, ich kann sie kaum bremsen. Meine vorher gespürte Müdigkeit ist vollkommen verflogen. Dieser Lauf lässt alles vergessen. Ich brauche keine Kommandos geben, ich glaube, Bonnie ahnt jeden Gedanken von mir. Wir sind ein unschlagbares Team. Jeder weiß genau, was der andere will, wo der Weg lang geht. Wir brauchen keine Worte. Es läuft auch so wie geschmiert. Als wir wieder aus dem Wald an den Kanal kommen, das steht der Mond schon am Himmel, fast ganz ausgefüllt. Ein herrlicher Anblick. Wir laufen in die Dunkelheit hinein. Der Weg ist nicht mehr weit, bis ins Dorf. Dann wird die Sicht besser, die Straßenlaternen leuchten uns den Weg aus. Wir bleiben mit 1:59 Std. knapp unter der 2 Stunden Marke. Für diese 22 km Strecke eine ordentliche Zeit. Es ist ja nur Training.

24.10.2004

Das herrliche Wetter lockt uns raus. Bonnie und ich traben gemütlich unsere  22 km Kanalrunde. Ich habe keine Beschwerden mehr und so genießen wir den Lauf und das Wetter. Es herrscht mächtig Betrieb auf unserer Strecke und Bonnie knüpft wieder zarte Bande zu anderen Rüden.

2:19 Std. brauchen wir für die Strecke, die wir sonst in 2:05 Std. laufen. Ich bin froh, das es schon wieder so gut klappt.

23.10.2004

Der Doc ist vollkommen zufrieden. Die Wunde ist sehr gut verheilt. Wenn keine Probleme mehr auftreten, dann darf ich Montag wieder arbeiten. Ich freue mich natürlich, denn mein austrainierter Körper hat alles sehr gut verkraftet. Ich fühle mich wieder fit.

Darum bin ich heute mit Bonnie eine kleine 10 km Runde gelaufen. Es hat zwar 1:19 Std. gedauert, aber Bonnie hat mich mächtig ausgebremst, denn sie musste ordentlich schnüffeln und Gras fressen. Ich hab es ihr mit Freude gegönnt, denn irgendwo bin ich auch noch schwach.

Aber ich habe es richtig genossen, als der Herbststurm um uns rumgeweht ist. Die Blätter flogen um uns herum, es war einfach herrlich. Endlich wieder draussen. Die frische Luft geniessen, die goldene Abendsonne, es passte einfach alles. Gibt es etwas schöneres, als so in sich zu kehren, das Leben zu geniessen, die Natur erleben. Und Bonnie an der Seite zu haben, an ihrer Freude teilzuhaben. Es gibt für mich nichts schöneres. Ich bin einfach glücklich, wenn es auch eine "schlechte" Zeit ( 01:19 Std.) war, aber für mich war sie eine wunderbare Zeit. Ich ziehe daraus Kraft für die Zukunft. Es läuft wieder, ich habe wieder Pläne für die Zukunft. Und ich bin dankbar, dankbar dafür, das "Er" mir wieder geholfen hat.

Ob das aber schon wieder der Beginn eines neuen "Streak" ist, das wag ich noch nicht zu glauben.  Warten wir es ab.

22.10.2004

Das Läufer Innenleben kommt ganz schön durcheinander. Herz und Kreislauf sind ganz durcheinander, das Laufen fehlt. Ich werde "unerträglich" für die Familie.

21.10.2004

Der VfL Fleckenberg, einer der Ausrichter des Rothaarsteig Marathon, hat mir heute seine Vereinszeitschrift zugeschickt. Sie haben darin meine Bilder und meinen Laufbericht veröffentlicht. Schönen Dank dafür. Habe mich auch schon für nächstes Jahr angemeldet und die Startnummer 205 bekommen. Ausserdem bin ich für den Humfeldmarathon am 20.11.2004 gemeldet.

Von der OP merke ich nichts mehr. Der trainierte Körper kommt mit soetwas wahrscheinlich doch besser klar, wie ein untrainierter. Glaube ich jedenfalls.

20.10.2004

Ich schmiede schon wieder Pläne für die Läuferzukunft. Ein untrügliches Zeichen, das es mir besser geht.

19.10.2004

Die Schmerzen lassen nach. Unangenehm ist es aber immer noch.

18.10.2004

So schnell wird man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Der Streak ist gerissen!!!!!!!

Nun hat es mich richtig erwischt. In der Nacht von Sonntag auf Montag bekam ich heftige Schmerzen am „Allerwertesten“. Sie wurden schier unerträglich. Ein Knoten, dick wie eine Kirsche wurde immer größer. Ich gleich um acht Uhr zum Hausarzt. Diagnose:„Anal Thrombose, kurz vor dem Platzen. Sofort operieren.“

Ab zum nächsten Chirurgen und dort gleich unters Messer.

Die nächste Nacht, von Montag auf Dienstag, wurde zum Alptraum. Um 1:00 Uhr Nachts ist die Wunde aufgebrochen. Ich verlor eine große Menge Blut. Mit dem Krankenwagen wurde ich ins Krankenhaus gebracht. Dort versorgte man die Wunde und um 3:00 Uhr war ich wieder zu Hause.

Um 8:00 Uhr wieder zum Chirurgen, Wunde erneut versorgt und nun genieße ich die Schmerzen.

Damit ist mein Streak gerissen. Aber trotzdem war es eine schöne Zeit. Als neue Motivation habe ich nun, die 449 Tage zu knacken. Wenn ich dann wieder laufen darf, starte ich bei „0“. Aber da kann ich gut mit leben.

Allen Streaken und sonstigen Läufer/innen wünsche ich, daß sie von Krankheiten verschont bleiben und „gut Lauf“.

17.10.2004

Der Tag danach. Mit Bonnie bin ich locker die 8 km Kanalrunde getrabt. Trotzdem das ich gestern den Marathon mit 86% der HF-max gelaufen bin, hab ich heute keinen Muskelkater und auch keine schweren Beine. So hab ich mir Laufen immer vorgestellt und so bin ich der Vorstellung auch schon ganz nah gekommen. Das tägliche Laufen hat mich da doch sehr weit nach vorne gebracht.

16.10.2004

Heute bin ich den Rothaarsteig Marathon über 42,195 km und 835 Höhenmetern gelaufen. Geniale Strecke mit netten Leuten gelaufen. Ausführlicher Bericht mit Bildern.

15.10.2004

Morgen bin ich beim Rothaarsteig Matathon. Mit 42, 195 km und 838 Höhenmetern wird das kein ganz leichter Lauf. Aus diesen Grund sind Bonnie und ich heute nur eine kleine 5 km Dorfrunde gelaufen.

14.10.2004

Vom Badelatschenlauf habe ich nichts in den Knochen gemerkt. Kein Muskelkater oder dergleichen. Sollte man ruhig öfter machen. Aber heute bin ich mit Bonnie dann wieder in normalen Laufschuhen die 8 km Kanalrunde gelaufen. Samstag möchte ich ja gerne den Rothaarsteig Marathon laufen, darum schalte ich mal einen Gang zurück.

13.10.2004

Es ist Feierabend. Frohgelaunt geht es in die Umkleideräume, fertig machen zum Laufen. Da stehe ich, bin fertig umgezogen und nun der Hammer. An alles hab ich gedacht, nur im Eifer des Gefechts heute Morgen, da hab ich sie zu Hause stehen lassen : 

Die Laufschuhe

Was also machen. Die Kollegen sind schon fort, die mich mitnehmen können. Zu Hause anrufen, mich abholen lassen? Nee, ich will ja laufen. Die Arbeitsschuhe haben Metallkappen und sind zu unbeweglich. Was bleibt noch über ? Die Badelatschen. Kurze Anprobe, dann fällt die Entscheidung. 10 km in Badelatschen werde ich laufen. Wenn es nicht klappt, kann ich immer noch zu Hause anrufen und mich einfangen lassen.

Raus geht es. Innerlich muss ich grinsen. Lange Laufhose, weiße Socken und dazu die Badelatschen. Als ob ich irgendwo ausgebrochen wäre. Aber schon nach den ersten Metern hab ich ein gutes Gefühl an den Füßen. An der ersten Ampel natürlich rot, warten. Da kommt Michael mit Fahrrad und muss auch warten. Er mustert mich von oben bis unten und fragt entgeistert: Mit solchen Schuhen läufst Du ?  Wie soll ich ihm das erklären, die Ampel wird grün und weiter geht es. Auf der Stiftstraße laufe ich knapp 15 Minuten und dann geht es glücklicherweise an den Kanal. Es läuft eigentlich super in den Latschen. Auf der Straße lagen die Schuhe super. Mal sehen, wie es nun auf den doch etwas holperigen Leinpfad funktioniert. Die Kilometer rollen und ich finde es richtig toll. Lediglich die Zehen werden immer kälter. Offene Schuhe bin ich nun einmal nicht gewöhnt. Man gut, das noch kein Winter ist. Bei Stromkilometer 105 geht es runter ins Dorf. Ein extrem holperiger Weg. Das wird die einzige Stelle, an der die Latschen unpässlich waren, aber ich komme heile zum Asphalt runter. Mittlerweile macht es richtig Spaß in den Latschen. Ich frage mich sogar, warum es so teure Laufschuhe sein müssen, wenn ich doch unter diesen Bedingungen ohne Probleme laufen kann. Nach 1:05 Std. bin ich wieder zu Hause. Dort hab ich natürlich die "Brüller" auf meiner Seite und der Spott ist mir gewiss. Aber ich bin fast genau so schnell wie gestern in Laufschuhen gelaufen, habe neue Erfahrung gesammelt und bin mal gespannt, was die Muskeln morgen dazu sagen.

12.10.2004

Zärtlich weckt mich "Läuferherzi" heute Morgen um 04:45.  "Stehe auf, es ist herrliches Läuferwetter. Lauf zur Arbeit" flüstert es mir nachdrücklich in das Ohr. Ich stutze und frage mich sogleich, "warum eigentlich nicht". Also rasch raus aus die Mupfel und schnell ins Bad. Rasieren, damit die Kunden mich erkennen.  Laufklamotten an, den Rucksack mit Wechselwäsche packen, duschen kann ich in der Firma. Kein Problem mit der Logistik. Raus geht es. Ganz schön kalt geworden. 2°C stehen auf dem Thermometer an der Sparkasse. Ich laufe extra zur Mainstr. und dort an den Kanal. Wenn ich diesen Umweg nehme, dann hab ich 10 km auf dem Zähler stehen. Das gefällt mir. Es sind nämlich so exakt 10 km, so wie ich mir das wünsche. Am Kanal schalte ich die Stirnlampe an und genieße die Ruhe des Morgens. Das "Läuferherz" genießt diese Minuten und saugt sie gierig auf. Herrlich, so durch den Bodennebel zu laufen. Ein Motorschiff kommt mir mit erstaunlich leisen Fahrgeräuschen entgegen, fast wie von Geisterhand geschoben. Gespenstisches Panorama im Morgennebel. Erinnere mich an den Film "Die Nacht des Grauens". Weiter geht es, vorbei am Getreidelager des Landbund, an Weseralu, bis zum Wasserstraßenkreuz. Hier führt der Mittellandkanal über die Weser. Es ist immer noch ziemlich dunkel, aber ich komme jetzt bald in die Stadt. An der Stiftstr. verlasse ich den Kanal und es geht nun schnurgerade fast 3 km bis zu meiner Arbeitstelle. Wunderbar, wenn der Morgen so anfängt. Nach dem Duschen einen frisch geernteten Apfel essen und um 7:25 sitze ich frisch und fit am Arbeitsplatz.

Nach Feierabend geht es den gleichen Weg zurück. Wieder meldet sich "Läuferherzi" und raunt mir unaufhörlich zu: "Es läuft so gut. Denk an Bonnie. Was sagt sie, wenn Du nach Hause kommst, in Laufklamotten, durchgeschwitzt. Und Bonnie, was soll sie? Soll sie nicht laufen, willst Du sie enttäuschen. "Läuferherzi" redet mir ein schlechtes Gewissen ein. Und "Läuferherzi" hat ja recht. Es läuft wirklich super. Bonnie will ich nicht enttäuschen. Als ich dann nach 1:03 Std. zu Hause ankomme, da umzingelt Bonnie mich sofort und freut sich, das ich die Laufsachen anhabe. Sie legt mir ihre Pfötchen auf die Schultern und wirft immer wieder den Kopf in den Nacken. Ein Demutszeichen, wie es größer nicht geht. Ich beruhige sie und hole ihr Laufgeschirr. Da ist sie nicht mehr zu halten. Voller Freude schlabbert sie mir noch durch das Gesicht und dann geht es los. Geplant hab ich die 8 km Kanalrunde. Aber "Läuferherzi" meldet sich schon nach wenigen Kilometern und beschreibt mir immer wieder diesen wirklich herrlichen Oktobertag. Ein Tag, nur um zu laufen. Die goldene Abendsonne leuchtet so herrlich. Das Laub fällt und bedeckt die Wege. Es wird mächtig Herbst. Eine wunderbare Jahreszeit. Nicht mehr diese Hitze, die mich immer dazu zwingt , Getränke mit zu nehmen. Nein, es ist ein ganz anderes Laufen. Also entschließen wir uns, doch die lange Strecke zu nehmen. Nur jetzt links herum, das heißt, zuerst durch den Schaumburgerwald. Denn es würde uns nachher hier doch ziemlich dunkel werden. So machen wir es. Bonnie begutachtet ausgiebig die Stellen, an denen die hier massenhaft auftretenden Wildschweinrudel das Erdreich aufgewühlt haben. Sie ist richtig glücklich. Ich fühle, das ist wieder so ein Lauftag, wie man sie sich immer wünscht, aber nur selten bekommt. Es ist, als trügen mich die Engel. Nichts tut weh, alles läuft flüssig. Ich brauche keine Getränke, keine Nahrung, es ist einfach herrlich. Zurück am Kanal wird es jetzt immer schneller dunkel. In der Ferne zeichnet sich das Wesergebirge gegen den Abendhimmel ab. Eine herrlich lange Bergkette, die den ganzen Horizont einnimmt. Erinnerungen an viele schöne lange Läufe dort kommen hoch. Es ist einfach ein überwältigender Moment. Ich bin stolz, ein Streaker zu sein. Was hab ich in der Zeit schon alles erkundet und abgelaufen. Was hab ich alles für mich neu entdeckt. Und im letzten Jahr mit meiner treuen Bonnie zusammen gelaufen. Wie ist sie dankbar dafür. Immer lieb und ohne Tadel. Was kann man sich schöneres vorstellen. Ich jedenfalls nichts. Ich bete jeden Abend zum Herrgott, das er mir dies Gnade des Laufens lässt und bin Ihm unendlich dankbar dafür.

Nach den letzten Schwimmeinlagen kommen wir dann wieder ins Dorf. Der Alltag holt uns ein. Aber auf schwebenden Fuß laufen  wir zu Hause ein. Nichts hat den Lauf getrübt. "Läuferherzi" hat recht gehabt. Ein Tag wie es nicht viele gibt. Man muss es nur erkennen und die Gunst der Stunde nutzen. Das ist die eigentliche Kunst. Der Rest kommt von alleine.

11.10.2004

Mein erster Enkelsohn wird heute drei Jahre alt. Das muss natürlich gefeiert werden. Aus dem Grunde sind Bonnie und ich natürlich heute nur eine kleine 5 km Dorfrunde gelaufen. Ab Morgen laufe ich wieder zur Arbeit hin und zurück, da Töchterchen mein Auto braucht, um zur Schule zu kommen. Mal sehen, wie mir das bekommt.

10.10.2004

Eigentlich wollte ich ja heute in den Süntel fahren und dort laufen. Aber Töchterchen brauchte unbedingt mein Auto. Also blieb uns wieder nur die Kanalrunde. Die bin ich dann mit Bonnie auch ganz in Ruhe gelaufen.

09.10.2004

Heute sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Mit Bonnie die 22 km Kanalrunde gelaufen. Herrlicher Oktober Tag. Die Sonne gibt noch einmal alles. Morgen möchte ich mit der Erkundung des Süntels beginnen. Mal wieder einen Long - Jogg machen.                 

Ein Blick heute über den Gevatter See zum Wesergebirge.


 

08.10.2004

Rufbereitschaft ist zu Ende. Erst einmal nur ans schlafen gedacht. Die Ruhe fehlt mir doch. Wer so im Training ist, der braucht auch seinen Schlaf. Und den hab ich nachgeholt. Dann eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen. Aber ich bin einfach noch platt.

07.10.2004

Viele positive Überraschungen auf der Arbeit. Der Einsatz lohnt sich. Heute ist die letzte Nacht mit Rufbereitschaft. Ab morgen wieder mehr Zeit. Die läuferische Regenerationsphase der letzten Tage zahlt sich aus. Mit Bonnie die Dorfrunde gelaufen. Garnicht das Gefühl nach Laufen gehabt, es war fast wie "Schweben" :-)

6.10.2004

Beruflich viel Arbeit und kaum Zeit zum Laufen. Nur bis zum Sperrtor am Kanal und dann durch das Dorf zurück.

05.10.2004

Beruflich viel Arbeit und kaum Zeit zum Laufen. Nur eine Dorfrunde mit Bonnie.

04.10.2004

Heute sind wir erst um 18:15 Uhr von zu Hause losgekommen. Trotzdem liefen wir zum Kanal und dann in Berenbusch gleich in den Schaumburgerwald. Denn es würde uns sonst dort zu dunkel. Der Rückweg am dunklen Kanal auf topfebenen Weg ist mühelos zu laufen. So kam es dann auch. Als wir wieder am Kanal waren, da war es doch schon ziemlich dunkel. Dieletzten 2 km nahm ich dann die Stirnlampe in Betrieb. Bis wir den Kanal verließen, war alles glatt undsuper gelaufen. Dann jedoch häufte sich der Schei..... Als erstes passierte folgendes: Wir kommen bei meinem Onkel an der Mainstr. vorbei. Der Nachbar hat einen "lammfrommen" Jagdhund, der immer frei rumläuft. Vier mal hat er uns schon als Jagdbeute auserkoren. Doch heute war es die Spitze. Er kommt vom Hof hinter uns her und schnappt immer wieder nach meinen Waden. Nein, nicht das er sich um Bonnie kümmert. Meine Waden haben es ihm angetan. Mit wilder Fuchtelei und schreien, gelingt es mir, ihn zu erschrecken. Dann hört er die Stimme seines Herrchens und macht in der Luft kehrt. Bei seinem "Chef" bekommt er es erst mit einer Holzlatte zu tun. Ich rufe ihm zu "Das war jetzt das fünfte mal, das er hinter uns her ist". Und was bekomme ich zur Antwort:  "Nächstesmal ist es dann das sechste mal". Solche Leute sind doch nicht mehr ganz dicht.

Hundert Meter weiter kommt vom Schulhof der Grundschule rückwärts ein Mercedes runtergefahren. Er hält voll auf uns zu. Ich sehe richtig, das der Fahrer den Kopf überhaupt nicht zurückgedreht hat. Er fährt nur nach rechten  Spiegel . Mit Mühe reiße ich Bonnie zurück. Der Mercedesfahrer bemerkt uns erst, als er auf der Straße steht. Wozu hab ich bloß die Stirnlampe an. Kann man die übersehen ??

Fazit: Es ist besser man läuft erst nach 20:15 Uhr los, denn dann sitzen gottseidank die meisten vor der Bildröhre und sind erst einmal aus dem Verkehr gezogen.


03.10.2004

Herrliches Spätsommerwetter. Da ist es einfach Pflicht, raus und auf Strecke zu gehen. Bonnie gefällt das auch. So traben wir Richtung Kanal. Gleich am Dorfausgang überholt uns Thomas, ein Nachbar und seine Mutter mit dem Fahrrad. Wir wechseln ein paar Worte und sie ziehen weiter. Als ich oben auf der Brücke bin, die die Eisenbahnstrecke nach Hannover quert, sehe ich, das sie in der folgenden Kurve geradeaus weiterfahrern. Das ist unsere Chance. Der Weg geht in einen Grasweg über. Holperig und mit Pfützen übersät. Da kommen die mit ihren Sonntags Rädern nicht schnell weiter. Und siehe da. Bonnie bemerkt das auch und sie gibt Gas. Gleichmäßig steigert sie ihr Tempo. Nach wenigen Minuten ist der Vorsprung der Radfahrer geschmolzen und wir überholen sie, als sie ihre Räder schieben, weil sie nicht mehr fahren können. Sie können es nicht fassen, das wir sie überholen. Fröhlich ziehen wir dann an ihnen vorbei. Aber wer glaubt, Bonnie wäre nun zufrieden, der liegt falsch. An der letzten Kanalbrücke in Rusbend kommen wir nach 51 Minuten an. Eine neue Bestzeit für Bonnie. Weiter geht es, ab in den Schaumburger Wald. Bonnie lässt keine Pfütze aus um zu saufen. Aber nicht, das sie dabei stehen bleibt, nein, alles im Laufschritt. Sie ist einfach nicht zu bremsen. Hunde, denen wir begegnen, würdigt sie keinen Blick. Weiter, immer weiter. Die nächste regelmäßige Zwischenzeit liegt bei 1:29 Std., wieder in Berenbusch an der Kanalbrücke. Bonnie Bestzeit bis dahin war 1:33 Std. Weiter am Kanal entlang, am Sperrtor bei Stromkilometer 107 vorbei, bis zur Mainstr. Dann runter ins Dorf und die übliche Schlussrunde. Endzeit 1:54 Std. für 22 km. Damit hat sie ihre Bestzeit um gut 2 Minuten verbessert. Super Bonnie, das hat Spaß gemacht.

02.10.2004

Mit Bonnie 9 km durch das Dorf und am Mittellandkanal entlang. Da ich wieder Rufbereitschaft habe, kann ich keine langen Strecken laufen und nur so um den Ort hab ich keinen Bock. Betrachten wir es als Regenerationswoche.

01.10.2004

Nach einem langen Arbeitstag sind wir heute nur eine kurze Strecke durch das Dorf gelaufen. Außerdem hab ich wieder Bereitschaft, da ist läuferisch Regeneration angesagt. Also waren es heute nur knapp 5 km, damit man sich schon mal langsam an die Dorfrunden gewöhnt.

30.09.2004

Der Monat geht zu Ende. In diesem Monat bin ich 564 km gelaufen, Bonnie hat mich auf 418 km begleitet. Sie bereitet mir viel Freude. Ihr macht das Laufen riesigen Spaß. Sie lässt mich nicht mehr aus den Augen, seit ich zu Hause bin. Könnte ja sein, das ich ohne sie loslaufe. Das gilt es zu verhindern. Naja, heute nehme ich sie wieder mit. Die neuen Laufschuhe müssen getestet werden. Herrlicher Altweibersommer. Also los. Start um 17:45 Uhr. Die 22 km Strecke am Kanal und durch den Schaumburgerwald werden unter die neuen Sohlen genommen. Der Wasserspiegel am Kanal ist spiegelglatt. Die Wolke aus dem Kraftwerk in Landesbergen steigt senkrecht in den Himmel. Kein Wind rührt sich. Trotzdem sehen wir unterwegs kaum Menschen. Das es Altweibersommer ist, merkt man deutlich daran, das man durch viele Spinnengewebe läuft und sich immer öfter den Kopf davon befreien muss. Ich liebe dies Jahreszeit genau so wie Herbst, Sommer, oder Winter. Langsam bleibt der Sommer hinter uns und der Herbst ist da. Genießen wir diese schönen Tage.

2:06 Std. können wir diese Landschaft genießen und kommen im dunklen wieder zurück in die Heimat. Die neuen Laufschuhe haben keine Probleme bereitet. Ein schöner Tag geht zu Ende.


29.09.2004

Bericht vom Treppenlauf ins Netz gestellt , spät von der Arbeit gekommen, da reicht es nur noch für eine 7 km Kanalrunde. Aber die genießen wir richtig.

28.09.2004

Es wird ja nun immer früher dunkel. Die Kreisstr, die wir immer Richtung Kanal gelaufen sind, wird in der Dämmerung immer gefährlicher. Darum laufen wir jetzt auch auf dem Weg zum Kanal hin schon durch das Dorf. Dadurch wird die Strecke um etwas über einen Kilometer länger. Jeder Meter mehr ist ein Zugewinn. Weil ich heute Mittag ein paniertes Kotelett gefuttert habe, muss ich natürlich beim Lauf heute Abend wieder leiden. Ein unsägliches Sodbrennen bremst mich auf den ersten 10 km mächtig aus. Dann wird es langsam besser und das Laufen macht wieder Spaß. 2:25 Std. brauchen wir für die 23 km. Trotzdem bin ich erstaunt, wie gut ich die täglichen Läufe mit den Umfängen wegstecke.

27.09.2004

Die Ergebnisliste vom Treppenlauf und die Bilder sind jetzt online. Und das Gute, trotz der mageren Beteiligung findet der Lauf 2005 wieder statt. Mit professioneller Werbung und Goodwill des Freizetparks. Der Termin wird wohl das erste Wochenende im September 2005 sein.                 

Ein besonderes Dankeschön geht jetzt aber an die freiwilligen Helfer, ohne die auch diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Vor allen an die Freunde aus dem TuS Kleinenbremen, die tatkräftig geholfen haben.

Zum heutigen Lauf : Die normale Kanalrunde mit Bonnie in 2:05:51 für die 22 km.

26.09.2004

Nachdem wir heute Vormittag den 2. Berg - Treppen Sprint des Nordens ausgerichtet haben, sind Bonnie und ich am Nachmittag die 22 km Kanalrunde gelaufen. 1:57:30 Std. benötigten wir für die Strecke. So schnell war Bonnie, glaub ich, noch nie. Es passte einfach alles. Selbst ein Gespräch mit einem Hundeführer über 3 Minuten ist in der Zeit inbegriffen. Das hat schon mächtig Spaß gemacht.


25.09.2004

Morgen haben wir den Treppenlauf, da müssen wir heute die Strecke markieren und alle Vorbereitungen treffen. Darum sind Bonnie und ich schon mittags gelaufen. Die 22 km Runde sind wir mal anders herum gelaufen. Das war für Bonnie ein Erlebnis. Sie kannte sich garnicht mehr aus und lief doch recht vorsichtig. Das war schon lustig, zu sehen, wie sie versuchte, sich zu orientieren. Nach 2:03 Std. hatten wir aber auch diesmal die Strecke wieder hinter uns.

24.09.2004

Mit Bonnie wieder die 22 km Runde am Kanal und Schaumburger Wald gelaufen. Herbstwetter, wie ich es liebe. Von allem etwas. Zwei mal die Regenjacke angezogen, das es wie aus Kübeln schüttete. Als wir aus dem Schaumburger Wald rauskommen, kommt von links ein PKW angerast. Hinter ihm zwei weitere. Er will links abbiegen, bekommt aber wegen der viel zu hohen Geschwindigkeit nicht die Kurve. Reifen quietschen, Vollbremsung. Er schleudert über die Kreuzung und kommt 5 m von uns entfernt, wenige cm vor einem dicken Baum, zum Stehen.

Der Schreck sitzt uns in den Knochen. Wenige Sekunden trennen uns von einem schweren Unfall. Der Fahrer haut den Rückwärtsgang rein und verschwindet genau so schnell, wie er gekommen ist. Die anderen Autofahrer bremsen kurz an, dann setzen sie ihrer Fahrt fort. Mir sitzt der Schreck in den Knochen. Es dauert eine Weile, bis wir unseren Rhythmus wiederfinden.Dann geht es weiter. Nach 2:04 Std. haben wir die 22 km hinter uns gelassen. Wir haben die Strecke jetzt voll im Griff. Zeit, mal für Abwechselung zu sorgen und sich um neue Strecken zu kümmern.

23.09.2004

Der Herbst ist da. Sturm und Regen begleiten uns auf der 15,5 km Runde am Mittellandkanal und durch den Schaumburgerwald. Aber eigentlich liebe ich dieses Wetter besonders. Gegen Kälte kann man die richtige Bekleidung wählen. Bei Hitze sieht das anders aus. Besonders, wenn man gegen den Wind laufen muss, wird es richtig spaßig. Mit normalen Zwischenzeiten kann man da nicht mehr rechnen. Das macht das Läuferleben so interessant. Die Schönwetterläufer sind auch nicht mehr zu sehen. Keine Angler mehr am Kanal. Es ist, als gehöre die Welt Bonnie und mir allein. Und wir genießen es. Die Dunkelheit, die uns jetzt um 20:00 Uhr umgibt, die Stirnlampe, die uns den Weg ausleuchtet, all das sind Merkmale, das der Herbst da ist. Auch der Herbst des Lebens rückt immer näher. Mit zunehmenden Alter bekommen die Läufe gemeinsam mit Bonnie immer mehr Wert. Wettkämpfe locken mich nicht mehr. Genuss und Gemeinschaftsläufe bekommen einen immer höheren Stellenwert.

22.09.2004

Bei Regen und Sturm Treppentraining. Selbst der kleine Robert Bühre war zum Training erschienen. Mit seinen 8 Jahren ist er ein begeisterter Treppenläufer. 2 mal lief er heute die 1000m Strecke. 3 Sekunden unter seiner Bestzeit vom letzten Jahr, erklärte er mir. Super der Junge.

Ich bin sieben mal die 1000 m Strecke mit 127 Höhenmetern rauf und sieben mal wieder runter gelaufen. Das hat mir dann gereicht. Das waren 14 km mit 889 Höhenmetern rauf und 889 Höhenmetern runter. Am Ende jeder Runde warteten dann noch die 158 Treppenstufen. Die werden verdammt lang, die Muskeln immer saurer. Die Treppe scheint unendlich lang zu sein. Wenn man dann oben steht und kann den Rundumblick genießen, dann ist schon wieder alles vergessen. Der Puls kommt schnell auf gewohnte Werte und es geht dann gleich wieder runter ins Tal.

 Super Krafttraining und ich hab es überlebt.

21.09.2004

Richtiges Herbstwetter mit Sturmböen und Regenschauern begleitet uns heute auf unserer Kanalrunde. Aber mit der richtigen Bekleidung ist das kein Problem für uns. Als wir in Meinser Kämpen einlaufen, einem Ort mit nur einer handvoll Häuser, da kommt uns weinend eine ältere Frau entgegen. In einer Decke eingewickelt hält sie ihre Lieblingskatze. Ein Tierhasser hat der armen Katze doch den Schwanz abgeschnitten. Wozu Menschen fähig sind, ich kann es nicht begreifen. Es beschäftigt mich noch lange. Sich an unschuldige Tiere derart zu vergreifen, ich verstehe es nicht. So laufen wir dann doch mächtig deprimiert weiter. Bonnie hat heute Geburtstag. Sie wird zwei Jahre alt. Sie hat dafür eine extra Fleischwurst bekommen. Zum Dank dafür bringt sie mich nach 2:04 Std. und 22 km wieder nach Hause. Da fällt sie gleich über den Rest Fleischwurst her. Nach dem Motto : "Das hab ich mir heute auch verdient".  Recht hat sie.

20.09.2004

Da gibt es nichts dran zu rütteln. Der Herbst klopft mächtig an die Tür. Als Bonnie und ich heute Abend um 18:00 Uhr los liefen, da wehte ein kräftiger Wind und trieb Regenböen vor sich her. Aber das konnte uns nicht am Laufen hindern. Eigentlich ist das mein Wetter. So liefen wir zum Mittellandkanal und der Wind trieb uns voran. Regenjacke und Schirmmütze waren unser Begleiter. Es war einfach herrlich, so mit dem Wind zu laufen, die Blätter fallen schon mächtig von den Bäumen. Aufpassen muss man unter Kastanienbäumen, das man auf denen nicht ausrutscht oder sich die Bänder reißt.  Im Wald war es schon ziemlich düster, als wir dort eintrafen. Auch wieder so eine besondere Herbstathmosphäre, die uns da umgab. Keine Menschenseele mehr getroffen. Bei dem Wetter sind die echten Läufer wieder unter sich. Auch nachher im Dorf, kein Fußgänger, kein Läufer zu sehen. Uns hat es jedenfalls wieder mächtig Spaß gemacht. Wie lieben dieses Wetter. 22 km liegen hinter uns. Herrlich war es.

19.09.2004

Heute Morgen bin ich kaum aus dem Bett rausgekommen. Der Muskelkater hat mich voll im Griff. Nacken und Schultern sind total verspannt. Unmöglich, so zu laufen. Erst einmal abwarten. wie es weiter geht.

Am Nachmittag hatte sich alles wieder eingespielt, so das ich mit Bonnie los gelaufen bin. Die 22 km Runde am Kanal und Schaumburger Wald wurde wieder unter die Füße genommen. Nach dem vielen Regen der letzten Nacht waren die Pfützen und Bäche im Wald wieder gut gefüllt. Bonnie hat das waidlich ausgenutzt. Nach 2:04 Std. waren wir wieder zu Hause. Ich zog mir ein trockenes Shirt an und lief die Runde dann noch einmal. Diesmal in 2:05 Std. Das hat mich am meisten gefreut, das beide Runden so zeitgleich waren. Ohne Getränke oder Verpflegung unterwegs. Kein Totpunkt. Nichts. Es lief einfach wunderbar. So macht Laufen richtig Spaß.

18.09.2004

Den ganzen Tag im Garten tätig gewesen. Am meisten hat mich das Hecke schneiden geschafft. Abends dann nur eine 3 km Runde mit Bonnie gelaufen.

17.09.2004  Abends

Nach der traurigen Beerdigung meiner Tante musste ich erst einmal mit Bonnie raus und Sauerstoff tanken. Da führte uns die Runde wieder an den Mittellandkanal. Vom Wetter her ein wunderschöner Altweiber Sommerabend. Gedankenvesunken bin ich die Strecke gelaufen. Habe garnicht mitbekommen, wie die Kilometer verliefen. Erst Gela Ihre Zurufe von der anderen Uferseite brachten mich wieder in die Gegenwart zurück. Am Trauerhaus vorbei ging es dann zurück nach Hause.

Was für ein Glück, das ich eine so intakte Familie habe. Dafür bin ich jeden Tag dankbar.

17.09.2004  Morgens

Rufbereitschaft ist zu Ende. Zeitig bringe ich den Firmenwagen und die Schlüssel zurück zur Arbeitsstätte. Dann laufe ich durch die Stadt und dann am Mittellandkanal zurück nach Hause. Habe mir dafür genau eine 10 km Strecke zurechtgelegt. Die werde ich jetzt öfter laufen.

16.09.2004

Ein herrlicher Altweibersommer Abend. Um 18:30 Uhr machen Bonnie und ich uns auf den Weg. Unterwegs treffen wir wieder viele Bekannte mit ihren Hunden. Toll, wie sie sich genau kennen und wie schön sie miteinander auskommen. Da könnten manche Menschen viel von lernen.

Bereits nach wenigen Kilometern merkten wir, das heute alles stimmte. Den Wettlauf mit dem Schiff auf dem Kanal haben wir klar gewonnen. Bonnies größte Freude aber war, das sie die Enten in die Flucht schlagen konnte. Die nahmen gleich reißaus und sprangen in die Fluten.

Als wir dann den Schaumburger Wald erreichten, da wurde es doch schon ziemlich dunkel. Ich habe fast das Gefühl, das es jeden Abend schon eher dunkel wird. Aber die Zeit dafür ist ja auch da. Im Wald sahen wir dann überall an den Kreuzungen Jäger postiert. Aber sie rückten nicht mit der Sprache raus, weshalb sie hier rumstanden. Komisches Völkchen.

Nach 2:02 Std. erreichten wir dann wieder den Heimathafen. 22 km sind wir gelaufen.Es hatte alles gepasst. Wieder ein herrlicher Lauf. Bonnie liegt mir jetzt zu Füßen und schnarcht behaglich, während ich hier schreibe.

15.09.2004

Heute war wieder Treppenlaufen angesagt. Ich merke deutlich, das ich in den letzten Monaten wenig Bergläufe gemacht habe. Zwei mal bin ich die 1000 m Strecke mit 127 Höhenmetern und den 158 Treppenstufen von unten her hoch und wieder runter gelaufen. Das hat dann auch gereicht. 5 mal die Treppe alleine und das war es dann. Die Muskeln waren sauer. Spaß hat es trotzdem gemacht.

14.09.2004

Heute Nacht ist meine Tante Lieschen gestorben. ( Links Onkel Heini, Mitte Tante Lieschen, rechts meine Mutter )Nach mehr als 5 Jahren im Pflegeheim ist sie an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Sie und Ihr Mann, Onkel Heini, haben meine Neigung für die Natur nachhaltig geprägt. Soweit wie ich mich an meine Jugend zurück erinnern kann, sind wir Sonntags an den Mittellandkanal und von dort in den Schaumburger Wald gewandert. Onkel Heini war durch und durch Angler und kannte die Natur mit all ihrer Schönheit und versuchte immer, sie uns nahe zu bringen.

Sie alle brachten mir viel über Feld, Wald und Flur bei.

Heute kamen all die Erinnerungen aus meiner Jugend wieder übermächtig hoch. Wie oft haben Onkel Heini und Onkel Karl abends am Mittellandkanal gestanden und geangelt. Das tollste Anglerlatein wurde dabei gesponnen. Wir Kinder hörten mit glühenden Ohren zu und in uns keimte der Wunsch, so etwas auch zu erleben. Die Geschichten darüber, als die schlechten Zeiten während des Krieges anbrachen und man in die "Meinser Kämpen" fuhr, um Eicheln zu suchen. Nur damit man was zu essen hatte. Ich laufe dort täglich vorbei, satt und zufrieden. Was haben Eltern und Familie damals leiden müssen. Wie groß war ihr Hunger. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Aber ich habe Respekt vor diesen Orten. Sie waren damals wichtig, um zu überleben. Heute dienen sie zur Befriedigung der "Läuferseele". All diese Gedanken ließen unbemerkt die 22 km an mir vorbei ziehen.

Cousin Gebhard brachte mir heute Nachmittag die Nachricht vom Tod unserer Tante. Auch er kam zurück vom Laufen. Er hatte heute seine erste große Runde alleine gelaufen. Stolz und glücklich erzählte er mir davon. Gephard, ich freue mich für Dich mit. Schön, mach weiter so. Tante Lieschen wird uns in Gedanken oft begleiten.

13.09.2004

Heute nur 9,5 km am Kanal und durch das Dorf gelaufen. Nichts Besonderes erlebt. Ein ganz normaler Läufertag.

12.09.2004

Zwei mal die 22 km Kanal - und Schaumburger Wald Runde gelaufen. Ideales Laufwetter. Nicht zu warm, leichter Wind. Bonnie auch voller Elan. Für die erste Runde haben wir 2:05 Std. gebraucht. Die zweite Runde bin ich dann alleine in 01:57 Std. gelaufen. Beide Runden wären für Bonnie zu viel gewesen. Da muss ich sie erst noch langsam ranführen. Trotzdem war es ein super Lauf. Keinen Einbruch gehabt. Nichts gegessen zwischendurch. Und auch nur zu Hause nach der ersten Runde etwas getrunken. Überhaupt keinen Totpunkt gehabt. So macht Laufen richtig Spaß. Ich überlege, ob ich das Streaken aufhöre, um dafür lieber am Wochenende zwei oder drei Marathonläufe zu laufen. Die Läufer/innen vom 100 MC haben mich da richtig angesteckt. Oder ob ich dann in der Woche wirklich nur täglich 2-5 km laufe. Das muss ich mir erst noch ausbaldowern.

11.09.2004

Rufbereitschaft und wenig Zeit. Darum abends nur 2,5 km Runde gelaufen, um den Streak nicht reissen zu lassen.

10.09.2004

Heute Abend sind Bonnie und ich erst um 20:40 Uhr zum Laufen gekommen. Erstaunlich, wie schnell es jetzt schon dunkel wird. Wir brauchten die Stirnlampe, damit wir von den "bekloppten" Autofahrern auch gesehen wurden. Wie manche durch die Gegend jagen, das ist schon kriminell. Aber wir haben es überlebt. Als wir dann am Kanal ankamen, da wurde uns doch schon wohler. Hier herrschte himmlische Ruhe und Bonnie und ich genossen die Finsternis. Selbst vom Schwimmen ließ Bonnie sich nicht abhalten. Jede Zeit ist irgendwie schön. Ich freue mich schon auf den Herbst. Die 8 km Runde liefen wir heute inklusive Schwimmeinlagen in 47:33 Minuten.

09.09.2004
Das Lauffieber hat uns wieder gepackt. Die mehr oder weniger gute Ruhe gestern Abend hat mir gut getan. Heute rennen Bonnie und ich wieder am Kanal und im Schaumburger Wald. Ein bilderbuchhafter Spätsommerabend versüßt uns den Lauf. Viele nette Hundebekantschaften werden aufgefrischt . Bonnie ist restlos glücklich und ich auch. In 2 Std. bewältigen wir heute die 22 km und es kommt uns nicht so vor, als hätten wir gelaufen. Als wir vom Kanal runter kamen, da trafen wir noch auf drei Bekannte. Wir plauderten einen Moment und tauschten Lauf und Walkerfahrungen aus. Dann ging es heimwärts. Ein wirklich toller Lauf liegt hinter uns. Schön, in so einer Natur laufen zu dürfen.

8.09.2004
Ein besonderer Tag. Meine Tochter Marina hat Geburtstag, mein Schwager Werner  und mein Cousin Gebhard auch. Und ich gehe vorher noch zur Treppe. Laufe dort 43 Minuten bergauf. Dann bin ich platt wie eine Flunder. Ausgepowert. Nicht einmal mehr Bock, die Daten zu pflegen.

07.09.2004

Heute Mittag kam mein Cousin zu Hause vorbei. Da ich nicht zu Hause war, erzählte er meiner Frau, das er doch mit mir mal laufen wolle. Darauf riefen sie mich an. Spontan machten wir einen Termin für 17:15 Uhr ab. So 2,5 Std. wollten wir laufen.

Gebhard ist ehemaliger Handball Bundesliga Spieler, unter anderen auch in Hameln aktiv gewesen. Trainiert heute noch eine Handball Damenmanschaft. Macht viel Training und ist auch so noch richtig fit. Nun wollte er mal mit mir zusammen einen für ihn auch längeren Lauf machen.

Also suchte ich eine 25 km Runde aus. Wir starteten pünktlich und liefen Richtung Kanal. Durch das kleine Auewäldchen, in dem ich als Kind so oft gespielt habe, kamen wir dann bald an den Mittellandkanal. Am Sperrtor in Berenbusch ging es vorbei zum Hafen und dann immer geradeaus, bis zum Stromkilometer 111,5 wo wir dann in Meinser Kämpen eintrafen. Bis dahin hatte Bonnie schon all ihre Schwimmfähigkeiten unter Beweis gestellt. Sie bekommt irgendwie nie genug davon.


Hier geht es dann ab in den Schaumburger Wald. Vorbei am Eichen Lagerplatz über eine lange Betonstraße, wo wir nach ca. 1 km rechts abbiegen. Nach einiger Zeit erreichen wir dann die Kreisstr., die nach Quetzen führt. Hier kehren wir dann um, denn nun will ich Gebhard noch ein Highlight der Laufstrecke zeigen. Die Pyramide hier mitten im Schaumburger Wald.

Für mich immer wieder ein gespenstischer Anblick, das Bild der Pyramide.

Beeindruckt treten wir den Rückweg an. Gephard hat jetzt schon mehr km zurückgelegt, als je zuvor in einem Stück. Er ist stolz, das es ihm noch so gut geht. So laufen wir weiter. Nach 5 km kommen wir an der Grabstelle der Juliane vorbei. Wieder so ein stiller Ort. Weiter geht es durch den Schaumburger Wald, zurück zum Mittellandkanal in Berenbusch. Bei Stromkilometer 105 verlassen wir den Kanal und kommen zurück in das Dorf. 23 Kilometer liegen hinter uns. Gebhards längster Lauf und er fühlt sich noch fit. Die Augen leuchten, er ist richtig begeistert. Nach 25 Kilometern stehen wir vor seiner Haustür. Die Augen strahlen. Sein längster Lauf liegt hinter ihm. Und er kann noch lachen und sich freuen. So soll Laufen sein. Gebhard, mach weiter so. Dann ist der Marathon nicht mehr weit.

06.09.2004

Es klingt immer noch im mir nach. Dieser schöne Lauf vom Wochenende. Heute wollte ich Bonnie mal einen Gefallen bereiten, und mit ihr wieder im Berg laufen.

So sind wir dann bei Opa Walter gestartet und hoch zum Wasserwerk gelaufen. Dort überquerten wir den Bergkamm und liefen dann den Schlangenweg bis zu Korf´s Quelle. Dort konnte Bonnie erst einmal den Wasserbedarf stillen. Dann zogen wir weiter, am Kreuzplatz vorbei zur Absturzstelle des Flugzeuges. Den langen Anstieg hoch um dann zur Roten Klippe zu gelangen. Nach dem Crossweg der Kleinenbremer ging es auf der alten Volkslaufstrecke weiter. Wir erreichten dann den Wanderweg x11, der bis nach Bad Nenndorf führt. Nur wir liefen zurück, bis zur Schutzhütte "Pilz",statt nach Bad Nenndorf. Dann umrundeten wir das Nammer Lager, das mit neuen Hinweisschildern bestückt wird. Zwei Mädels mit einem Jack Russel Terrier kamen in Sicht. Da wurde der Platzhirsch wach und musste sie natürlich überholen. Freundliche Grüße, auch von Bonnie, und im "Geschwindschritt" liefen wir weiter.

Kurz danach kamen wir auch schon wieder runter ins Tal. Am Auto hing ein Zettel von Steve. Anmeldung, das er nachher noch vorbeischauen würde. Da er immer gerne gesehen ist, freute ich mich schon. Hoffentlich hat er keine Probleme mit seinem lädierten Fuß.

2:09 Std. benötigten wir für die knapp 20 km. Vom langen Lauf am Wochenende habe ich nichts mehr gespürt. So ist Laufen herrlich.

05.09.2004

Ich genieße immer noch gedanklich den schönen Lauf von gestern. Aber der Alltag ist wieder da. Mit Bonnie hab ich nur die 8 km Runde am Kanal gelaufen. Auf dem Weg dahin lief ein kleiner Hund von seinem Hof quer über die Straße um uns zu verfolgen. Dabei wurde er von einem Auto erfasst. Die Autofahrerin setzte ihre Fahrt fort, ohne sich um das Tier zu kümmern. Wir kümmerten uns dann um das Tier und brachten es zu seinem Frauchen, die auf der Terrasse saß, und von all dem nichts mitbekommen hatte. Auf dem Rückweg erkundigten wir uns dann nach dem Befinden des Tierchens. Es war schon wieder Top fit und ist wohl mit Prellungen davon gekommen. Gott sei Dank.

04.09.2004

Das war er nun, der 1. Hamelner Rattenfänger Ultralauf. Ein super Erlebnis. 12 Teilnehmer, die zusammen mehr als 3000 Marathon, Ultraläufe und Ultra Triathlon´s auf dem Puckel haben. Ein unvergesslicher Lauf. Danke an Davor und sein Betreuer Team. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Ausführlicher Bericht hier



03.09.2004

Kanalrunde 8 km mit Bonnie. Morgen bin ich beim 1. Hamelner Rattenfänger Ultralauf.


02.09.2004

Mit Bonnie nur eine Dorfrunde. Wenig Zeit.

01.09.2004

Wie immer Mittwochs ist heute wieder Treppentraining. Das ist immer wieder ein Erlebnis. Denn die Besucher des Freizeitparks quälen sich meist den 1000 m langen Anstieg mit 127 Höhenmetern mühsam hoch um dann vor der gewaltigen Treppe in Ehrfurcht zu erstarren. Dann kommt da trap trap trap ein Läufer angetrampelt und läuft bis oben zur Plattform in einem Stück durch. Noch schlimmer, wenn sie sich dann wieder von der Plattform nach unten bewegen, dann kommt der Läufer schon wieder trap, trap, trap da hochgetrudelt. Die meisten sprechen mich dann an und können es nicht fassen, das man das mehrmals hintereinander machen kann.

Heute habe ich das drei mal gelaufen, denn ich muss die Kraft fürs Wochenende sparen. Mit Ein- und Auslaufen bin ich so auf knapp 7 km gekommen, die aber doch schon ganz schön hart waren.

31.08.2004

Ich freue mich schon auf das Wochenende. Da findet der   1. Hamelner Rattenfänger Landschaftslauf   statt. Da auch ich dabei sein darf, ist jetzt natürlich nicht mehr an gaaaanz lange Läufe zu denken. Aufrechterhaltung des Streak ist angesagt. Mit 8 km am Mittellandkanal und Dorf ist mir das mit Bonnie auch wieder gelungen. Außerdem ist der Computer wieder repariert und nun muss ich erst einmal Datenpflege betreiben.

30.08.2004

Am 400. Streaktag sind Bonnie und ich ganz genüsslich zum Mittellandkanal und zurück durch das Dorf gelaufen. Unterwegs überraschte uns wieder ein kräftiger Regenschauer, aber wir sind ja nicht aus Zucker. Kein Hundebesitzer mit seinem Tier begegnete uns, kein Läufer, keine Läuferin. Sind wohl alle nur bei schönen Wetter unterwegs.

Das hätte ich vorher nicht gedacht, das ich einmal 400 Tage hintereinander laufe. Ohne irgend welche größeren Verletzungen oder Krankheiten. Das heißt auch 400 Tage immer im Einsatz für die Firma, ohne Krankheit. Ob die Chef´s soetwas wohl bemerken? Für mich ein Beweis, wie wichtig Bewegung im richtigen Maß ist.

29.08.2004

Nachdem Schumacher vorzeitig Weltmeister geworden ist und die Handballer immerhin Silber bei Olympia gewonnen haben, wollte ich auch mal wieder etwas mehr machen. :-)

Also lief ich mit Bonnie eine Kanalrunde. Die 22 km Strecke über Rusbend Hafen. Bonnie gab von Anfang an das Tempo an. Sie war echt gut drauf und mir machte es auch Spaß. Der Sturz von Gestern ist fast vergessen. Lediglich die Schulter schmerzt noch an der Stelle, wo das Schulterblatt schon einmal gebrochen war. Egal, nur die Harten kommen in´n Garten. Also laufen, so wie es aus dem Lauf heraus Spaß macht. Und Bonnie steigt drauf ein. Keine Rücksicht auf fremde Hunde. Sie will einfach nur laufen. Mir soll es recht sein. Ich überlege unterwegs, was ich noch anstellen kann, um mehr km zu schruppen. Dann kommt die Idee. Ich hab ja noch ein stilles Verpflegungslager im Wald, auf der Fürstenroute. Die Bananen dort sind wohl schon vergammelt. Aber die Literflasche Wasser, die kann ich noch abholen. Da beschließe ich hinzulaufen, wenn ich Bonnie zu Hause abgeliefert habe. Nach 1:55 Std. trudeln wir zu Hause ein. Ich ziehe ein trockenes Hemd an und dann geht es los auf die zweite Runde. Es ist jetzt kurz vor 20:00 Uhr. Bonnie ist zwar beleidigt, das ich sie nicht noch einmal mitnehme. Das wäre für sie noch zu viel.Tut mir für sie auch Leid, aber die Vernunft siegt.

Als ich dann hinter dem Sperrtor am Mittellandkanal in den Schaumburger Wald laufe, kommt mir eine Gruppe Radfahrer entgegen. Darunter auch Wilfried, ein Freund aus Kleinenbremer Zeiten. Kurze Begrüßung und ohne Aufenthalt geht es weiter. Hier im tiefen Wald ist es doch schon recht dunkel. Die Stirnlampe brauche ich noch nicht. Als ich dann an den Mittellandkanal zurück komme, freue ich mich, das es hier doch noch deutlich heller ist als im Wald. Bei Stromkilometer 110 verlasse ich den Kanal kurz, um an das stille Verpflegungslager zu gelangen. Siehe da, es ist noch alles vorhanden. Nichts wurde von anderen gefunden. Ich bin froh, das ich das Wasser habe. Denn mittlerweile habe ich gute 37 km gelaufen und nur zu Hause gerade ein Glas Wasser getrunken, als ich Bonnie ablieferte. Da kam der Drink doch gerade richtig.

Zurück an den Kanal gelaufen. Nun war es aber doch besser die Stirnlampe anzumachen, denn ich hatte keine Lust über irgend einen Stein oder Stock zu stolpern. Nach weiteren 3 km kam ich dann im Hafen in Berenbusch an. Dort lagen einige Binnenschiffe und ich freute mich, das es mir bis hier noch so gut ging. Bis km 105 musste ich noch auf dem Kanal bleiben, bevor ich wieder in Richtung Dorf abbog. Die Ehrenrunde durch das Dorf habe ich richtig genossen, denn mir fehlte nichts, ich war noch Top fit. In der Gaststätte meines Freundes herrschte Hochbetrieb, was mich für ihn freute. Die Bekannten winkten und grüßten, als sie mich zum zweiten mal dort heute vorbei laufen sahen und Rudi, der Rauhaar Dackel war sauer, das Bonnie diesmal nicht dabei war. Nach 2:01 Std. hatte ich diese zweite Runde beendet und mir kam es nicht so vor, als ob ich weit über 40 km gelaufen hätte. Täglich laufen trainiert doch irgendwie anders.



28.08.2004

Die Grafikarte hat sich in Schall und Rauch aufgelöst. Darum musste ich erst den alten Rechner wieder auf die Sprünge helfen.

Dann ging es mit Bonnie zum Kanal. Es lief von Anfang an super. Unterwegs trafen wir viele Bekannte mit ihren Hunden und kamen immer wieder in kurze Gespräche. So merkten wir garnicht, wie die Zeit verging. Im Schaumburger Wald angekommen, zog es Bonnie zu einer riesigen Pfütze hin, die sie unbedingt durchqueren musste. Ich lief zu dicht an den Seitenrand und rutschte in dem Matsch aus. Dabei machte ich eine Bruchlandung, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Als ich mich dann wieder aufrappeln wollte, da tat mir so das Becken weh, das ich dachte ich wäre gevierteilt. Unter höllischen Schmerzen schaffte ich es aber, wieder auf die Beine zu kommen. Bonnie war ganz verstört stehen geblieben und schmuste sich nun dicht an mich ran. Sie merkte wohl, das es mir nicht so gut ging. Nach einigen Minuten ließen die Schmerzen etwas nach. Mühsam zog ich mein Taschentuch aus dem Gürtel und tauchte es in die Pfütze ein um mir damit die Matsch verschmierten Glieder zu säubern. Gottseidank hatte ich keine offenen Stellen und so konnte ich mich einigermaßen säubern.

Dann versuchten wir wieder in den Laufrythmus zu kommen. Die Schmerzen waren echt unangenehm. Es war ein Gefühl. als sei mein Becken auseinander gerissen.  Aber je mehr Meter wir liefen, um so besser wurde es. Die letzten Kilometer wurden dann ganz schön lang. Aber die Schmerzen ließen auch deutlich nach. Nach 2:16 Std. kamen wir zu Hause an.

Nun bin ich mal gespannt, was die alten Knochen morgen früh sagen. Jetzt fühle ich mich jedenfalls wie der alte Opa:-)

27.08.2004

Mit Bonnie die 22 km  Kanalrunde gelaufen. Scheiß Wetter. Was soll´s. Da muss man durch.

Nichts Besonderes unterwegs.

26.08.2004

Um 18:45 Uhr bin ich mit Bonnie zur Kanalrunde nach Rusbend gestartet. Am Himmel zogen dunkle Wolken auf und wir mussten mit Regen rechnen. Nicht nur das es doch deutlich kühler geworden ist, nein dazu gesellte sich dann auch bald ein Regen, der mal kam und mal wieder ging. Ich war froh, das ich mir ein Funktionsunterhemd mit langen Ärmeln angezogen hatte. So konnte ich nach Gefühl die Ärmel aufkrempeln oder runterziehen. Das war dann doch so hin und wieder nötig. Aber man merkt nun auch deutlich, das der Sommer zu Ende geht. Denn um 20:30 Uhr wurde es im Wald doch schon ziemlich dunkel. Auch als wir wieder am Kanal waren, so gegen 20:45 Uhr, da war die Dunkelheit doch schon mächtig fortgeschritten. Nach 22 km und 2:05 Std. waren wir dann wieder zu Hause. Selbst der kleine Spitz, der Bonnie noch kurz vor der Haustür beißen wollte, konnte unsere gute Laune nicht verderben. Außerdem hatte er gegen Bonnie´s Reaktionszeit nichts gegenzusetzen und verschwand dann ruck zuck.

25.08.2004

Treppentraining  war heute angesagt. Fünf mal die 1000m Strecke mit 127 HM und zum Schluss die 158 Treppenstufen. Da war das jeweilige Runterlaufen eine richtige Erholung. Das war Bergtraining, wie es hier wohl nicht besser geht.

24.08.2004

Heute Vormittag war ich noch von Muskelschmerzen und Wadenkrämpfen geplagt. Das änderte sich aber gegen Mittag. Ich weiß nicht wieso, aber als es anfing zu regnen, da ging es mir auch immer besser. Ob die Hitze der letzten Wochen mich so ausgepowert hat? Ich weiß es nicht, kommt mir aber so vor .Denn zum Feierabend hin wurde mein Verlangen, im Regen durch den Berg zu laufen, immer größer.

Also dann kaum zu Hause, umgezogen und mit Bonnie nach Lerbeck gefahren. Bei Opa Walter ging es in den Berg. Wir waren kaum am Wasserwerk angekommen, als leichter Regen einsetzte. Wir fanden es einfach herrlich. Auf dem XW Wanderweg liefen wir nun weiter. Vorbei an Korf´s Quelle, dem Familienrastplatz Steinkuhle bis zur Kreuzung mit der Pferdebahn. Der Regen prasselte jetzt auf uns runter, aber das störte uns in keiner Weise. Im Gegenteil, er machte das Geläuf auf der Pferdecrosstrecke richtig schön modderig und glitschig. Das war eine Freude. Stellenweise sackte ich knöcheltief in den Matsch, das es mir fast die Schuhe auszog. Nach ca. 1 1/2 km endete dieses schöne Wegstück auf der Straße nach Wanderers Ruh. An der Baustelle der neuen Autobahnbrücke vorbei kamen wir dann wieder auf den XW Wanderweg.

Leider waren wir 10 Minuten zu früh, denn sonst wären wir wohl auf die Laufkolegen vom ehemaligen Verein getroffen. Egal, nun setzte ein Gewitter ein. Es wurde zusehends dunkler. In den Hohlwegen hätte ich fast schon eine Stirnlampe gebrauchen können. Über uns grollte der Donner und hin und wieder zuckten die Blitze. Richtig romantisch. So macht Laufen Spaß. Bonnie ließ sich davon nicht beirren und lief schön ihren Streifen. Mit dem Vorgänger "Stups" hätte ich es nicht so einfach gehabt. Aber auch die Tiere sind gottseidank jedes anders. Als wir dann an der Schutzhütte "Pilz" ankamen, konnten wir uns überlegen, direkt zum Auto oder noch um das "Nammer Lager".  Aber es lief so gut, ich fühlte nur ein leichtes Zwicken in den Waden, und ich nahm den längeren Weg.

Pitschenaß und dreckig bis an die Haarspitzen, kamen wir dann nach 2:06 Std. am Auto an. War das ein schöner Lauf. Mal sehen, was der Rücken morgen dazu sagt.

23.08.2004

Der Chiropraktiker ist doch durch nichts zu ersetzen. Ich war noch nicht aus der Praxis raus, da waren die Schmerzen und der Druck im Brustkorb schon fast vollständig vergessen. Danke an Ihn. Er hat mir schon oft geholfen.

Frohgemut bin ich dann heute Nachmittag mit Bonnie nach Lerbeck gefahren. Wir liefen hoch zum Wasserwerk und dann um das Nammer Lager. Die Atemprobleme und der Druck im Brustkorb sind wie weggeblasen. Trotzdem haben wir es erst ruhig angehen lassen.

Es geht wieder aufwärts.

22.08.2004

Ein scheiß Tag. In Schenefeld läuft der 24 Std. Lauf und ich sitze hier zu Hause. Hatte mich so darauf gefreut, auch weil ich dort einige Forum Teilnehmer persönlich hätte kennenlernen können. Aber nein, der Hexenschuß zwischen den Schulterblättern macht alles zunichte. Es ist zum Heulen.

Ein Trost, das ich heute Abend mit Bonnie schon wieder 8 km laufen konnte. Zwar langsam und bedächtig, aber es ging. Morgen fahr ich noch einmal zum Chiropraktiker. Denn ich vermute, das ich mir wieder einen Wirbel blockiert oder eine Rippe ausgehakt habe. Da hab ich ja öfter Probleme mit. Dann wird es wohl wieder werden.

21.08.2004

Abends mit Bonnie eine 4 km Dorfrunde in 28:22 Minuten getrabt. Die Spritze hilft ein wenig. Montag geh ich gleich zum Chiropraktiker, der hilft mir immer am Besten.

Der T-online Server läuft wieder und ich kann endlich wieder auf meine Homepage zugreifen.

Heute Morgen kam ich kaum aus dem Bett. Hexensschuß zwischen den Schulterblättern, das ich kaum atmen konnte.

Schenefeld adé. Langsam hab ich das Gefühl, ich darf mich nicht zu keinem Lauf voranmelden sondern muß einfach hinfahren, wenn der Lauf statt findet. Schon beim Rennsteiglauf hatte ich Probleme mit den Ohren, was sich dann als Mittelohrentzündung rausstellte und nun dieses wieder.

20.08.2004

Heut muß ich ohne Bonnie laufen. Eine Wespe hat sie in das Pfötchen gestochen. Ich habe das Gefühl, ich bekomme eine Bronchitis.

19.08.2004

Mit Bonnie die 8 km Runde am Kanal. Irgendwie klappt es mit der Luft nicht.

18.08.2004

Mit Bonnie die 8 km Runde am Kanal.

17.08.2004

Mit Bonnie die 8 km Runde am Kanal.

16.08.2004

Die Tasse Kaffe und das Toastbrot waren wohl nicht geeignet, um danach zu laufen. Aber es schmeckt so gut und wenn man Hunger drauf hat, soll man es ja essen. Das passiert mir jedenfalls nicht wieder. Denn ein Sodbrennen erster Klasse begleitete mich heute beim Kanallauf mit Bonnie. Ich mußte sogar stellenweise gehen, solche Schmerzen waren das. Aber trotzdem seh ich noch eine gute Seite an diesen Lauf. Wir trafen auf etliche Hunde (Führerinnen und Führer), und ich war froh, wenn ich dann eine kurze Klönpause einlegen konnte.

Bonnie benahm sich dabei immer vorbildlich und ich war richtig stolz auf sie. Nach unendlich langen 52 Minuten hatten wir dann unsere 8 km Strecke beendet und ich war froh, wieder zu Hause zu sein, um etwas gegen dieses fürchterliche Sodbrennen zu unternehmen.

15.08.2004

Abends: Mit Bonnie Richtung Kanal. Ich war mir nicht sicher, was heute noch drinn liegt. Erst mal antesten. Am Sperrtor angekommen, sind wir nach kurzer Überlegung weiter gelaufen Richting Rusbend Hafen. Mal sehen, wie es geht. Und es lief immer besser. Also wieder die 22 km Runde unter die Hufe genommen. Nach den super Läufen dieses Wochenendes wurde es ein schöner Abschluß. Die Spritzigkeit war zwar nicht vorhanden, aber der Wille und die Freude auch an diesem Lauf, die war da. Eigentlich müßte ich in der Form fit sein für den 24 Std. Lauf in Schenefeld am nächsten Wochenende.

Morgens: Lauf zum Hohenstein. Bericht  hier

14.08.2004

Lauf von Fischbeck nach und um Hameln. Bericht      hier

13.08.2004

Mit Bonnie wieder eine 8 km Runde am Kanal gelaufen. War ein schöner Lauf mit tollen Begegnungen ( für Bonnie ) und Bonnie hat sich vorbildlich benommen. Ich war richtig stolz auf sie.

Morgen früh treff ich mich mit Davor Bendin, um die VL-Strecke des neuen Weserbergland Ultra´s in Teilen abzulaufen. Da freu ich mich schon drauf.

12.08.2004

Eine Gewitterfront nähert sich. Der Himmel wird pechschwarz. Und ich habe den letzten Abend Bereitschaft. Erfahrungsgemäß muß ich mit Störungen rechnen, wenn es gewittert. Bei Spannungsabfall geht viele Elektronik auf Störung, und dann muß ich los. Also warte ich erst das Gewitter ab. Gegen 21:30 ist dann alles vergessen und Bonnie und ich traben los.

Der Weg führt uns zum Kanal. Es ist schon ziemlich dunkel, aber wir kennen den Weg ja im Schlaf. Die großen Pfützen unterwegs sind für Bonnie das ideale Spielfeld. Keine ist ihr zu groß oder zu tief, sie muß überall duch. Und das mit recht flotten Tempo. Die etwas kühlere Luft tut uns Beiden doch recht gut.

Am Kanal angekommen muß Bonnie erst einmal schwimmen. Dann geht es mit richtig Tempo den Leinpfad entlang. Keine Enten in Sich, die unser Tempo ausbremsen, weil Bonnie sie erst ins Wasser jagen muß. Also immer zügig weiter. Zu schnell erreichen wir die Brücke, wo es wieder ins Dorf geht. Bonnie nimmt ein letztes Bad und dann runterr ins Dorf.

Nach 44:04 Minuten sind wir schon wieder zu Hause. Acht Kilometer sind wir gelaufen.Diese Woch war bis jetzt eine Regenerationswoche. Nächste Woche folgt ein Höhepunkt mit dem 24 Stunden Lauf in Schenefeld.

11.08.2004

Ein fast normaler Lauftag. Fast. Zuerst, als Bonnie und ich losliefen, da war uns irgentwie nach gemütlichen Zockellauf. Aber schon nach einem Kilometer wurde unser Tempo immer schneller. Ich bremste dann das Tempo ein. Aber warum, nur um gemütlich zu laufen?  Da kamen mir mit einem mal Gedanken nach Intervallen. Mal so richtig 100 m bis Anschlag. Also los. Bonnie nahm das Tempo sofort auf und zog mit. Die Pumpe kam auf Touren und nach ca. 100 m liefen wir aus. Bonnie sprang in den Kanal ( die glückliche ) und mir klabasterte die Pumpe. Aber es machte Spaß. Dann nach entsprechender Kreislauf Beruhigung wieder das gleiche Spiel. Wieder zog Bonnie super mit. Es war herrlich. Als ob uns Engel auf ihren Flügeln trugen. So kann laufen auch Spaß machen. Das wiederholten wir noch 8 mal. Dann kamen wir zum Ende der Kanalstrecke. Von links kamen am Kanaldamm ein Bernha Sennen Hund und ein Mischling, der aussah wie Stups. Wir hatten schon öfter die Bekanntschaft mit den Tieren gemacht. Freudestrahlend sprangen sie in den Kanal und balgten sich. Dann kamen Herrchen und Frauchen langsam hinterher dem Damm hoch. Wie klönten ein wenig und da gesellte sich Blacky und sein Frauchen auch noch dazu. Vielleicht könnte man ja einen privaten Hundetreff aufmachen. Jedenfalls ist es herrlich zu sehen, wenn sich die Tiere so streßfrei begegnen und zusammen spielen. Da könnten sich einige Menschen ein Scheibe von abschneiden.

Ich sagte ja schon, ein "fast" normaler Lauftag. Denn als die Tiere sich ausgetobt hatten und jeder wieder seines Weges zog, da kam ich zurück ins Dorf.  Kurz vor der Gaststätte, die ein befreundetes Ehepaar bewirtschaftet, kam mir ein blutüberströmter Mensch entgegen. "Schau, was die gemacht haben", murmelte er. Ich begriff garnicht so schnell, was passiert war. Ich glaubte, er hätte sich beim Arbeiten verletzt. Aber nein. Die Gäste im Biergarten und der Wirt hatten nun auch mitbekommen, das hier etwas passiert war. Sie kümmerten sich um den Verletzten. Der stammelte immer wieder von Messerstecherei. Daraufhin rief man den Notarzt und die Polizei.

Der Verletzte wurde "Erst Versorgt" durch den Wirt. Dann liefen Bonnie und ich weiter. Es waren ja genug Helfer vor Ort.

Ein beklemmendes Gefühl blieb zurück. Wie können Menschen sich so etwas antun. Was gehört dazu, bis man einen anderen so verletzt.

Ich danke jeden Tag, das ich bisher so gut durch das Leben gekommen bin. Hoffentlich bleibt es so.

10.08.2004

Rufbereitschaft, nicht nur dienstlich, auch bei den Enkelkindern. Da wird die Zeit zum Laufen knapp. Trotzdem hat es noch für eine acht km Runde am Kanal gereicht. Ich betrachte die Bereitschaftswochen als Regenerationswochen. Der Körper dankt es mir schon.Eine Woche ist ja auch schnell rum.

09.08.2004

Mit Bonnie Kanalrunde gelaufen. Der Tempolauf von gestern sitzt doch noch in den Knochen. Darum ließen wir es ruhig angehen. 8 km Runde in 48:14 Minuten. Ausserdem wird es doch wieder schwüler und das behagt uns garnicht.

08.08.2004 Abends

Bonnie gab natürlich keine Ruhe, da ich ja ohne sie gelaufen war. Klar, das sie auch zu ihrem Recht kommt. Da sind wir dann auch heute Abend noch am Mittellankanal gelaufen. Es war immer noch ziemlich warm, trotzdem trafen wir heute viele Läufer und Läuferinnen. Darunter auch Gela , meine Friseuse, mit einer Freundin und ihren Hunden. Wir erzählten uns ein wenig. Gela läuft nach einer schweren Beinverletzung wieder.

Dann liefen wir weiter. Bonnie musste zwischendurch natürlich wieder viel schwimmen und genoss es sichtlich.

Nach 14 km und 1:31 Std. waren wir wieder zu Hause. 36 km bin ich heute gelaufen und trotz der Wärme war es Klasse.


08.08.2004 Mittags

Das war ein Lauf. Heute Mittag überkam es mich einfach wieder so. Super Wetter, 30°C und ein guter Wind. Ideales Laufwetter. Und ich hatte richtig Bock auf Tempo zu laufen. 11:42 Uhr lief ich los, diesmal ohne Bonnie. Sie ist dafür heute Abend noch dran.

Schon auf den ersten Kilometern merkte ich, das heute richtig was drin liegt. Nach 15 Minuten war ich schon am Sperrtor, trotz langer Rampe über die Eisenbahnbrücke in Beerenbusch.

Ich hatte nichts zu trinken mit genommen. Bis 25 km brauche ich auch bei diesem Wetter nichts trinken. Wollte ja auch nicht unnütze Gewicht mitschleppen.

Hier am Kanal konnte ich immer im Schatten der großen Hecken und Büsche laufen, der Wind kam vom Süden und war sehr angenehm.

Bereits nach 44:12 Minuten war ich auf der Brücke in Meinser Kämpen angekommen. Genau dort sind es 9 Kilometer. Für mich schon ein gutes Tempo, da ich sonst ja fast nur im Ultra Schlappschritt laufe.

Nun ging es in den Wald und ich hoffte, das es dort noch etwas kühler würde. Aber weit gefehlt. Der Weg führt in nördliche Richtung, der Wind kommt von Süden. Beide hatten wir das gleiche Tempo und so merkte ich vom Wind nichts mehr. Das zeigte dann auch wenig später der Pulsmesser. Die Frequenz stieg auf gute 180 Schläge, bei 190 max. Aber das super Gefühl dabei, mir fehlte nichts. Die Beine wurden nicht müde. Es machte mir nichts aus, im Gegenteil, die Freude, das ich so schön lief, verlieh mir Flügel. Die nächsten 7 km schaffte ich in  33:23 Minuten.

Dann kam ich wieder nach einem großen Bogen an den Kanal und bekam auch wieder deutlich den Wind zu spüren. Das verlieh mir noch einmal Kraft und nach 1:44:38 Std. kam ich dann freudestrahlend zu Hause an. Obwohl, ich muss ganz schön platt ausgesehen haben, denn mein Enkel Malte hat mich kaum erkannt und wollte nicht mal auf meinen Arm.


07.08.2004

Urlaub zu Ende und wieder Bereitschaft. Das heißt. ich kann nicht weit von zu Hause entfernt laufen. Also Dorfrunden. 18 km kamen dabei raus, dann musste ich leider in einen Einsatz. 1:36 Std. war unsere Zeit. Stopp und Go im Stadtverkehr, macht nicht wirklich Spaß, wenn man so von der Natur verwöhnt ist wie wir.

05.08.und 06.08.2004

Angeregt durch die Diskussion in einem Laufforum, wo es um Nachtläufe ging, wollte ich auch einmal versuchen, gegen meine Gewohnheit zu laufen. Als Strecke hatte ich mir die Fürstenroute ausgesucht, die auch ziemlich nahe an meiner Haustür vorbei führt. Ich kannte die Strecke schon fast komplett, aber wenn, dann wollte ich sie auch einmal zusammenhängend laufen, ein Weg ist 55 km lang.  Also startete ich Donnerstagabend um 23 Uhr, sonst laufe ich immer erst so um 02:00 – 03:00 Uhr los.

Das Wetter sah gut aus. Aber schon nach knapp einem Kilometer war ich pitsch nass  vom Schweiß. Es war eine unheimliche Schwüle. Da ahnte ich schon, dass es heute nicht leicht wird.

Als ich am Mittellandkanal ankomme, da spiegelt sich der Mond in der Wasseroberfläche. Nicht der Hauch einer Welle ist zu sehen. Kein Luftzug rührt sich. Eine große schwarze Wolke schiebt sich vor den Mond und es wird zusehends dunkler.

Nach knapp 500 Meter am Kanal laufe ich in den Schaumburger Wald. Es nützt nichts, ich muss die Stirnlampe anschalten. Erst so sehe ich, wo ich hin trete.

Zum Glück kenne ich mich hier auch prima aus. Es ist kein Neuland. Diese Wege bin ich schon oft gelaufen.

Die Luft bekommt mir immer schlechter. Der Schaumburger Wald ist fast schon ein Sumpfgebiet. So feucht ist es hier.

Aber ich trabe weiter. Am Grab der Juliane vorbei und dann nach wenigen hundert Metern links ab. Hier bin ich dann auch mitten in Wald. Die Wege sind aber gut laufbar und ich kenne mich immer noch sehr gut aus.

Kurz nach Mitternacht erreiche ich dann Schloss Baum. Hier geht es ein kurzes Stück an einer Kreisstrasse entlang und dann verschwinde ich wieder im Wald.

Immer wieder laufe ich in Nebelfelder rein. Im Strahl der Stirnlampe sieht das immer etwas gespenstisch aus.

Das werden jetzt 10 lange einsame Kilometer durch den tiefsten Wald. Keine Hauptstrasse, die ich queren muss, nur dunkler Wald. Ich habe meinen Walkman dabei und natürlich meinen Lieblingssender NDR 1 an. Die Kopfhörer neben die Ohrmuscheln gesetzt, damit ich auch die Umwelt noch höre.

So schleppe ich mich dahin. Es ist irgendwie nicht mein Tag. Ob es an der Tageszeit liegt  oder an der hohen Luftfeuchtigkeit. Ich rätsele noch daran.

Endlich ist der Wald durchquert und in Niedernwöhren beschließe ich, nicht weiter bis Steinhude zu laufen. Das wäre nur Quälerei und würde nichts bringen, außer vielleicht eine mentale Überlastung und Frust. Der wahre Meister zeigt sich in der Enthaltsamkeit.

Am Mittellandkanal laufe ich nun zurück. Der Weg wird ätzend lang, der Schritt immer langsamer. Ich bin froh, als ich die Lichter des Hafens in Rusbend sehe.

Dort beobachte ich wieder ein neues Schauspiel. Zahlreiche Fledermäuse schwirren hier um die Straßenlaternen. Erstaunlich, wie wendig und flink diese Tiere sind.

Jetzt muss ich aber noch ein 6 km lange Kanaletappe und dann meine Dorfrunde schaffen.

Also alle Kraft und Konzentration zusammen reißen, und weiter geht’s.

Der Mond leuchtet den Weg aus, die Stirnlampe brauche ich schon lange nicht mehr.

Als ich den Kanal verlasse, da hab ich meinen Trinkrucksack schon fast leer getrunken. Und das auf so einer „kurzen“ Strecke. Es ist einfach zu schwül, das Wasser läuft so an mir runter und ich habe keine trockene Stelle mehr am Körper.

So, nun nur noch die Dorfrunde und dann drei Kreuze machen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Als ich unseren Dorfbrunnen am Christian Kipp Platz passiere, sitzen dort noch etliche junge Leute und feiern ausgelassen diese Sommernacht. Sie begrüßen mich mit Applaus und Hurra Rufen. Ich freue mich, dass sie so friedlich sind und nicht stänkern.

Jetzt noch zwei Kilometer und ich habe es endlich geschafft.

Ca. 35 Kilometer liegen hinter mir. Ein Lauf über zwei Streak Tage. Knapp über 4 Stunden Laufzeit durch die Nacht. Ein Erlebnis allemal.

 

Fazit: Trotz allen war es ein schöner Lauf. Auch wenn ich das Ziel nicht erreicht habe. Aber es kommen auch wieder bessere Tage. Das Laufen zu dieser Uhrzeit sollte ich wirklich einmal versuchen zu trainieren. Wenn ich dann nicht die Kurve kriege, bleibe ich bei meiner gewohnten Startzeit um 3 Uhr.

 

 

04.08.2004

Mit Bonnie eine 8 km Kanalrunde. Es ist ganz schön warm geworden. Aber mehr Zeit haben wir heute nicht.

03.08.2004

Wieder ein schöner Laufabend. Es ist schon erstaunlich, wieviele Radfahrer und Läufer, die uns am Kanal begegnen, uns schon mit Namen anreden. In den letzten Wochen haben wir viele neue Gesichter kennengelernt. Auch ein schöner Aspekt des Laufens. Es sind ja auch meist Gleichgesinnte, wenn sie auch ihr Hobby mit dem Fahrrad oder den Inline-skatern ausüben. Aber man respektiert sich und grüßt freundlich.

Bonnie und ich sind erst um 19:30 Uhr los gelaufen. Es war auch da noch ziemlich warm. Aber spätestens im Schaumburger Wald, da war es einfach super. Für unsere 22 km Runde brauchten wir heute 2:05:35 Std.  Vom langen Lauf am Samstag war nichts mehr zu merken. Das zeigt mir immer wieder, wie wichtig es ist, für sich und nicht für irgend welche Zeiten zu laufen. Mit der Form könnte ich jeden Tag einen Marathon laufen und so hab ich mir das Laufen immer gewünscht.  So kann ich Land und Leute erkunden, laufen wann immer und wo immer ich will. Das macht einfach Freude. Und wenn dann Bonnie auch am gleichen Strang zieht, dann ist es noch schöner.

02.08.2004

Heute ist mehr oder weniger Ruhetag angesagt. Das missfiel Bonnie deutlich, aber ich musste mich einfach vom Verstand her ausbremsen. Die 22 km Runde lockte zwar mächtig, aber ich war eisern. Acht Kilometer und kein bisschen mehr. Die liefen wir dann auch am Kanal entlang in lockeren 51 Minuten. Morgen wird es dann wieder mehr.

01.08.2004

Als ich heute Morgen aus den Federn kroch und auf die Füße kam, da merkte ich meine Knöchel deutlich. Der gestrige Lauf hat seine Spuren hinterlassen. Ich fühlte mich wie ein alter Mann. Aber es dauerte gar nicht lange, da waren die Knöchel auf Betriebstemperatur

und ich spürte sie gar nicht mehr. Das gefiel mir dann auch sehr gut. So schmiedete ich schon wieder Pläne für heute Abend.

Zu fortgeschrittener Stunde schaute Bonnie immer öfter bei mir rein und gab mir auf ihre Art Zeichen. Sie buckte an meinen Beinen um dann entzückt ihren Kopf nach hinten zu werfen. Ihr Pfötchen tatzte meine Oberschenkel. Klares Zeichen, sie forderte ihr Recht, schließlich war sie gestern nicht gelaufen.

Um 18:16 Uhr drückte ich die Stoppuhr. Es ging los. Bonnie war nicht zu bremsen und zog gleich an wie verrückt. Aber als sie die richtige Fährte gefunden hat, wird auch sie ruhiger. Gott sei Dank, denn Tempo laufen, da hatte ich heute keinen Bock drauf. Ein bisschen fühlte ich nämlich noch die gestrigen Kilometer.

Als wir am Sperrtor ankamen waren die Beine wieder locker und ich entschloss mich, doch noch die 22 km Runde zu laufen. Am flachen Leinpfad kein Problem.

Langsam fielen wir in einen gleichmäßigen Trott. Bonnie ging ab und zu in Wasser. Bei mir festigten sich immer mehr die Eindrücke des gestrigen Laufes. Mich erstaunte, dass ich keinerlei Blasen, Scheuerstellen oder Muskelschmerzen hatte. Selbst das bisschen Verpflegung unterwegs hatte vollkommen genügt.

Zwischen den Bäumen am Leinpfad hatte man heute einen tollen Blick zu den Bergen. Gestern war ich auf der gegenüber liegenden Bergseite gelaufen. Für mich in teilweise unbekannten Gelände.

Da kamen wieder die Gedanken, als ich am Flugplatz in Rinteln merkte, das ich falsch geleitet war. Da spielte ich mit dem Gedanken, einfach nach Eisbergen und dann über den Berg nach Hause zu laufen. Aber dann hätte ich mein Ziel nicht erreicht. Dann der Lichtblick, als ich die Straße neben dem Campingplatz „Doktorsee“ als die wieder erkannte, die zum Flugplatz führte. Wo ich mich dann entschloss wieder zum Flugplatz zu laufen, und dort dann die andere Richtung einzuschlagen.

Der „Eisenhammer“, ein Zeugnis der Geschichte. Auch diese Bilder vom aufgestauten Wasser und den alten Maschinen. Das war beeindruckend.

Dann diese herrlichen Strassen und Wege, die nach Uchtdorf, Osserbeeke und „Unterer Eisenhammer“ führten. Diese Bilder haben sich fest eingeprägt.

Dann das Gut Exten mit seinen Scheunen und der alten Kirche.

All diese Bilder standen mir immer wieder vor Augen. So bemerkte ich gar nicht wie die Zeit verging, und das wir plötzlich schon im Schaumburger Wald waren.

Die Kühle hier im Wald war doch deutlich angenehmer, als die pralle Sonne am Kanal.

So liefen wir frohgemut weiter.

Es war ein super Lauf Wochenende. Viel Neues gesehen und viel erlebt. Läuferherz, was willst du mehr.

Tief in mir hat sich schon festgesetzt, dass unser neues Laufrevier nach Rinteln und in das Extertal verlegt wird. Dort gibt es für uns noch viele neue Wege zu erkunden.

Nach 22 km kamen Bonnie und ich mit einer Zeit von 2:19 Std. wieder zu Hause an. Deutlich von der Bestzeit entfernt, aber mit vielen neuen Laufideen und Motivation genug für die nächsten Läufe.

 

 

31.07.2004

Ein toller Lauf über 92 km auf dem Radwanderweg "Schlösser und Herrensitze"

Meinen Bericht dazu findest Du hier, unter Laufberichte

30.07.2004

mit Bonnie eine 8 km Runde am Kanal. Mir schwirrt wieder grosses durch den Kopf. Anends zeitig ins Bett gegangen.

29.07.2004

Endlich konnte ich meine Homepage wieder aktualisieren. Der Server läuft wieder. Grund genug, auch selbst wieder zu laufen.

Zwar sind Bonnie und ich nur eine kleine 8 km Runde gelaufen, aber die haben wir genossen. Schön am Kanal mit Schwimmeinlagen für Bonnie. Die Fliegen waren heute auch irgendwo anders, jedenfalls nicht bei uns. Eigentlich ein schöner Abend.

Am Anfang kam uns ein Läufer mit Berner-Sennen Hund (vermute ich) entgegen, der sich aber nicht zu erkennen gab. Eigentlich schade, denn wenn man in so einem kleinen Dorf wie unseres :-) wohnt, könnte man ja auch mal zusammen laufen.

Auf dem Rückweg begleitete uns noch ein benachbartes Ehepaar mit dem Fahrrad. Wir klönten ein wenig und ruck zuck waren wir zu Hause.

28.07.2004, das 2. Streak Jahr beginnt

Dieses ist ein Schaltjahr und hat somit 366 Tage. Aber nun beginnt ein neues Streak Jahr. Statistik als Excel Tabelle.

Bei T-online streikte der Server. Daher konnte ich die Seiten nicht eher hochladen. Manchmal muß man sich schon wundern, was dort los ist.

Heute, am 28.07.2004 hab ich das neue Streak Jahr mit einem Berg - Treppen Lauf begonnen. Die 1000m Strecke mit 127 Höhenmetern bin ich dreimal bis oben zur Treppenplattform gelaufen. Das hat nir dann gereicht. Ich merke deutlich, das mir das Bergtraining in den letzten Wochen fehlt. Da muß ich echt dran arbeiten.

Dann bin ich nach Hause gefahren und mit Bonnie noch zur Aue und zum Mittellandkanal gelaufen. Bonnie hat wieder viel geschwommen und auch alte Bekannte getroffen. So wird es ihr nie langweilig.

Alles zusammen waren es heute nur 12 km, dafür aber mit mächtigen Höhenmetern.


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